31.10.2008

Die Grünen fordern eine zweite Gesamtschule für Dorsten ...

... lese ich heute in der Dorstener Zeitung. Sie denken an das Schulgebäude an der Pliesterbecker Straße.

Dass die Dorstener Eltern die Gesamtschule wollen, liegt für Susanne Fraund (Fraktionsvorsitzende der Dorstener Grünen, W.) auf der Hand: "Mehr als 60 Kinder hat die Gesamtschule Wulfen abgelehnt, weitere 50 Kinder aus Dorsten hat die Gesamtschule Schermbeck nicht angenommen." Hinzu würden jene kommen, die aufgrund des Turbos-Abis den Druck der ersten Jahre auf den Gymnasien nicht aushielten. Zudem würde eine Gesamtschule in Dorsten Kosten sparen helfen, weil Schülertransporte wegfielen.

Ich begrüße diesen Vorschlag aufs Schärfste.

Für unsere Kinder wäre das ideal, schon wegen der Wohnortnähe.

Aber auch unabhängig von den eigenen Kindern bin ich immer schon ein Befürworter der Gesamtschule, war ich doch selbst auf einer.

Selbstverständlich muß einen solche Schule dann auch integrativ arbeiten.

Fraglich ist, ob die Grünen sich mit dieser Forderung durchsetzen. Mitglieder der Junge Union, denen Gesamtschulen ja schon immer höchst suspekt waren, warnen jedenfalls wie immer reflexhaft vor der rot-rot-grünen Einheitsschule.

Ilse Aigner

Die neue Landwirtschaftsministerin ist begeisterte Befürworterin der Gentechnik

Ich kannte sie vorher noch nicht, aber ich lese gerade mit Schrecken, wer da die Nachfolge von Horst Seehofer antritt:

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner wir neue Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Als Forschungs- und Bildungspolitikerin setzte sie sich bisher dafür ein, die Agro-Gentechnik anzuwenden und sah einen großen Nutzen von Gentech-Pflanzen für die Landwirtschaft. Bedeutende Chancen sieht sie beispielsweise darin, "gesundheitliche Verbesserungen beim Menschen zu bewirken. Eine zukunftsweisende Methode hierzu ist z.B. die Anreicherung von Inhaltsstoffen mit gesundheitsfördernden Eigenschaften in Nahrungsmitteln (Functional Food)". Bleibt abzuwarten, wie sie auf die eigentlichen Wünsche der Verbraucherinnen und Verbraucher reagiert. Bei einer Campact-Aktion zum Gentechnik-Gesetz im Sommer blieb sie der Diskussions-Veranstaltung fern.

Richtig gruselig liest sich das hier

Und diese Frau ist jetzt die für grüne Gentechnik zuständige Ministerin.

Update

Auch das Campact-Blog sieht Ilse Aigners Positionen zur Gentechnik mit Sorge. http://www.campact.de/campact/logbook#stefanie@1225379151

Genkartoffel bleibt im Acker

Ich hatte ja lange nichts mehr zur Gentechnik, aber gerade bin ich auf einen etwas älteren Bericht über die Genkartoffel Amflora gestoßen, der mir mal wieder zu denken gegeben hat.

Amflora ist eine in der EU nicht zugelassenen Kartoffelsorte der Firma BASF, die gentechnisch so verändert wurde, dass sie einen höheren Anteil an Stärke enthält und sich deshalb für die industrielle Nutzung gut eignen soll. Außerdem enthält Amflora antibiotika-resistente Gene. Umweltschützer befürchten, die Verbreitung dieser Gene könnte die Wirksamkeit von Medikamenten beeinträchtigen, wenn sie in den Nahrungskreislauf gelangen.

Auf einem Acker in Zepkow im Landkreis Müritz war im vergangen Jahr ein Versuch der BASF mit Amflora beendet worden. Aber auch nach einem Jahr sind die kartoffeln nicht vom Acker verschwunden.

