12.01.2009

»Elternnetz ungehindert« gescheitert

Im Sommer vergangenen Jahres habe ich auf der Internetplattform Kaioo (heute OpenNetworX) das Elternnetz ungehindert eröffnet. Die Resonanz war gering, seit etwa einem halben Jahr tut sich dort nichts mehr. Im Grunde gibt es nur Beiträge von mir.

Ich habe das Elternnetz immer als Versuch verstanden, neue Formen der Webbasierten Kommunikation zur Vernetzung von Eltern zu nutzen. Warum dies nicht gelungen ist, dazu habe ich Vermutungen, aber keinesfalls sichere Erkenntnisse.

Es ist so wie es ist, der Versuch war nicht erfolgreich.

Ich werde das Eltennetz deshalb nach dem 23.01.2009 löschen, es sei denn, bis dahin findet sich noch jemand, der/die das Netzwerk als Admin weiterführen möchte. In diesem Fall bitte Nachricht bei OpenNetworX oder hier im Blog.

20.09.2008

Wie kriegt man ganz normale Leute ins Web 2.0?

Bei Kaioo - demnächst OpenNetworX - habe ich vor einigen Wochen ein Netzwerk für Eltern von Kindern mit Behinderungen gegründet.

Bei einem Sozialen Netzwerk handelt es sich um eine Internetplattform, auf der man Kontakte mit anderen angemeldeten Mitgliedern pflegen und Informationen verbreiten und erhalten kann. Dies kann sowohl in Gruppen als auch im Dialog mit einzelnen Mitgliedern erfolgen. Ich habe ja in meinem Blog schon häufiger darüber berichtet.

Soziale Netze im Internet haben zur Zeit einen deutliche Boom, bekannt sind z.B. StudiVZ, SchuelerVZ oder XING.

Was liegt da näher, als diese Technik auch für die Vernetzung von Eltern zu verwenden? - Dachte ich. Mit dem Versuch, Menschen für Kommunikation im Internet zu interessieren, denen das Einstellen eigener Inhalte im Internet eher fremd ist, bin ich ja auch in der Vergangenheit schon gescheitert.

Trotzdem war ich zuversichtlich, dass die Vernetzung vielen Eltern wichtig ist und dass sie deshalb meine Idee aufnehmen würden.

Fehlanzeige - das Elternnetz ungehindert ist bis heute kaum auf Resonanz gestoßen.

Nach fast 2 Monaten haben sich gerade mal acht Leute angemeldet. Eine ganze Reihe von Eltern, die ich persönlich angesprochen habe, haben den Weg in das Netzwerk bis heute nicht gefunden.

Was hindert eigentlich nicht webaffine Menschen daran, sich solchen Netzen anzuschließen? Bei Ebay kauft ja auch jeder ein, der einen Computer einschalten kann. Ein Elternnetz kann ja kaum schwieriger zu bedienen sein, als eine Ebay-Auktion.

Vermutlich sind es andere Hürden, die Leute davon abhalten:

  • Soziale Netzwerke sind vielen Leuten suspekt. Die verständlich Angst, das perönlich Informationen, die man ins Internet stellt, auch von Leute gelesen werden, von denen man das nicht möchte, ist verbreitet.
  • Das Elternnetz ist ein anonymes Gebilde. Über seine Kinder will man vielleicht nicht auf so einer Plattform wie dem Internet kommunizieren.

Wenn ich nachfrage, höre ich Reaktionen, wie "Ich wollte mich schon längst mal dort anmelden, aber ich bin noch nicht dazu gekommen ...", "Ich wollte das schon immer mal lernen ...", "Dazu muß ich demnächst mal einen Kurs machen ...", "Ich gebe das mal meine Mann, der versteht mehr von Computern als ich ..."

Ich vermute, dass die Hürden doch höher sind, als ich mir das als Webworker so vorstellen kann. Es gibt auch Leute, die E-Mail-Kurse besuchen.

Möglicherweise ist es aber auch eine Frage der Bekanntheit.

Ich habe eine Reihe von Personen und Organisation angeschrieben, die als Multiplikatoren für diese Informationen hätten dienen können, aber ich befürchte, die meisten haben meine Mail ignoriert. Im günstigsten Fall liegt sie ausgedruckt auf dem Stapel und wartet darauf, bei der nächsten Mitgliederversammlung unter "Verschiedenes" erwähnt zu werden.

Ich kann nur vermuten, woran das liegt:

  • Man hat meine Mail für Spam gehalten und entsorgt.
  • man will keine Empfehlungen geben, für ein Netzwerk, bei dem die Integrität des Verantwortlichen nicht klar ist - Sie wissen ja nicht viel von mir, außer, dass ich Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom bin und selbst das könnte ja erfunden sein.
  • Meine Information hat sich nicht abgehoben, von sonstiger Werbung
  • mein Material war nicht verständlich

Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass noch Reaktionen kommen. Gottes Mühlen mahlen eben langsam.

Von mehreren Stellen wurde mir fest zugesagt, die Information über das Elternnetz in einen Verteiler aufzunehmen, in eine Fall sogar, sie in einer Zeitschrift zu veröffentlichen.

Ich habe wohl zu sehr auf die vielgepriesenen viralen Effekte im Internet gesetzt. Die mag es ja in der Bloggerszene geben, aber eine große und gut vernetzte Szene von Eltern von Kindern mit Behinderung im Web gibt es eben nicht.

Was denkt Ihr, was kann man tun, um Eltern für das Elternnetz zu gewinnen?

