06.12.2007

Deutschland schaltet das Licht an - aber richtig

Licht an für unser Klima Nachdem Greenpeace, BUND, WWF und die Bildzeitung zur Aktion Licht aus aufgerufen haben, ist eine Gruppe von Organisationen, darunter Nabu, die Grüne Liga Campact, die Taz, Wir Klimaretter, jetzt.de, Attac, die BUND-Jugend, NaJu und Robin Wood der Ansicht

Es ist schön, Zeichen zu setzen. Aber um das Klima wirklich noch zu retten, müssen wir mehr tun: Unseren Ausstoß an Treibhausgasen dauerhaft senken und politischen Druck machen. Sie können dabei mithelfen. Jetzt!

01.11.2007

Bioeniergie aus Kolumbien - Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird

Attac-Podcast

Schon seit ein paar Wochen wolle ich die Hördokumentation vom Jenaer Internationalen Studierendenkreis (JISK) empfehlen, die bei Attac Deutschland als Podcast (mp3 - 23MB) erschienen ist:

Cover Bioenergie aus Kolumbien

Bioenergie wird in der EU-Komission als Mittel gegen den Klimawandel und als Beitrag zu mehr energetischer Unabhängigkeit groß geschrieben. Bis 2020 sollen 20% der CO²-Emissionen gesenkt werden (Basisjahr dafür ist 1990) und ein Fünftel der Energie soll aus erneuerbaren Energie bereitgestellt werden.

Erschreckend ähnlich sind die Pläne des kolumbianischen Palmölverbandes FEDEPALMA. Dieser möchte die Flächen für Ölpalmen von 2000 bis 2020 um das siebenfache steigern und den Exportanteil erhöhen - was eine gesteigerte Nachfrage nach Land nach sich zieht.

Die Hördoku beschreibt wie insbesondere in der kolumbianischen Provinz Chocó Land für Ölpalmen gewonnen wird. Bewohner afrokolubianischer Gemeinden sind die Leidtragenden: Tausende von ihnen mussten fliehen, hunderte wurden bereits ermordet.

Die Hördoku ist eine copyleft-Produktion und kann zu nichtkommerziellen Zwecken genutzt werden. (Kontakt: simonwoyte@gmail.com)

Update

Dazu passend habe ich gerade einen Artikel mit dem Titel Kein Palmöl in den Tank! bei Greenpeace gefunden.

21.10.2007

Neoliberales Machwerk von A bis Z

Die europäischen Attacs sagen Nein zum EU-Reformvertrag

Die europäischen Attac-Sektionen haben eine gemeinsame Erklärung (PDF) zum so genannten EU-Reformvertrag verfasst, den die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten bei ihrem Gipfeltreffen am 19.10.2007 in Lissabon angenommen haben. Fazit ist ein "Nein" zum Reformvertrag:

Dieser Reformvertrag ist von A bis Z vom Neoliberalismus gekennzeichnet, sowohl in den Prinzipien, die er fördert, als auch den Politiken, mit denen er operiert. Die wenigen positiven Punkte stellen die augenblickliche Arbeitsweise der Union und ihr erschütterndes Demokratiedefizit nicht in Frage. Darum werden sich die europäischen Attacs nicht damit abfinden. Die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedsstaaten sollen über ihre Zukunft entscheiden dürfen. Daher streiten wir für bindende Volksabstimmungen über den Vertrag bei der Ratifizierung in jedem einzelnen Mitgliedstaat.

30.05.2007

Besser kein Abschluss beim G8-Gipfel als ein schlechter

BUND, Attac und Germanwatch fordern anspruchsvolle Vereinbarung zum Klimaschutz

Germanwatch, Attac Deutschland und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute in Berlin ihre klimapolitischen Forderungen an die G8 vorgestellt.

Die drei Organisationen forderten eine anspruchsvolle Verabredung der G8-Staaten für einen wirksamen globalen Klimaschutz. Dazu gehörten die Anerkennung des so genannten Zwei-Grad-Zieles sowie eine Vereinbarung zur Reduktion der CO2-Emissionen der G8-Staaten um 30 Prozent bis zum Jahr 2020 und um 80 Prozent bis 2050 für die Industriestaaten. Notwendig sei zudem eine Absichtserklärung, in der sich die acht Staaten auf ein Aktionsprogramm verpflichten, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Für einen "klimapolitischen Verhandlungsbasar" sei es definitiv zu spät. Besser sei kein Klimaabschlussdokument als ein unzureichendes.
(...)
Trotz der positiven deutschen Rolle im internationalen Kontext gefährdet die Bundesregierung ihre Glaubwürdigkeit durch ihre Energie- und Klimapolitik im eigenen Land. Sven Giegold vom Attac-Koordinierungskreis warf der Bundeskanzlerin Scheinheiligkeit vor. Die von Merkel favorisierten "freien Weltmärkte" seien Teil des Klimaproblems und nicht der Lösung. Auch die deutsche Rolle als Klimavorreiter sei scheinheilig. "Wer 28 neue Kohlekraftwerke im Land plant, ist ein Klimaheuchler und nicht -vorreiter", sagte Sven Giegold. Zentraler Grund hierfür sei die Verflechtung zwischen der Verschmutzerindustrien und den Politik. Dies gelte insbesondere für die vier großen Energiekonzerne E.On, Vattenfall, EnBW und RWE. Sven Giegold: "Klimapolitik braucht eine Trennung zwischen Wirtschaft und Staat. Die Energiekonzerne müssen zerschlagen und entflochten werden."

24.04.2007

Neue Klima-Allianz

Kirchen, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen haben sich zu einer Allianz zusammengeschlossen.

über 40 Organi­sationen darunter die evangelische und katholische Kirche, Entwicklungsorganisationen, Umwelt­verbände und weitere Organi­sationen haben sich heute zu einer Klima-Allianz zusammengeschlossen, darunter der Evangelische Entwick­lungsdienst, Brot für die Welt, die Diakonie Katastrophenhilfe, Misereor, der BUND, die DUH, Greenpeace, NABU der WWF sowie Germanwatch, WEED und attac. Weitere Unternehmen, Gewerkschaften und Organisationen sind dazu eingeladen, sich dem Bündnis anzuschließen.

Auf der Homepage der Klima-Allianz heißt es:

Insgesamt über 40 Organi­sationen veröffentlichten am 24. April 2007 einen gemeinsamen Aufruf für eine ent­schlossenere Klimapolitik.
Erstmalig in Deutschland tritt damit ein breites Bündnis an, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen.
(...)
Die Bundesregierung muss nach Auffassung der Klima-Allianz zusätzliche Finanz­mittel zur Armutsbekämpfung und für Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungs­ländern aufbringen. Der Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttosozialeinkommen müsse bis 2015 auf 0,7 Prozent erhöht werden. Dies sollte durch die Einführung einer Flugticketabgabe unterstützt werden. Die CO2-Zertifikate beim Emissions­handel sollten umgehend versteigert werden, nicht erst nach 2012, wie derzeit von der Bundesregierung vorgesehen. Ihrer internationalen Verantwortung müsse die Bundesregierung auch beim bevorstehenden G8-Gipfel und bei den Klimaver­handlungen gerecht werden.


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