19.10.2008

Ubuntu Eee

Seit ein paar Tagen habe ich Ubuntu Eee, ein für das Asus Eee optimierte Ubuntu 8.0.4.1 auf meinem Eee-Pc installiert.

Gefällt mir gut und läuft out of the box mit dem Gerät. Booten dürfte etwas schneller gehen, aber ok.

Auch hier - wie bei allen Linux-Eee-Varianten - ist wieder der Wlan-Treiber die Schwachstelle. Ändert sich hoffentlich bald mal.

Zunächst habe ich noch das Netbook Remix interface verwendet und fand es auch ganz brauchbar, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nun habe ich wieder den normalen Desktop eingestellt

Ich hatte vorher eeeXubuntu drauf, hat mich aber nicht so richtig überzeugt.

12.10.2008

Fonic Surf-Stick

Habe heute einen Fonic-Stick auf dem Eee-Pc in Bertrieb genommen

vor allem als Gedankenstütze für mich:

Fonic bietet seit einiger Zeit einen Surf-Stick zum mobilen Surfen im Internet an. Gelegentlich hätte ich gern die Möglichkeit, mobil ins Internet zu gehen, ohne teuere Verträge abschließen zu müssen, z.B. im Urlaub.

Mit dem Fonic-Stic kostet das mobile Surfen pro Tag 2,50 Euro, der Stick Huawei e160 kostet 99 Euro incl. eines freien Tages. Surft man nicht, entstehen auch keine Kosten. Also genau das richtige für Gelegenheitsmobilsurfer.

Nach dieser Anleitung habe ich den Stick unter Ubuntu zum laufen gebracht:

Von http://www.draisberghof.de/usb_modeswitch/ den usb_modemswitch herunterladen, kompilieren und installieren. hierzu war noch libusb-dev erforderlich.

Die Konfigurationsdatei nach /etc kopieren und die Zeilen

DefaultVendor= 0x12d1
DefaultProduct= 0x1003
HuaweiMode=1

einkommentieren.

Eine Startdatei /usr/local/bin/startumts anlegen:

#!/bin/sh
usb_modeswitch -v 0x12d1 -p 0x1003 -H 1
modprobe usbserial vendor=0x12d1 product=0x1003

Umtsmon von http://umtsmon.sourceforge.net/ herunterladen und Binary nach /usr/local/bin kopieren.

Stick anstecken, Shellscript startumts ausführen, umtsmon starten und damit mit dem Default-Profil connecten.

Kann man sicher noch optimieren, aber zumindest läuft es so, hier allerdings recht langsam.

12.05.2008

Connected

Bluetooth-Verbindung zwischen dem Asus Eee PC und dem Handy Sony-Ericsson K750i

Für mich als Gedankenstütze. Aber vielleicht ist das ja auch für andere interessant:

Vorgeschickt sei, dass ich mit sudo passwd root dem root-user ein Passwort gegeben habe. Alle folgenden Befehle wenden dann als root-User eingegeben. Dazu mit [STRG]+Alt]+[T] ein Terminal-Fenster öffnen und su eingeben. Wer das nicht will, kann statt dessen vor jeden Befehl explizit sudo schreiben.

Um zusätzliche Pakete aus dem Stable-Zweig von Debian installieren zu können, habe ich in der Datei /etc/apt/sources.list eingetragen:

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ stable main non-free contrib

aptitude update nicht vergessen!

Für die Verbindung verwende ich einen günstigen USB-Stecker von Hama (< 10€). Ich finde gerade die Beschreibung nicht. Den genauen Typ liefere ich nach.

Im Handy Bluetooth einschalten!

Mit hcitool scan konnte ich jetzt bereits mein Handy finden

Scanning ...
AA:BB:CC:DD::EE::FF:GG K750i

wobei statt AA:BB:.. Die Mac-Adresse des Handys ausgegeben wird.

Mit aptitude install wammu habe ich wammu und einige benötgte Pakete installiert.

