Eine Schule für alle
Eltern-Schüler-Bündnis für Nordrhein-Westfalen fordert die Integration behinderter Kinder in die allgemeinen SchulenAm 14.06.2007 berichtet Kobinet von einer Pressekonferenz im DGB-Haus in Köln.
"Jedes Jahr werden überall in Deutschland Eltern von den Schulämtern gezwungen, ihre behinderten Kinder gegen ihren Willen in Sonderschulen einzuschulen - auch in Nordrhein-Westfalen. Die gesellschaftliche Integration behinderter Menschen ist ein beliebtes Thema politischer Sonntagsreden. In der Schule findet sie nicht statt. 87 Prozent aller behinderten Kinder werden von den anderen Kindern getrennt in speziellen Förderschulen unterrichtet. Damit leistet sich Deutschland eine der niedrigsten Integrationsquoten Europas. Doch wann soll Integration gelernt werden - wenn nicht in der Schule?", heißt es in der Einladung zur heutigen Pressekonferenz.
Die internationale Rechtslage sei eindeutig: In Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen verpflichte sich als Unterzeichner auch Deutschland, auf allen Ebene ein inklusives (alle Menschen einbeziehendes) Bildungssystem bereit zu stellen. omp
Das passt ja genau zu unserer Situation. Unser Sohn soll nach einem Gutachten, das im Rahmen der AO SF (PDF) erstellt wurde, auch in eine Sonderschule, weil die - eigentlich integrativ arbeitende - wohnortnahe Grundschule für Ihn nicht die Rahmenbedingungen schaffen kann. Wir versuchen noch, eine Alternative zu finden, aber das ist schwierig. Das eigentliche Problem ist, dass er mit gerade 5 Tagen noch unter die NRW-Schulpflicht 2007 fällt. Eigentlich sollte er nach Ansicht fast aller, die mit ihm zu tun haben, noch ein Jahr im Kindergarten bleiben. Das ist in NRW aber inzwischen fast völlig ausgeschlossen.
Hat vielleicht jemand eine Kontaktadresse zu dieser Initiative und kann sie mir als Kommentar hinterlassen?
Mir ist übrigens bekannt, dass Sonderschulen in NRW inzwischen Förderschulen heißen.