Email-Aktion: Fordern Sie jetzt einen Stop ungerechter EU-Handelsabkommen!
Eben bei WEED gefunden: http://www.weed-online.org/show/658435.html
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Ein riesiger Wecker vor dem Bundeskanzleramt soll die EU-Ratspräsidentin Angela Merkel und EU-Handelskommissar Peter Mandelson symbolisch aus ihren Freihandelsträumen wecken.
Gleichzeitig protestieren heute weltweit Arbeiter, Kleinbauern, Aktivisten und Vertreter der Zivilgesellschaft aus den AKP-Staaten vor deutschen Botschaften gegen ungerechte Handelsabkommen.
In einer Presseerklärung des Bündnisses EPA07 , die WEED heute veröffentlicht, werden die Zusammenhänge aufgezeigt:
Die Freihandelsabkommen setzen auf eine weitere starke Marktöffnung der armen Länder. Dies gefährdet die Lebensgrundlage von Kleinbauern, wirkt sich negativ auf die Umwelt aus und bedroht die wirtschaftliche Zukunft der AKP-Staaten. "Unsere Partner im Süden befürchten, dass die Freihandelsabkommen die Armut in ihren Ländern verschärfen wird. Arme Bevölkerungsgruppen werden mit solchen Vereinbarungen noch mehr an den Rand des Wirtschaftsgeschehens gedrängt", erläutert Alexandra Burmann für "Brot für die Welt" und den Evangelischen Entwicklungsdienst. Canon Grace Kaiso vom Nationalen Kirchenrat in Uganda fügt hinzu: "Europa drängt uns eine Politik auf, die den Ärmsten in unserer Gesellschaft die Existenzgrundlage entzieht. Das kann nicht der richtige Weg sein, Entwicklung nachhaltig zu fördern."
"Die EU fordert von den ärmsten Ländern eine radikale Marktöffnung und weitreichende Liberalisierungszugeständnisse, z.B. in den Bereichen Investitionen, Wettbewerb, geistiges Eigentum oder Dienstleistungen. Dies untergräbt jedoch die politischen Handlungsspielräume der Regierungen zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsprozesse. Der Traum vom Freihandel kann so schnell in einem bösen Erwachen enden", so Corinna Heineke von Oxfam Deutschland. "Die deutsche Ratspräsidentschaft darf den Freihandel mit Afrika nicht zum Selbstzweck machen", fordert Klaus Schilder von WEED. "Anstatt unter Zeitdruck Abkommen abzuschließen, die für Afrikas Entwicklung nachteilig sind, sollte die EU die bisherigen Präferenzen fortführen und nachhaltige Alternativen entwickeln. Und ohne Zusagen zur zusätzlichen Finanzierung der Anpassungskosten bleibt der EU-Vorschlag ohnehin ein Wunschtraum".
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