Zur Folgekontrolle des Ackers in Zepkow bei Röbel wurden Anfang August erstmalig auch zwei Mitglieder der Bürgerinitiative zugelassen. Allerdings unter der Voraussetzung der Geheimhaltung des Termins gegenüber Presse und Öffentlichkeit, wie die Bürgerinitiative kritisiert. Obwohl das zuständige Landesamt zunächst die 100%ige Beseitigung versprach, wurden erneut Durchwuchskartoffeln gefunden, teilweise mit intaktem, grünem Kraut. Der BASF sei die manuelle Entfernung angesichts der Größe des Ackers (mindestens 20 ha) und der damit verbundenen Kosten nicht zuzumuten, so die Reaktion des zuständigen Landesamtes.

Hier wird wieder mal deutlich, wie verantwortugslos die Gentechnik-Konzerne, aber auch deutsch Behörden mit dem Risiko der Gentechnik umgehen.

In einer Erklärung der Bürgerinitiative "Müritzregion - gentechnikfrei" (PDF) heist es:

Die derzeitige Situation auf den betroffenen Ackerflächen wurde während der neuerlichen Vorortkontrolle seitens der amtlichen Kontrolleure immer wieder heruntergespielt. Dass die Kontrolle auf Durchwuchskartoffeln auf einem weiteren Acker überhaupt stattfand, der im Vorjahr ohne Zulassung fälschlich zunächst auch mit der Gentechnik-Kartoffel bestellt worden war, ist offenbar dem Drängen der beiden anwesenden BI-Mitglieder zu verdanken.

Die Gefahren, die von der Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen ausgeht, kann niemand endgültig absehen. Sie dürfen aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Wenn Genplanzen einmal in der Natur ausgewildert sind, lassen sie sich nie wieder beseitigen.

S. auch http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/amflora-waechst-und-gedeiht

Stadt will nur 24 Kinder in I-Klassen

Ich lese gerade, dass die Stadt Dorsten in Zukunft vermeiden will, dass erneut integrative Klassen mit 29 SchülerInnen starten. Anders als in der Klasse, in die auch unser Sohn geht, soll die Klassenstärke in Zukunft auf 24 SchülerInnen begrenzt werden.

Die dreizügige Schule dürfe dann nur noch 84 SchülerInnen aufnehmen (2 mal 30 und 1 mal 24 in der I-Klasse).

Ich frage mich immer noch, warum man nicht einfach eine vierte Klasse bilden konnte. Das war ursprünglich geplant, aber mit 89 SchülerInnen fehlen genau zwei. Nichts ist wohl unflexibeler, als die deutsche Verwaltung.

Und das ist für mich symptomatisch für unser Bildungssystem. Es werden vielbeachtete Bildungsgipfel veranstaltet, kaum ein Politiker wird müde, die Bedeutung der Bildung zu betonen, aber man ist nicht in der Lage, mal fünf gerade sein zu lassen, wenn es - wie in diesem Fall - in einer konkreten Situation sinnvoll wäre. Nicht nur die Kinder mit Behinderungen hätten von kleineren Klassen profitiert.

30.10.2008

Artemins Fowl - Der Comic

Kennt Ihr die tolle Jugendbuchreihe Artemis Fowl von Eoin Colfer? Sie handelt von dem gleichnamigen jugendlichen, hochintelligenten Verbrechergenie, der sich mit den Bewohnern des Elfenreiches anlegt, einer skurrilen, hochtechnisierten Spezies, die seit Jahrhunderten unbemerkt von den Menschen unter der Erde lebt und alles daran setzt, unbemerkt zu bleiben.

Ein absolutes highlight der Jugendliteratur. Meine unbedingte Empfehlung.

Kürzlich habe ich die Comic-Version des ersten Teils erstanden. Wirklich gut gemacht. Ich bin kein Comic-Experte. Es ist vielmehr der erste Comic, den ich in den letzten 20 Jahren gelesen habe. Aber ich kann ihn nur empfehlen.