In der Datei /etc/bluetooth/hcid.conf steht:

options {
autoinit yes;
security auto;
pairing multi;
passkey "0815";
}
device {
name "Eee";
class 0x3e0100;
iscan enable; pscan enable;
lm accept;
lp rswitch,hold,sniff,park;
}

in der Datei etc/bluetooth/rfcomm.conf muß stehen:

rfcomm0 {
bind yes;
device AA:BB:CC:DD:EE:FF;
channel 1;
comment "Sony Ericsson K750i";
}

Statt AA:BB:.. natürlich wieder die Mac-Adresse des Handys

Das Ganze hat aber erst funktioniert, nachdem ich den Ordner /var/lib/bluetooth/FF:BB:.. (Mac-Adresse des Bluetooth-Steckers) gelöscht hatte. Der wird nach einem /etc/init.d/bluetooth restart neu erstellt.

Das Handy reagiert jetzt auf Bluetooth-Zugriffe, weigert sich jedoch, das Eee als neues Gerät einzubinden. Hier hat folgendes geholfen:

Unter /usr/share/doc/bluez-utils/examples/ findet sich der C-Quelllcode für ein Programm namens passkey-agent. Das Programm muß noch kompiliert werden. Das Eee bringt aber keinen passenden Compiler mit.

Meine Lösung war, die beiden Dateien Makefile und passkey-agent.c.gz auf einen anderen Linux-Rechner zu kopieren (notfalls sollte es Knoppix wohl auch tun). Mit gunzip passkey-agent.c.gz die Datei entpacken und mit make die Kompilierung starten.

Danach die neu entstandene Datei passkey-agent zurück auf das Eee kopieren.

Im gleichen Ordner, in dem diese Datei liegt, eingeben ./passkey-agent "0815" FF:EE:CC (Hier die Mac-Adresse des Bluetooth-Steckers statt FF:EE... und den Key verwenden, der auch in /etc/bluetooth/hcid.conf verwendet wird) Das Programm tut nichts sichtbares, aber jetzt ist es möglich, die Verbindung vom Handy her aufzubauen. (Unter Bluetooth - Meine Geräte- Neues Gerät).

Danach mit [STRG]+[C] den Passkey-Agent beenden.

Wammu findet das Handy nun. Ich mußte allerdings unter "Wammu - Einstellungen" als Verbindung "Bluerfat" eintragen.

30.03.2008

Bloggen mit dem Asus Eee PC

Ich habe mir gerade auf dem neuen Eee-Pc meine Arbeitsumgebung angepasst. Für mein Blog benutze ich ja eine selbstgeschriebene Software. Zur Texteingabe gibt es ein einfaches HTML-Textfeld, in dem ich über das Firefox-Plugin It's all Text mit dem Vim arbeite.

Vorgehen:

1. Einen vernünftigen Vim installieren
Dazu habe ich das Xandros-Repository in die Datei /etc/apt/sources-list eingefüge, wie hier beschrieben. Mit aptitude install vim bekommt man dann anstelle des vim-tiny einen vollständigen vim, der auch sowas wie Syntax-Highlighting kann.
2. Ein Script für den Aufruf mit dem Browser schreiben
Das Eee verwendet UTF8. Das wollte ich nicht umstellen. Da der Server, auf dem mein Blog läuft, aber ISO-8859-15 verwendet und ausliefert, brauche ich einen Vim, der ISO-8859-15 schreibt.

Folgendes Script öffnet ein xterm mit einer gut lesbaren Schriftgröße, weißem Hintergrund, und den richtigen Localen und öffnet darin gleich den Vim.

#!/bin/sh
export LC_ALL="de_DE.ISO-8859-15@euro";xterm -fn 10x20 -bg white -fg black -g 90x33 -e /usr/bin/vim $1 $2 $3 $4 $5 $6 $7 $8 $9
export LC_ALL="de_DE.UTF8"

Wer seine Seite in UTF8 schreibt, für den reicht

#!/bin/sh
xterm -fn 10x20 -bg white -fg black -g 90x33 -e /usr/bin/vim $1 $2 $3 $4 $5 $6 $7 $8 $9

Das Script z.B. unter /usr/local/bin/lvim abgespeichert und mit chmod 755 /usr/local/bin/lvim ausführbar gemacht, kann von überall her aufgerufen werden.

