Protestaktion gegen Ilisu-Staudamm in der Türkei.
Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten besetzen das Brandenburger TorWEED berichtet heute über einen auffälligen Protest gegen den in der Türkei geplanten Ilisu-Staudamm
Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen protestieren mit ihrer Aktion gegen die drohende Vergabe einer Hermesbürgschaft für den hoch umstrittenen Ilisu-Staudamm in der Türkei. Er soll den Tigris kurz vor der Grenze zu Irak und Syrien aufstauen. Profitieren würde die Stuttgarter Baufirma Züblin von der Bürgschaft.
Die Menschenrechtscampaignerin Bianca Jagger sagte lt. WEED:
Der Ilisu-Staudamm bedeutet für die Menschen in der Region großes Elend. Er wird zur Zwangsumsiedlung von ca. 55.000 Menschen führen. Das kulturelle Erbe der Region wird zerstört werden, und in der Folge verlieren die Menschen auch ihre Heimat und ihre Identität. Ich hoffe sehr, dass das Projekt gestoppt wird!"
Heike Drillisch von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation WEED stellt fest:
"Das Projekt verletzt internationale Standards und das Völkerrecht (...) In Deutschland könnte es nie gebaut werden. Die Bundesregierung darf es nicht unterstützen, nur weil es in der Türkei liegt. Sie wird für die Auswirkungen ihres Tuns haftbar gemacht werden."