Wer mehr auf Hörbücher als auf Comics steht, der sollte sich vielleicht die Artemis-Fowl Hörbücher anhören, gelesen von Rufus Beck, meinem persönlichen Favoriten unter den Hörbuchsprechern.

Nächste Woche ist Socialbar Ruhrgebiet

Am 05.11. soll in Essen ein erstes Socialbar-Treffen im Ruhrgebiet stattfinden.

Ich habe gerade mal auf die Seite http://socialbar.de/wiki/Ruhrgebiet geschaut und festgestellt, dass sich erst vier Personen angemeldet haben.

Wenn hier Leute mitlesen, die selbst Blogs, Webseiten, Twitter-Accounts, Social-Network-Accounts o.ä. haben: Bitte weist doch auch noch mal auf diese Veranstaltung hin! Vielleicht ist die Information einfach noch nicht breit genug gestreut worden.

29.10.2008

Kommentare

Auch ältere Beiträge können jetzt kommentiert werden

Bisher war es in meinem Blog nicht möglich, Kommentare zu Beiträgen zu verfassen, die im Archiv, also nicht auf der Übersichtsseite waren.

Ich hatte zu Beginn noch keine Funktion, die mich über neue Kommentare benachrichtigt hat. Deshalb machte diese Beschränkung für mich Sinn, weil ich nicht jeden Tag alle Blog-Artikel auf neue Kommentare hin untersuchen wollte. Diese Funktion gibt es aber jetzt schon eine ganze Weile (ein Kommentarfeed steht noch auf der Agenda), die Einschränkung habe ich trotzdem bisher nicht entfernt.

Das habe ich heute geändert. Nun können auch ältere Beiträge noch kommentiert werden.

Ich hoffe, das lockt jetzt nicht nur Spammer an.

Für einzelne Beiträge kann ich die Kommentare immer noch abstellen. Das tue ich in der Regel, wenn ein Beitrag mehrfach bespammt wird.

Elektroschrott in Pakistan

Greenpeace Photo-Essay über die Verwertung von Elektroschrott

In Asien, Afrika und auch in Pakistan wird Elektroschrott unter menschen- und umweltverachtenden Bedingungen auseinander genommen. Kabel werden unter freiem Himmel verbrannt, um an Metall zu kommen. Besonders Kinder leiden unter den Auswirkungen der giftigen Chemikalien in der Luft und im Trinkwasser.

Der Fotograf Robert Knoth berichtet in einem bewegenden Photo-Essay von seinen Eindrücken in Pakistan.

via CebitBlog

Google-Suche

Ich habe jetzt noch eine Google-Suche eingebaut - oben rechts. Damit kann man den Google-Index nach Inhalten in meinem Blog durchsuchen.

Eigentlich schwebt mir eine eigene Suchfunktion vor, basierend auf unix-grep. Aber ich muß noch ein wenig daran arbeiten und Google ist zumindest eine Zwischenlösung.

Nachteil: ganz aktuelle Artikel werden nicht gefunden, so lange der Google-Bot noch nicht da war.

Update

Ich habe gerade festgestellt, wenn ich die Google-Blogsuche anpinge, werden neue Beiträge auch nach wenigen Minuten gefunden. Ich merke immer wieder, mit Google kennen ich mich nicht so richtig aus.

Deutsche Sonderschulen widersprechen der UN-Konvention über behinderte Menschen

Professor über UN-Konvention: Bürger können gegen Sonderschulen vorgehen

Die Taz bringt heute zwei Artikel zum Thema UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und Sonderschule. Unbedingt Lesen!

In einem Beitrag begutachtet der Jurist Ralf Poscher, welche Folgen die UN-Behindertenkonvention für deutsche Schulen hat.

