Zauberlehrlinge planen Notoperationen fürs Weltklima
Spiegel Online berichtet am 25. April 2008 über Ansätze zum Klimaschutz mittels Geoengeneering.
Schwefelbomben in der Stratosphäre, künstliche Wolken, Sonnensegel im All: Soll der Mensch direkt in die Atmosphäre eingreifen, um die Erderwärmung zu bekämpfen? Geoengineering ist höchst umstritten. Forscher verlangen jetzt eine unvoreingenommene Analyse von Techniken zur Klimarettung.
Solche Ideen machen mir Angst, weil die, die sie planen, es offenbar tatsächliche ernst meinen, in das Ökosystem der Erde einzugreifen, um die Klimaveränderungen auszugleichen, die durch unser Konsumverhalten geschaffen werden.
Geoengeneering ist mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Niemand kann abschätzen, welche Folgen solche Maßnahmen für die Ökosysteme haben würden.
Gerade weil Wissenschaftler und auch Politiker die Ursachen des Klimawandels Jahrzehntelang nicht verstanden, falsch interpretierten oder aus politischer Motivation heraus leugneten, sollte es uns hellhörig machen, wenn Forscher sich jetzt so sicher geben, dieses Problem mit einfachen, wenn auch teuren Mitteln lösen zu können.
Durch Genveränderungen ist es Forschern gelungen, Mäuse anfällig für Erkältungen zu machen
Die Presse.com berichtet über ein neues perverses Tierexperiment
Die erste erkältete Maus der Welt hat Hoffnungen auf Heilungsmöglichkeiten für die lästige Volkskrankheit geweckt. Wissenschaftern vom Imperial College in London gelang es, eine Maus durch genetische Manipulationen empfänglich für Rhinoviren zu machen, die für die meisten Erkältungen verantwortlich sind und sonst nur Menschen und Schimpansen befallen, wie die Fachzeitschrift "Nature Medicine" am Montag berichtete.
Dadurch würden Experimente an den kleinen Säugetieren möglich, die neue Behandlungsmöglichkeiten für Husten und Schnupfen, aber auch für ernsthaftere Erkrankungen wie Asthma eröffnen könnten.
Ich bin immer wieder fassungslos angesichts solcher Nachrichten. Wie eine medizinische Sensation wird verkündet, dass wieder ein Mal irgendwelche Zauberlehrlinge am Bauplan der Schöpfung herumgefuscht haben und sich dabei auch noch wie die Götter fühlen.
Hoffnungen auf Heilungsmöglichkeiten??
Heiße Zitrone, Lindenblütentee, viel trinken... Die Natur hält eine endlose Zahl von Heilmitteln gegen Erkältungskrankheiten bereit. Und auch die Homöopathie bietet ein reichhaltiges Spektrum an bewährten Mitteln gegen Husten und Schnupfen.
Dumm nur, dass man die in der Regel nicht patentieren lassen kann. Deshalb müssen neue her und zu diesem Zweck müssen mal wieder Versuchstiere dran glauben.
Foto: Wikipedia
Chinesische Wissenschaftler stellen makaberes Experiment vor
"Schockierend", anders kann ich den Bericht bei Golem nicht nennen, nach dem es chinesischen Wissenschaftlern gelungen sein soll, eine Taube fernzusteuern, indem sie mit Mikroelektroden Gehirnregionen stimulierten.
Die Elektroimplantate würden dabei unterschiedliche Zellgegenden im Hirn des Vogels stimulieren, je nachdem, welche Signale die Wissenschaftler von ihrem Computer ausgesendet haben. Die Signale glichen dabei sehr den Nervenerregungen, die der Körper selbst nutzt, um Bewegungen zu kontrollieren.
Es soll das erste erfolgreiche Experiment bei einem Vogel sein, sagte Forschungsleiter Su Xuecheng. Nun möchten die Forscher das Verfahren weiterentwickeln und hoffen auf praktische Einsatzgebiete in der Zukunft. Wie die aussehen könnten, dazu machten die Chinesen jedoch keine Angaben.
Erschreckend, wie gnadenlos und blind Menschen andere Lebewesen zum Objekt ihrer Experimente degradieren. Forschung an Lebewesen - in der Erwartung, vielleicht mal eine Anwendung dafür zu finden. Kennen solche "Forscher" eigentlich ethische Grenzen?