16.06.2007

Landliebe bald ohne Gen-Milch

Der Molkerei-Konzern Campina/Landliebe will ab September 2007 nur noch Futter aus Europa verfüttern. Auf Gen-Soja soll zukünftig verzichtet werden

Seit wir Anfang des Jahres den Greenpeace-Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik gelesen haben, sind Produkte der Fa. Landliebe aus unserem Kühlschrank verbannt.

Es freut mich deshalb, heute lesen zu können, dass die Greenpeace-Kampagne gegen Genmilch offensichtlich einen Erfolg verbuchen konnte. Greenpeace berichtet am 12.06.2007, dass der Molkerei-Konzern Campina/Landliebe ab September 2007 Veränderungen beim Futtermittel-Einkauf plant.

Landliebe ist (...) die erste große konventionelle Milchmarke in Deutschland, die weitestgehend ohne Gen-Pflanzen produziert wird. Zudem verpflichtet sich der Konzern, auf Soja aus Urwaldzerstörung zu verzichten. Gerade die Soja-Produktion stellt große ökologische Probleme dar. Nicht selten werden Urwälder gerodet, um Futter in riesigen Monokulturen für europäisches Milchvieh anzubauen.

Auch wenn es noch unklar ist, ob Landliebe zukünftig vollig auf Genfutter verzichten wird, ist dies ein wichtiger Schritt. Die Konzerne müssen erkennen, dass die Verbraucher keine Gentechnik im Essen wollen. Auch die in der vergangenen Woche beschlossene Änderung der EU-Öko-Verordnung, die selbst bei Bio-Produkten eine Kontaminierung von 0,9% erlaubt, ist deshalb ein völlig falscher Schritt.

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