02.11.2008

Krabat der Film

Wir waren vorhin im Krabatfilm. Hätte ich das Buch nicht gekannt, so hätte er mir sicher besser gefallen.

Ich will nicht von diesem Film abraten, im Gegenteil, er ist sicher eine Empfehlung wert. Aber meine Vorstellung von der Mühle, von der Gegend und von den Personen war einfach einen ganz andere und so war ich ein wenig enttäuscht.

Ich habe ja schon mal geschrieben, dass Krabat für mich immer der der Inbegriff des perfekten Jugendbuches war. Was das Buch so perfekt macht, ist die Komposition der drei Jahre an der Mühle, der Rhythmus der Jahreszeiten und der zugehörigen Ereignisse auf der Mühle, immer durchwirkt, durch einzelne Geschichten, wie z.B. die vom Ochsenblaschke, vom Pumphutt oder von der Feldmusik. Und genau dieser Rhythmus kommt im Film zu kurz, schon dadurch dass die Handlung im Film auf 2 Jahre reduziert ist.

Außerdem lebt das Buch von dem Witz, mit dem die Gesellen ihre Zaubereien z.B. bei diversen Kuhhandeln oder im Umgang mit Soldaten einsetzen. Im Film sieht man statt dessen eine Art stockschwingende Shaolinmönche.

Gut, man darf nicht den Fehler machen, einen Film mit der Buchvorlage zu vergleichen. Der Film ist ein eigenes Werk und als solches sicher gut und spannend gemacht.

Wer aber die filmische Umsetzung des Buches erwartet, dessen Erwartungen werden nicht erfüllt.

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