19.10.2008

Ubuntu Eee

Seit ein paar Tagen habe ich Ubuntu Eee, ein für das Asus Eee optimierte Ubuntu 8.0.4.1 auf meinem Eee-Pc installiert.

Gefällt mir gut und läuft out of the box mit dem Gerät. Booten dürfte etwas schneller gehen, aber ok.

Auch hier - wie bei allen Linux-Eee-Varianten - ist wieder der Wlan-Treiber die Schwachstelle. Ändert sich hoffentlich bald mal.

Zunächst habe ich noch das Netbook Remix interface verwendet und fand es auch ganz brauchbar, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nun habe ich wieder den normalen Desktop eingestellt

Ich hatte vorher eeeXubuntu drauf, hat mich aber nicht so richtig überzeugt.

30.03.2008

Bloggen mit dem Asus Eee PC

Ich habe mir gerade auf dem neuen Eee-Pc meine Arbeitsumgebung angepasst. Für mein Blog benutze ich ja eine selbstgeschriebene Software. Zur Texteingabe gibt es ein einfaches HTML-Textfeld, in dem ich über das Firefox-Plugin It's all Text mit dem Vim arbeite.

Vorgehen:

1. Einen vernünftigen Vim installieren
Dazu habe ich das Xandros-Repository in die Datei /etc/apt/sources-list eingefüge, wie hier beschrieben. Mit aptitude install vim bekommt man dann anstelle des vim-tiny einen vollständigen vim, der auch sowas wie Syntax-Highlighting kann.
2. Ein Script für den Aufruf mit dem Browser schreiben
Das Eee verwendet UTF8. Das wollte ich nicht umstellen. Da der Server, auf dem mein Blog läuft, aber ISO-8859-15 verwendet und ausliefert, brauche ich einen Vim, der ISO-8859-15 schreibt.

Folgendes Script öffnet ein xterm mit einer gut lesbaren Schriftgröße, weißem Hintergrund, und den richtigen Localen und öffnet darin gleich den Vim.

#!/bin/sh
export LC_ALL="de_DE.ISO-8859-15@euro";xterm -fn 10x20 -bg white -fg black -g 90x33 -e /usr/bin/vim $1 $2 $3 $4 $5 $6 $7 $8 $9
export LC_ALL="de_DE.UTF8"

Wer seine Seite in UTF8 schreibt, für den reicht

#!/bin/sh
xterm -fn 10x20 -bg white -fg black -g 90x33 -e /usr/bin/vim $1 $2 $3 $4 $5 $6 $7 $8 $9

Das Script z.B. unter /usr/local/bin/lvim abgespeichert und mit chmod 755 /usr/local/bin/lvim ausführbar gemacht, kann von überall her aufgerufen werden.

3. Locale für ISO-8859-15 installieren
Die ISO-8859-15 Locale müssen natürlich auch installiert werden.

Dazu dpkg-reconfigure locales aufrufen und de_DE.ISO-8859-15@Euro installieren. de_De.UTF8 bleibt aber default.

Wer ausschließlich UTF8 will, braucht das nicht zu machen.

4. It's All Text konfigurieren
Im Firefox muß zunächst das Plugin installiert werden. Das geschieht von der Seite https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4125 .

Dann "Extras - It's all Text - Preferences" aufrufen, als Editor /usr/local/bin/lvim eintragen und als Charset latin1 wählen. Fertig.

Wenn jetzt irgendwo auf einer Webseite ein Textfeld (Textarea) vorkommt, bindet das Plugin eine kleine Schaltfläche "Edit" darunter ein. Damit ruft man direkt den Editor auf und kann damit bequem arbeiten. Nach dem speichern und schließen des Editors findet sich der geänderte Text wieder im Textfeld.

Noch ein Tipp: die Tastenkombination Alt+F11 schaltet das Fenster mit dem Vim in einen ramenlosen Vollbildmodus, den ich als sehr angenehm zum Schreiben empfinde - selbst auf dem kleinen Monitor des Eee. Diese Tastenkombination funktioniert übrigens unter Icewm mit allen Programmen.

28.03.2008

Asus Eee PC

Mal wieder ein neues Spielzeug

Seit gestern nenne ich ein Asus Eee-Notebook mein Eigen.

Naja, eigentlich ist es schon etwas mehr, als nur ein Spielzeug, aber wer sagt denn, dass man mit einem Werkzeug nicht auch spielen darf. Für mich persönlich bedeutet Spielen allerdings nicht unbedingt, dass ich irgendwelche Computerspiele aufrufe, sondern eher, dass ich versuche, dem Gerät verschärft auf den Grund zu gehen und alles so anzupassen, wie es mir gefällt.

Da dieses kleine Notebook bereits eine große Fangemeinde im Internet hat, gibt es da bereits recht viele Hilfestellungen.

Hinter diesem Gerät bin ich schon etwas länger her, aber als es in Deutschland anfang des Jahres auf dem Markt kam, war es binnen Stunden vergriffen. Kein Wunder. Ein Notebook dieser Ausmaße und Ausstattung hätte in den vergangenen Jahren noch im Preissegment jenseits der 1000 Euro gelegen. Asus bietet es jetzt für 300 Euro.

Gestern habe ich das Notebook sogar im PC-Laden um die Ecke kaufen können.

Mit unter einem Kilo Gewicht und Ausmaßen, die etwa einem Paperback-Buch entsprechen, ist es ein optimaler Begleiter. Normale Notebooks waren mir schon immer zu groß und zu schwer.

Wermutstropfen ist der kleine Monitor. Ich sehe recht gut, aber wer Probleme mit den Augen hat, sollte sich den Kauf dieses Gerätes überlegen. Asus hat allerdings angekündigt, im Laufe dieses Jahres ein Nachfolgemodell mit einem größeren Monitor auf den Markt zu bringen.

Mein erster Eindruck ist sehr gut. Mit der Tastatur komme ich -trotz meiner Riesenfinger - erstaunlich gut zurecht.

Auf dem Eee läuft ein angepasstes Linux auf Debian-Basis. Der Desktop ist einfach und funktional. Alle Komponenten funktionieren einwandfrei. Das Notebook scheint mir auch für Computeranfänger gut geeignet, also für die Zielgruppe, für die es von Asus wohl gedacht war. (Soweit ich weiß, haben die nicht damit gerechnet, dass sich all die Geeks und Linuxfans auf dieses Gerät stürzen würden, aber deshalb war es wohl so schnell vergriffen).

Zu mehr als zu einem oberflächlichen Test bin ich allerdings bisher nicht gekommen.

Nächste Woche fahre ich zur re:publica nach Berlin. Da der Eee PC auch in der Bloggerszene auf ein gewisses Interesse stößt (Deutschlands Leitblogger Robert Basic hat auch eins), kann es gut sein, dass es dort zumindest informelle Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch gibt.


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