Deutsche Sonderschulen widersprechen der UN-Konvention über behinderte Menschen, sagt Professor Poscher. Erstmals gibt es ein Beschwerderecht gegen diese Schulform.
(...)
Die Konvention geht davon aus, dass 80 bis 90 Prozent der Kinder mit Behinderung eine normale Schule besuchen können und nur noch ein kleiner Teil eigenständige Fördereinrichtungen benötigt. Im Moment ist das Zahlenverhältnis in Deutschland etwa umgekehrt - je nach Bundesland mehr oder weniger.

Ein weiterer Beitrag befasst sich mit der geplanten Auflösung von Sonderschulen in Köln.

Köln will die Ausgrenzung von behinderten Kindern in Sonderschulen beenden. Bis 2010 sollen doppelt so viele wie bisher den ganz normalen Unterricht besuchen - noch fehlen aber die Plätze.

Auch die Dorstener Zeitung (Papierfassung) befasst sich heute mit der Sonderschule, genauer gesagt, mit der Dorstener Haldenwangschule. Der Standort sei nicht gefährdet.

Im möglichst individuellem Unterricht wird neben Selbständigkeit auch Mathe, Deutsch, Musik, Hauswirtschaft, Sport und Gestaltung geschult. Elf Pflichtschuljahre unterteilen sich in Vor-, Unter-, Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufen.
Nach der Schulzeit wecheln alle (sic!) Jugentlichen zu den Werkstätten für Behinderte in Wulfen.

Ein paar Mängel habe diese Schule ja, aber

Sollte es noch eine Pausenhalle und eine Schaukel für Rolltühle geben (...) wären alle super glücklich

so Schulleiter Domhöver.

Für unser Kind werden wir jedenfalls alles daran setzen, ihn vor dieser netten Idylle zu bewahren, zugunsten einer inklusiven Beschulung, möglichst in einer Schule für Alle

28.10.2008

Neues Stylesheet

Wie Ihr seht, arbeite ich zur Zeit an meine Stylesheet. Dies ist allerdings nur eine Zwischenstufe. Ich werde das Layout vermutlich noch weiter verändern.

Kommentare erwünscht. Funktioniert alles fehlerfrei? Wie ist die Lesbarkeit und Übersichtlichkeit?

Ach ja, Kommentare werden jetzt nummeriert.

26.10.2008

Es war doch schon ein Mensch

Sternartikel zur Spätabtreibung

Mir fehlen gerade die Worte dazu. Man muss auch nicht alles kommentieren.

Bookmarks der Woche 19. bis 26.10.2008

War nicht so viel, weil ich mich wegen der Augenerkrankung mit Bildschirmtätigkeiten ziemlich zurückhalten mußte (und muß, ganz lassen gelingt mir aber nicht),

25.10.2008

Noch eine Veränderung

von der Ihr aber vermutlich nichts bemerken werdet

Ich kann jetzt Artikel explizit offline und online schalten. Das bedeutet für mich, ich muß die Texte nicht mehr irgendwo zwischenspeichern, wenn sie noch nicht fertig sind.

Bei konfektionierter Blogsoftware sicher normal, aber bei Eigenbausoftware eben nicht immer das Feature, das man zuerst einbaut.

Ausbau meines Blogprogrammes

Ich habe seit langem mal wieder an diesem Programm gebastelt und eine Funktion eingebaut, die es mir ermöglicht, für längere Artikel nur einen Anriss auf die Übersichtsseite zu stellen und den Rest nur auf der Folgeseite weiterlaufen zu lassen.

Weiter lesen ...

24.10.2008

Schlaue Kinder ­- Schlechte Schulen

Kam heute per Mail von der LAG Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen:

Christian Füller
Schlaue Kinder ­- Schlechte Schulen


"Auf dem Stundenplan steht Lernen, aber die Praxis heißt Aussieben. Unser Schulsystem braucht den Fehler ­ weil es selbst der Fehler ist."

Autorenlesung und Diskussion

Mo, 3.11. 2008 Köln Bezirksrathaus Mülheim, Wiener Platz 2, 20 Uhr

Di, 4. 11. Bonn Mensa der Bertolt-Brecht-Gesamtschule, Schlesienstr. 21 -23, 53119 Bonn, 19 Uhr.

