Gipfel der Ignoranz
Eltern sehen Ignoranz behinderter Kinder beim BildungsgipfelDer Elternverein Mittendrin e.V und die Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen NRW haben den Bundes- und Länderregierungen Ignoranz behinderter Kinder beim Bildungsgipfel vorgeworfen.
Wie Kobinet heute berichtet soll die Situation in allen Bildungsbereichen von der KiTa bis zur Universität beim Bildungsgipfel erörtert werden. "Nur die Bildung für Kinder mit Behinderungen steht nicht auf der Tagesordnung"
In einer gemeinsamen Pressereklärung (PDF) von Mittendrin e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen NRW heisst es:
Die Sonderschulen sind die unsichtbare 4. Säule unseres Schulsystems. "Wir sind es endgültig leid, dass unsere behinderten Kinder in sämtlichen Bildungsdiskussionen ignoriert werden", sagt Eva-Maria Thoms vom Kölner Elternverein mittendrin e.V. Mehr als 430.000 Kinder werden bundesweit in Sonderschulen unterrichtet. Mit der Einschulung verschwinden sie nach der Devise: Aus den Augen, aus dem Sinn aus der Mitte der Gesellschaft und dem öffentlichen Interesse. Sie verbringen ihre Schulzeit in Schulen, die sich keiner systematischen externen Qualitätsprüfung stellen müssen und weder in nationale noch in internationale Vergleichsuntersuchungen einbezogen werden.
(...)
In den europäischen Nachbarländern gehen im Schnitt mehr als 70 Prozent aller behinderten Kinder in Regelschulen. "Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, warum Deutschland 87 Prozent der behinderten Kinder in Sonderschulen aussortiert"
Siehe auch http://www.eine-schule-fuer-alle.info/nachrichten/nachrichten-politik/bildungsgipfeil