02.10.2007

Gentechnik auch im Obstbau

Nabu weist auf jahrelange Genforschung an Äpfeln im Freilandkäfig hin

Am Institut für Obstzüchtung Dresden-Pillnitz forscht man bereits seit Jahren nach Möglichkeiten, Äpfel gentechnisch zu verändern. Der NABU berichtet am 27. September 2007:

In Dresden wird schon seit einigen Jahren von der Öffentlichkeit unbeachtet zu gentechnisch veränderten Obstsorten geforscht. Schon heute gibt es die Gen-Äpfel in sogenannten "Freilandkäfigen".

2003 wurde bereits ein Antrag auf Aussetzung von Obstgehölzen in Pillnitz gestellt. Dieser wurde allerdings - nach zahlreichen Einsprüchen, u.a. auch vom Pomologen-Verein e.V. sowie dem NABU - vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zunächst abgelehnt. Doch die Forschungen zur Gentechnik gingen jedoch dessen ungeachtet in Pillnitz weiter.

Ein ausführlicher Bericht (PDF) von Hans-Joachim Bannier vom Pomologen-Verein e.V. setzt sich mit den Risiken auseinander und die sind erheblich. Neben einer Reihe von für Gentechnische Landwirtschaft typischen Risken schreibet Hans-Joachim Bannier:

Völlig außen vor bleibt in ihren Risiko-Betrachtungen die Tatsache, dass die gentechnisch veränderten Äpfel selbst in viel größerem und völlig unkontrollierbarem Ausmaß das GVO- Erbgut in die Welt tragen werden, wenn sie denn jemals für den Markt produziert werden sollten, d.h. im Supermarkt und in unserer Küche landen (aber genau dafür wird ja alle Grundlagenforschung zur Gentechnik betrieben!).

Vielleicht sollten die Dresdener Forscher mal bei den amerikanischen Gentechnikunternehmen, allen voran Monsanto in die Lehre gehen. Die können ihnen erklären, wie man soche Problem löst.

Für mich war die erste Frage, wozu man denn überhaupt gentechnisch veränderte Äpfel braucht. Aber bei der Lektüre des o.g. Berichtes wurde schnell klar: der Weltmarkt für Äpfel wird von 4 Sorten beherrscht. Biodiversität und Züchtung wäre eigentlich die richtige Antwort auf die Ausbreitung von Krankheiten, aber bei diesem begrenzten Markt scheint das nicht so einfach zu sein.

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