Mi, 5. 11. Kamp-Lintfort Mensa auf dem Schulhof der Ebertschule, Auguststraße 109, 47475 Kamp-Lintfort. Mit Kinderbetreuung, 17.30 Uhr

Do, 6. 11. Pulheim Theater im Walzwerk, 20 Uhr

Fr, 7. 11. Aachen KatHO NRW, (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen) Abteilung Aachen, Robert- Schumann-Str. 25, 52066 Aachen., 20 Uhr

Sa, 8. 11. Düsseldorf Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Koetschaustraße, Düsseldorf Stockum ­ Kinderbetreuung, 16 Uhr.

NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" ­ mittendrin e.V., Köln ­ Gemeinsam leben gemeinsam lernen e.V. Bonn - Elterninitiative 4. Gesamtschule Bonn ­ Familiennetzwerk Pulheim e.V. ­ Gemeinsam leben gemeinsam lernen e.V. Aachen ­ triplet e.V., Düsseldorf

Es geht um dieses Buch

Gerade noch gefunden: Podcast SR 2 - Fragen an den Autor

Update

Grrr höre ihm gerade zu - Er sagt auch Down-Kind und Trisomie21-Kind. Das gibt aber Abzüge in der B-Note!!

21.10.2008

Gipfel der Ignoranz

Eltern sehen Ignoranz behinderter Kinder beim Bildungsgipfel

Der Elternverein Mittendrin e.V und die Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen NRW haben den Bundes- und Länderregierungen Ignoranz behinderter Kinder beim Bildungsgipfel vorgeworfen.

Wie Kobinet heute berichtet soll die Situation in allen Bildungsbereichen von der KiTa bis zur Universität beim Bildungsgipfel erörtert werden. "Nur die Bildung für Kinder mit Behinderungen steht nicht auf der Tagesordnung"

In einer gemeinsamen Pressereklärung (PDF) von Mittendrin e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen NRW heisst es:

Die Sonderschulen sind die unsichtbare 4. Säule unseres Schulsystems. "Wir sind es endgültig leid, dass unsere behinderten Kinder in sämtlichen Bildungsdiskussionen ignoriert werden", sagt Eva-Maria Thoms vom Kölner Elternverein mittendrin e.V. Mehr als 430.000 Kinder werden bundesweit in Sonderschulen unterrichtet. Mit der Einschulung verschwinden sie ­ nach der Devise: Aus den Augen, aus dem Sinn ­ aus der Mitte der Gesellschaft und dem öffentlichen Interesse. Sie verbringen ihre Schulzeit in Schulen, die sich keiner systematischen externen Qualitätsprüfung stellen müssen und weder in nationale noch in internationale Vergleichsuntersuchungen einbezogen werden.
(...)
In den europäischen Nachbarländern gehen im Schnitt mehr als 70 Prozent aller behinderten Kinder in Regelschulen. "Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, warum Deutschland 87 Prozent der behinderten Kinder in Sonderschulen aussortiert"

Siehe auch http://www.eine-schule-fuer-alle.info/nachrichten/nachrichten-politik/bildungsgipfeil

Konjunktivitis

Seit über einer Woche plage ich mich nun schon mit einer Bindehautentzündung herum und irgendwie ist kein Ende abzusehen. Der Augenarzt meinte gestern, sowas kann bis zu drei Wochen dauern.

Manchmal wünscht man sich ja insgeheim mal eine Krankheit, die ausreicht, um für ein paar Tage krank geschrieben zu werden, einen aber nicht so sehr aus der Bahn wirft. So dass man mal zu den Dingen kommt, die man sonst nicht schafft. Bindehautentzündung gehört nicht zu diesen Krankheiten. Jedenfalls kann ich nicht länger als eine halbe Stunde am Bildschirm sitzen und lesen geht auch nicht so gut. Hörspiele hören geht - immerhin.

