30.03.2007

Streckenstillegung in Dorsten bis zu einem unbestimmten Zeitpunkt vertagt

Städte wollen den Widerstand gegen die Streckenstilllegungen noch verstärken

Wie die Dorstener Zeitung berichtet, wurde auf der gestrigen Verwaltungsrat-Sitzung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) die Entscheidung über die Stillegung zweier Bahnstrecken von und nach Dorsten auf unbestimmte Zeit vertagt.

"Ob und in welchem Umfang dann weitere Leistungskürzungen im Regionalverkehr (RE- und RB-Linien) notwendig werden, hängt von diesen Verhandlungen und Gesprächen ab", heißt es in der VRR-Presseerklärung. Und vor allem deren Schluss-Satz verheißt nichts Gutes: "Alle Verhandlungsbemühungen werden vor dem Hintergrund geführt, das derzeitige Defizit - ausgelöst durch die Kürzungen der Regionalisierungsmittel - weiter zu reduzieren."

Die Städte wollen den Widerstand gegen die Stilllegung in der Zwischenzeit verstärken

"Wir werden auf jeden Fall versuchen mit allen Bürgermeistern den Widerstand gegen die Streckenstilllegungen noch zu verstärken", kündigte Dorstens Verkehrsplaner Dietmar Koch an, dass die Stadt nicht tatenlos abwarten will wie der VRR eines Tages entscheidet: "Das nördliche Ruhrgebiet darf nicht vom Bahnnetz abgehängt werden."

Die Stillegung dieser Bahnstrecken wäre in einer Zeit, wo die Verhinderung des Klimawandels höchste Priorität haben sollte, ein Desaster für die Umwelt. Ausserdem wäre sie eine Katastrophe für Pendler, die aus finanzeller Notwendigkeit auf die Bahn angewiesen sind. Solche Entscheidungen dürfen nicht den wirtschaftlichen Erwägungen des VRR überlassen werden.

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