3. Locale für ISO-8859-15 installieren
Die ISO-8859-15 Locale müssen natürlich auch installiert werden.

Dazu dpkg-reconfigure locales aufrufen und de_DE.ISO-8859-15@Euro installieren. de_De.UTF8 bleibt aber default.

Wer ausschließlich UTF8 will, braucht das nicht zu machen.

4. It's All Text konfigurieren
Im Firefox muß zunächst das Plugin installiert werden. Das geschieht von der Seite https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4125 .

Dann "Extras - It's all Text - Preferences" aufrufen, als Editor /usr/local/bin/lvim eintragen und als Charset latin1 wählen. Fertig.

Wenn jetzt irgendwo auf einer Webseite ein Textfeld (Textarea) vorkommt, bindet das Plugin eine kleine Schaltfläche "Edit" darunter ein. Damit ruft man direkt den Editor auf und kann damit bequem arbeiten. Nach dem speichern und schließen des Editors findet sich der geänderte Text wieder im Textfeld.

Noch ein Tipp: die Tastenkombination Alt+F11 schaltet das Fenster mit dem Vim in einen ramenlosen Vollbildmodus, den ich als sehr angenehm zum Schreiben empfinde - selbst auf dem kleinen Monitor des Eee. Diese Tastenkombination funktioniert übrigens unter Icewm mit allen Programmen.

28.03.2008

Asus Eee PC

Mal wieder ein neues Spielzeug

Seit gestern nenne ich ein Asus Eee-Notebook mein Eigen.

Naja, eigentlich ist es schon etwas mehr, als nur ein Spielzeug, aber wer sagt denn, dass man mit einem Werkzeug nicht auch spielen darf. Für mich persönlich bedeutet Spielen allerdings nicht unbedingt, dass ich irgendwelche Computerspiele aufrufe, sondern eher, dass ich versuche, dem Gerät verschärft auf den Grund zu gehen und alles so anzupassen, wie es mir gefällt.

Da dieses kleine Notebook bereits eine große Fangemeinde im Internet hat, gibt es da bereits recht viele Hilfestellungen.

Hinter diesem Gerät bin ich schon etwas länger her, aber als es in Deutschland anfang des Jahres auf dem Markt kam, war es binnen Stunden vergriffen. Kein Wunder. Ein Notebook dieser Ausmaße und Ausstattung hätte in den vergangenen Jahren noch im Preissegment jenseits der 1000 Euro gelegen. Asus bietet es jetzt für 300 Euro.

Gestern habe ich das Notebook sogar im PC-Laden um die Ecke kaufen können.

Mit unter einem Kilo Gewicht und Ausmaßen, die etwa einem Paperback-Buch entsprechen, ist es ein optimaler Begleiter. Normale Notebooks waren mir schon immer zu groß und zu schwer.

Wermutstropfen ist der kleine Monitor. Ich sehe recht gut, aber wer Probleme mit den Augen hat, sollte sich den Kauf dieses Gerätes überlegen. Asus hat allerdings angekündigt, im Laufe dieses Jahres ein Nachfolgemodell mit einem größeren Monitor auf den Markt zu bringen.

Mein erster Eindruck ist sehr gut. Mit der Tastatur komme ich -trotz meiner Riesenfinger - erstaunlich gut zurecht.

Auf dem Eee läuft ein angepasstes Linux auf Debian-Basis. Der Desktop ist einfach und funktional. Alle Komponenten funktionieren einwandfrei. Das Notebook scheint mir auch für Computeranfänger gut geeignet, also für die Zielgruppe, für die es von Asus wohl gedacht war. (Soweit ich weiß, haben die nicht damit gerechnet, dass sich all die Geeks und Linuxfans auf dieses Gerät stürzen würden, aber deshalb war es wohl so schnell vergriffen).

Zu mehr als zu einem oberflächlichen Test bin ich allerdings bisher nicht gekommen.

Nächste Woche fahre ich zur re:publica nach Berlin. Da der Eee PC auch in der Bloggerszene auf ein gewisses Interesse stößt (Deutschlands Leitblogger Robert Basic hat auch eins), kann es gut sein, dass es dort zumindest informelle Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch gibt.


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