19.10.2008

Ubuntu Eee

Seit ein paar Tagen habe ich Ubuntu Eee, ein für das Asus Eee optimierte Ubuntu 8.0.4.1 auf meinem Eee-Pc installiert.

Gefällt mir gut und läuft out of the box mit dem Gerät. Booten dürfte etwas schneller gehen, aber ok.

Auch hier - wie bei allen Linux-Eee-Varianten - ist wieder der Wlan-Treiber die Schwachstelle. Ändert sich hoffentlich bald mal.

Zunächst habe ich noch das Netbook Remix interface verwendet und fand es auch ganz brauchbar, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nun habe ich wieder den normalen Desktop eingestellt

Ich hatte vorher eeeXubuntu drauf, hat mich aber nicht so richtig überzeugt.

Bookmarks der vergangenen Wochen

18.10.2008

Sound aus Flashvideo nach mp3 konvertieren

Ich habe gerade mit den Kindern die erste Folge von Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt auf Youtube angesehen. Für Spielereien wollte ich dann den Soundtrack als mp3-Datei haben.

Hier nochmal das Vorgehen vor allem als Gedankenstütze für mich:

Intro-Video mit dem genialen Firefox-Plugin VideoDownloadHelper herunterladen,

mplayer -ao pcm -vo none Robbi__Tobbi_und_das_Fliewat__t_Intro.flv
lame audiodump.wav fliewatuet.mp3

Ach ja, der Soundtrack ist schon schön, also gehört er auch in die Kategorie lange nicht gehört

Klick, Klick.

15.10.2008

Web 2.0 für Eltern von Kindern mit Behinderung

Ich war heute im Beirat der Lebenshilfe Dorsten eingeladen um etwas über Web 2.0, Blogs und das Elternnetz ungehindert zu erzählen.

Meine Slides finden sich unter http://www.mbauweb.de/lebenshilfe15102008/

12.10.2008

Fonic Surf-Stick

Habe heute einen Fonic-Stick auf dem Eee-Pc in Bertrieb genommen

vor allem als Gedankenstütze für mich:

Fonic bietet seit einiger Zeit einen Surf-Stick zum mobilen Surfen im Internet an. Gelegentlich hätte ich gern die Möglichkeit, mobil ins Internet zu gehen, ohne teuere Verträge abschließen zu müssen, z.B. im Urlaub.

Mit dem Fonic-Stic kostet das mobile Surfen pro Tag 2,50 Euro, der Stick Huawei e160 kostet 99 Euro incl. eines freien Tages. Surft man nicht, entstehen auch keine Kosten. Also genau das richtige für Gelegenheitsmobilsurfer.

Nach dieser Anleitung habe ich den Stick unter Ubuntu zum laufen gebracht:

Von http://www.draisberghof.de/usb_modeswitch/ den usb_modemswitch herunterladen, kompilieren und installieren. hierzu war noch libusb-dev erforderlich.

Die Konfigurationsdatei nach /etc kopieren und die Zeilen

DefaultVendor= 0x12d1
DefaultProduct= 0x1003
HuaweiMode=1

einkommentieren.

Eine Startdatei /usr/local/bin/startumts anlegen:

#!/bin/sh
usb_modeswitch -v 0x12d1 -p 0x1003 -H 1
modprobe usbserial vendor=0x12d1 product=0x1003

Umtsmon von http://umtsmon.sourceforge.net/ herunterladen und Binary nach /usr/local/bin kopieren.

Stick anstecken, Shellscript startumts ausführen, umtsmon starten und damit mit dem Default-Profil connecten.

Kann man sicher noch optimieren, aber zumindest läuft es so, hier allerdings recht langsam.

08.10.2008

120 Gramm CO2 pro Kilometer für Pkw!

Greenpeace fordert zur Unterstützung eines Appells an Bundeskanzlerin Märkel auf

Setzen Sie sich für einen konsequenten europäischen CO2-Grenzwert bei Pkw ein!

