06.07.2007

Erfolgreiches Ende der Oxfam-Starbucks Kampagne

Die äthiopische Regierung und Starbucks unterzeichnen eine Vereinbarung über äthiopischen Kaffee

Über die Starbucks-Kampagne von Oxfam habe ich ja bereits mehrfach geschrieben. Eben habe ich in der Juli-Ausgabe des Oxfam-Newsletter gelesen, dass Oxfam jetzt seine Kampagne beendet hat, weil Starbucks und die äthiopische Regierung am 20. Juni eine Vereinbarung zu Vertrieb, Marketing und Lizenzierung von äthiopischem Kaffee unterzeichnet haben.

Dies ist ein wichtiger Erfolg, vor allem für die äthiopischen Kaffeebäuerinnen und -bauern, die hierdurch einen größeren Anteil am Verkaufserlös ihrer weltbekannten Kaffeemarken Sidamo, Harar und Yirgacheffe erhalten können. Oxfam gratuliert Starbucks zu diesem richtigen Schritt und stellt seine Starbucks-Kampagne ein. Wir danken den über 96.000 Unterstützer/innen weltweit, die durch ihre Teilnahme an der Kampagne Starbucks zum Einlenken bewegt haben.

Na dann kann ich ja wieder ruhigeren Gewissens in der Mittagspause zu Starbucks gehen. Von den in Essen vorhandenen Möglichkeiten zum Kaffeetrinken ist das nämlich die angenehmste - schon weil die Cafés rauchfrei sind.

08.05.2007

Starbucks einigt sich mit Äthiopien

Kaffee-Konzern erkennt Markenrecht Äthiopiens an Kaffeesorten an

Wie Oxfam Deutschland heute berichtet, haben sich der Kaffee-Konzern Starbucks und die äthiopische Regierung darauf geeinigt, einen Lizenz-, Vertriebs- und Marketingvertrag abzuschließen, der das Markenrecht Äthiopiens an den Namen seiner erstklassigen Kaffeesorten "Sidamo", "Harar" und "Yirgacheffe" anerkennt.

"Der Abschluss eines solchen Vertrags ist ein wichtiger Erfolg für Äthiopiens Bestrebungen, seine Handelsmarken zur Linderung der Armut einzusetzen - insbesondere im Hinblick auf Verhandlungen mit anderen Kaffee-Unternehmen", so Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland. "Dies könnte dazu beitragen, das Leben der 15 Millionen Äthiopier, deren Existenz vom Kaffee abhängt, entscheidend zu verbessern. Wesentlich für diesen Erfolg waren auch die über 93.000 Unterstützer/innen weltweit, die sich an Oxfams Kampagne gegen Starbucks beteiligt haben."

Oxfam hatte 2006 ein Kampagne gestartet, um Starbucks zur Verhandlung mit Athiopien über die Anerkennung der Rechte auf die Kaffeenamen zu bewegen.

22.04.2007

Imperialistischer Kaffee

Warum ich nicht gern zu Starbucks gehe - aber gehe

Im Lummaland, dem Blog von Nico Lumma findet sich heute eine Lobrede für die Cafés der amerikanischen Kette Starbucks. "Starbucks hat das geniesserische Kaffetrinken durchoptimiert, das muß man ihnen lassen. Dennoch muss er sich ständig anhören: "Starbucks? ich lehne diese amerikanischen Ketten ab." Und dann fragt er sich: "häh? wieso?".

Eigentlich wollte ich einen Kommentar mit einem Link auf die Oxfam-Aktion zur Unterstützung der äthiopischen Handelsmarkeninitiative hinterlassen.

Die Existenz von 15 Millionen Menschen in Äthiopien, einem der 10 ärmsten Länder der Welt, hängt vom Kaffeehandel ab. Die äthiopische Regierung versucht seit 2005, sich die Markenrechte für verschiedene hochklassige Kaffee-Sorten schützen zu lassen. Dadurch wären äthiopische Kaffeebauern in der Lage, deutlich höhere Preise für ihren Kaffee zu erzielen. Starbucks hat bisher in den USA die Einträge der Markenanträge blockiert. Nachdem 90.000 Menschen den Oxfams Aufruf gefolgt sind und Starbucks aufgefordert haben, sich für die äthiopischen Kaffeebäuerinnen und -bauern einzusetzen, zeichnet sich aber inzwischen ein Einlenken von Starbucks ab.

Aber irgendwie wäre mir das doch überheblich vorgekommen. Ich gehe schließlich selbst auch immer mal wieder zu Starbucks. Und ich muß zustimmen: Der Kaffee und das Ambiente sind äußerst angenehm.

Besonderer Bonuspunkt aus meiner Sicht: Starbucks-Cafés sind rauchfrei. Und weil ich darauf Wert lege, habe ich - zumindest in der Mittagspause in Essen - kaum eine Alternative.

Ich kann vermutlich nicht alle Firmen, Handelsketten und Marken boykottieren, mit deren Geschäftspolitik ich nicht einverstanden bin.

Im Rahmen der Oxfam-Kampagne gibt es eine Foto-Petition an Starbucks. Die Bilder der Foto-Petition werden auf einer Flickr-Seite gesammelt.

Flickr wiederum gehört Yahoo. Und Yahoo trägt bekanntlich durch Mitteilungen an die chinesischen Behörden zur Verfolgung chinesischer Internet-Dissidenten bei.

Political correctness ist nicht so einfach.


Tags

Alle Tags

Impressum

RSS

Creative Commons License

Blogroll

Archiv

556 Einträge