23.08.2009

Elterninitiative für Inklusive Schulbildung in Dorsten

Am Donnerstag, 17.09.2009 um 19:30 Uhr möchten wir uns mit anderen Eltern treffen, um Inklusion in Dorsten voranzutreiben. Die Dorstener Grünen stellen uns netterweise ihren Besprechungsraum im Grünen Büro zur Verfügung.

Hier die Einladung.

Guten Tag, wir sind Eltern eines 8-jährigen Sohnes mit Down-Syndrom, der zur Zeit den Gemeinsamen Unterricht der Antonius-Schule besucht.

In den vergangenen Monaten haben wir mit vielen anderen Eltern aus Dorsten gesprochen, deren Kinder behindert sind oder aus anderen Gründen sonderpädagogische Förderung brauchen. Der größte Teil dieser Eltern möchte, dass ihre Kinder die notwendige Förderung nicht in Förderschulen, sondern im Gemeinsamen Unterricht mit anderen Kindern erhalten.

Ende 2008 hat sich Deutschland völkerrechtlich zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Nach dieser Konvention haben alle Kinder mit Behinderungen ein Recht auf Zugang zu einem inklusiven Schulsystem(1) in der Primar- und Sekundarstufe.

Wir möchten gemeinsam mit anderen Eltern in einer Elterninitiative der Forderung Nachdruck verleihen, dass dieses Recht auf inklusive Schulbildung für unsere Kinder auch in Dorsten zügig umgesetzt wird.

  • Die sonderpädagogische Förderung muss wohnortnah an Regelschulen sicher gestellt werden und zwar in ausreichendem Umfang.
  • Die Entscheidung, ob ein Kind die Förderschule besucht oder an der Regelschule gefördert wird, muss bei den Eltern liegen.
  • An Schulen stellt die UN-Konvention hohe Anforderungen. Schulträger, Schulverwaltung und Politik müssen die notwendigen finanziellen, sächlichen und personellen Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Förderung unserer Kinder bereitzustellen.

Wir laden Eltern und andere interessierte Personen zu einem Treffen ein:

Am Donnerstag, 17.09.2009 um 19:30 Uhr
Ort: Besprechungsraum im Grünen Büro,
Halterner Straße 28, 3. Etage, Eingang Ecke Am Katenberg.

Bitte teilen Sie uns kurz per Mail an michael@mbauweb.de oder telefonisch unter 02362 951082 mit, ob Sie an diesem Termin teilnehmen werden. Auch wenn Sie grundsätzlich interessiert sind, an diesem Abend aber nicht können, teilen Sie uns dies bitte mit.

Wenn möglich, nennen Sie uns bitte auch Ihre E-Mail-Adresse, damit wir in Zukunft Informationen schnell an Sie weiter leiten können.

Mit freundlichem Gruß

Antje und Michael Baumeister
Harold-Allen-Str. 14
46284 Dorsten
Tel.: 02362 951082
Mail: michael@mbauweb.de

1. Inklusion ist nicht identisch mit Integration.
Schüler, für die die Ausgrenzung in Sondereinrichtungen die Regel ist, werden in einer integrativen Schule unter bestimmten Voraussetzungen aufgenommen. Zu einer inklusiven Schule gehören dagegen alle Kinder selbstverständlich hinzu. Niemand wird ausgegrenzt, deshalb muss auch niemand wieder integriert werden.

Kommentare

1. Flug schrieb am 21.09.2009:

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Guten Tag,

Bildung ist etwas Besonderes und ganz Wichtiges und gerade in Deutschland wird dieses Thema sehr kontrovers behandelt. Dieses Thema ist in ganz Europa aktuell und wird immer wieder diskutiert.
Es erstaunt mich daher, was ich heute in der Tageszeitung gelesen habe.
Die Briten wollen ab sofort bei der Bildung sparen. Nachdem die Weltwirtschaftskrise auch England erreicht hat, will man nun bei den Schulen sparen, um die angehäuften Schulden zu reduzieren.
Angeblich könnten die staatlichen Verbindlichkeiten durch Lohngrenzen im öffentlichen Sektor gesenkt werden, inkludiert ist auch der Bildungsbereich.
Sowohl in der Bürokratie als auch in der Schulverwaltung könnten Stellen gestrichen werden, unter anderem auf der Ebene der Schulleitung und ihrer Leitungsvertreter.

Das ist unglaublich! Die Kinder von morgen können einem nur Leid tun.

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