In Brüssel sabotiert die Bundesregierung auf Druck der Autoindustrie gezielt eine EU-Regelung, die Standards für den Bau sparsamerer und klimafreundlicherer Fahrzeuge setzen soll. Unterstützen Sie deshalb unseren Appell an die Bundeskanzlerin:

Für konsequenten Klimaschutz und gegen die weitere Förderung von Spritfressern.

via Twitter

Blog Gemeinsam lernen in Holzminden

Gastbeitrag von Ulrike Beudgen

Es war einmal ...

eine kleine Kreisstadt mit Namen Holzminden. Die landschaftlich schöne Lage und gute und freundliche Bürger haben ihr einen guten Ruf eingetragen. Sogar ein Minister aus dem fernen Hannover wohnte (und wohnt auch noch) in ihr. Es war alles schön ruhig und gemütlich, die Stadtverwaltung und die Kreisverwaltung sorgten sich um die Belange ihrer Mitmenschen. Eines Tages erschien in der regionalen Zeitung ein Artikel, der sich um die baulichen Mängel der Förderschule "An der Weser" drehte. ...

So gemütlich könnte es noch weiter gehen, aber Holzminden liegt nicht im Märchenland. Einen Tag, bevor der Artikel im Täglichen Anzeiger Holzminden erschien, hatte ich ein Termin mit einem Redakteur der Zeitung. Ich wollte eine Selbsthilfegruppe zum Thema Integration in der Schule gründen. Obwohl ich schon länger an der Gründung arbeite, aber bisher nichts konkretes unternommen habe, hatte ich dennoch bereits ein Plakat auf meinem Computer und auch schon pro forma über Veröffentlichung im Web nachgedacht. Die Gründung lief vorerst unter dem Namen "Eltern für ein regionales Integrationskonzept". Ich erklärte dem Reporter, was ich erreichen wollte. Ich suchte Eltern für die Durchsetzung eines "regionalen Integrationskonzept". Er meinte, es gäbe hier schon so etwas, was ich allerdings nach meinen Kenntnissen verneinen mußte. Wir wollten beide nach Informationen suchen, ob es wirklich schon im Landkreis ein ähnliches Konzept gibt oder gegeben hatte. Nach meinen Recherchen war das nicht der Fall.

Nun gab es am 23. April 2008 diesen Artikel, in dem ein kleiner Absatz mit folgendem Wortlaut stand: "Schüler, die ab 2009 eingeschult werden und der besonderen Förderung im Bereich Lernen bedürfen, sollen in die Grundschulen in den einzelnen Orten integriert werden. Das Konzept der sonderpädagogischen Grundversorgung wird zurzeit erarbeitet." Damit, so meinte der Redakteur nach einem Anruf, wäre die Sache doch wohl erledigt.

Es folgten noch mehrere Telefongespräche, aber bis heute kein Artikel. Da ich nach Möglichkeiten suchte, wie ich die Gründung der Selbsthilfegruppe veröffentlichen kann, bin ich in einer der vielen EDV-Zeitungen auf einen Artikel aufmerksam geworden, in dem das bloggen beschrieben wurde. Seitdem habe ich den Blog "Gemeinsam lernen in Holzminden". Inhalt des Blogs sind Informationen über Schule, Integrationsklassen, regionale Integrationskonzepte, Bildung, Veranstaltungen usw. Eine kleinere Homepage hatte ich schon. Sie ist ganz einfach unter dem selben Namen zu finden.

Ach übrigens: ich hätte am 25. September 2008 einen Termin mit dem obigen Journalisten gehabt. Der Termin wurde auf Montag, den 29. September 2008, vormittags um 11.00 Uhr verschoben. Nach dem Gespräch sagte er mir zu, dass er den Artikel noch in der selben Woche schreiben wollte, zumal ich auch schon (ja?) einen Termin für ein erstes Treffen von Gemeinsam lernen in Holzminden habe. Ich hoffe, der Artikel kommt vor dem 4. November heraus ...

Sollten noch Fragen offen geblieben sein, kann man (oder frau?) sich ruhig an mich wenden. Meine Adressen sind in meinem Blog und in meiner Homepage angegeben. Bis bald. Kommentare sind auch erlaubt.

Update

Der im Gastbeitrag erwähnte Artikel über "Gemeinsam lernen in Holzminden" ist am 22. Oktober 2008 im Täglichen Anzeiger Holzminden erschienen. Der vollständige Text ist im Blog nachzulesen.

06.10.2008

Steinhuder Meer

Ach ja, wen es interessiert. Wir waren in der vergangenen Woche in Mardorf am Steinhuder Meer. Es war schön, die ersten beiden Tage konnten wir auch noch die Sonne genießen, dann wurde es etwas regnerischer. Trotzdem ließ sich die Zeit vertreiben, so waren wir im Dinopark Münchehagen, im Wisentgehege in Springe, in der Rattenfängerstadt Hameln und in Hannover.

Zum Wochenende haben wir dann noch einen Abstecher zur Familie in Brandenburg gemacht und am Samstag stand ein kinderfreier Berlin-Tag auf dem Programm.

Bilder gibt es dieses mal nicht.

Blogpatenschaften

Ich habe ja schon mal darauf hingewiesen, dass ich durchaus offen für Gastbeiträge wäre. Blogs, die Gastbeiträge ermöglichen wollen, schließen sich seit einiger Zeit unter http://www.bloggerpatenschaften.de/ zusammen.

Wie das funktioniert, beschreibt Ina Müller-Schmoß jetzt in ihrem Beitrag Wie funktionieren Blogpatenschaften?

Twitter mit Vim

Ein kleines Plugin leistet Großes

Ich habe mich ja schon ein paar mal als großer Fan des Unix-Editors Vim geoutet. Und dass ich seit ein paar Tagen Twitter ausprobiere, habe ich auch erwähnt. Ein kleines Vim-Plugin TwitVim bringt die beiden Welten zusammen.

Aus dem Vim heraus kann ich verschiedene Twitter-Timelines in einem Buffer anzeigen lassen.

Posts sind auf drei Arten möglich: Eingabe am Prompt, posten der Textzeile unter dem Cursor oder posten des aktuellen Buffers. Auch Replys und Direct-Messages sind möglich.

Basiert auf cURL. Tinyurl und einige Alternativen sind auch schon eingebaut.

Großartig, solche Tools mag' ich.

Ratifizierung im Kabinett beschlossen

Bundeskabinett macht den Weg zur Ratifizierung der UN-Konvention für die Rechete von Menschen mit Behinderung frei

Während ich urlaubsbedingt offline war, hat am 01.10.2008 das Bundeskabinett nach mehrmaligem Verschieben das Ratifizierungsgesetz beschlossen. Nun müssen noch Bundestag und Bundesrat dem Gesetz zustimmen. Das soll noch in diesem Jahr erfolgen, so dass die Konvention zum 01.Januar 2009 in Kraft treten kann.

Ich habe es ja mehrfach hier erwähnt, die Konvention formuliert ein Grundrecht auf inklusiven Unterricht (Die deutschsprachige Übersetzung spricht fälschlicherweise von integrativem Unterricht) für die Primarstufe und Sekundarstufe. Eine wichtige Klarstellung der Rechtslage, obwohl ich noch skeptisch bin, was die real existierende Schulverwaltung daraus machen wird, gibt es ja durchaus Leute, die die Sonderschulen als die Krone der Integration verstehen.

Um eine gute Rechtschutzversicherung werden Eltern von Kindern mit Behinderung wohl auch in Zukunft nicht herum kommen.

Rechtschutzversicherung steht bei uns auch noch auf der Agenda. Kennt sich zufällig jemand damit aus? Muß auf jeden Fall Streitigkeiten im Zusammenhang mit Schulfragen abdecken. Naja, ich werde demnächst mal Tante Google fragen.


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