09.09.2008

Informationsdokument für das Elternnetz ungehindert

Ein Informationsdokument für das Elternnetz Ungehindert liegt jetzt bei Scribd oder hier zum Download

24.08.2008

Werbung für das »Elternnetz ungehindert«

Ich habe kürzlich ja schon über meine Ideen zum Eltennetz ungehindert, dem Netzwerk für Eltern von Kindern mit Behinderung geschrieben. Logo Elternnetz Ungehindert

Ich habe mich in den letzten Wochen allerdings noch ein wenig schwer getan, über den Rahmen dieses Blogs hinaus Werbung für das Netzwerk zu machen, weil Kaioo noch diverse Bugs und unstimmigkeiten hatte. Zwar sind noch immer nicht alle Probleme behoben, das Team von Kaioo arbeitet aber intensiv daran.

Heute habe ich begonnen, einige Organisationen und Personen anzuschreiben, um auf das Netzwerk aufmerksam zu machen.

Ein Text, den ich verschickt habe, findet sich hier auf Scribd.

Also auch hier noch mal die herzliche Bitte, diese Information so breit wie möglich zu streuen und sich selbst unter http://www.ungehindert.kaioo.com zu registrieren.

31.07.2008

«Schafft ein, zwei, viele Netzwerke»

Kaioo-Gründer Thomas Kreye im Interview

Wie leicht erkennbar ist, bin ich ein Fan des sozialen Netzwerkes Kaioo. Über die Pläne von Kaioo und die aktuellen Umbaumaßnahmen berichtet Gründer Thomas Kreye im Interview mit der Netzzeitung.

20.07.2008

Elternnetz ungehindert

Neues Netzwerk für Eltern von Kindern mit Behinderung auf Kaioo

Ich habe gestern ja bereits über meine Ideen bezüglich eines Elternnetzes geschrieben, das ich auf der Plattform von Kaioo einrichten wollte.

Elternnetz

Ich habe die Idee jetzt umgesetzt. Unter http://www.ungehindert.kaioo.com können sich Eltern nun registrieren und diesem Netzwerk beitreten. Wer Probleme mit der Registrierung hat, kann sich gern an mich wenden. Ein paar Mitglieder hat das Netzwerk auch schon. Wir freuen über jede und jeden, der/die hinzustößt.

Ich denke, auch wenn es ein Elternnetzwerk ist, sind auch Menschen gern gesehen, die mit unseren Kindern in anderen Zusammenhängen zu tun haben.

Aus der Netzwerkbeschreibung:

Für Eltern von Kindern mit Behinderung ist ein regelmäßiger Austauch und eine gute Vernetzung untereinander sehr wichtig. Um die Interessen unserer Kinder effektiv vertreten zu können, ist es wichtig, dass wir in Verbindung bleiben und uns gegenseitig Informationen und Unterstützung geben können. Dieses Netzwerk bietet Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen und Informationen zu verschiedenen Themen zu erhalten und zu verbreiten.

Das Elternnetz soll kein Verein und keine Konkurenzveranstaltung zu bestehenden Gruppen sein, sondern der Versuch einer Vernetzung mit den Möglichkeiten des Internets.

Bei einem Sozialen Netzwerk handelt es sich um eine Internetplattform, auf der man Kontakte mit anderen angemeldeten Mitgliedern pflegen und Informationen verbreiten und erhalten kann. Dies kann sowohl in Gruppen als auch im Dialog mit einzelnen Mitgliedern erfolgen.

Soziale Netze im Internet haben zur Zeit einen deutlichen Zuwachs, bekannt sind z.B. StudiVZ, SchuelerVZ oder XING. Was liegt da näher, als diese Technik auch für die Vernetzung von Eltern zu verwenden?

Kaioo

Kaioo ist im vergangen Jahr gegründet worden und geht einen Sonderweg. Kaioo ist ein kleiner gemeinnütziger Verein, der sich aus Spenden finanziert. Der Internetdienst bietet die Möglichkeit, eigene Soziale Netzwerke zu gründen und dazu die Plattform und die Technik von Kaioo zu verwenden. Durch die Gemeinnützigkeit hat Kaioo keine wirtschaftlichen Interessen an der Verwertung der Nutzerdaten, und garantiert, dass Daten niemals an Dritte weitergegeben werden.

Noch unausgereift

Ich muß allerdings sagen, zur Zeit tue ich mich noch schwer, für diese Netzwerk offensiv (d.h. über die Möglichkeiten diese Blogs hinaus) die Werbetrommel zu rühren. So richtig ausgereift ist das System noch nicht.

Zwei Dinge stören mich besonders:

  1. Das Netzwerk ist nicht klar genug von Kaioo abgegrenzt. Eigentlich wird nur über besondere Farben, Logos, und eine Bildleiste deutlich, dass es ein abgegrenztes Netzwerk ist. Netzwerk-Gruppen sind zugleich Kaioo-Gruppen. Mitglieder sind automatisch in verschiedenen Kaioo-Netzwerken. Ich habe vorhin meine Frau genötigt ;-), sich anzumelden und konnte dabei beobachten, wie es läuft, wenn man sich nur für ein Netzwerk anmeldet. Im Grunde gibt es keinen Unterschied und keine Abgrenzung. Meine Referenznutzerin ist z.B. ganz ohne ihr Zutun im Netzwerk Ü30 (??) gelandet.

    Weil es in Kaioo ja eine ganze Zahl eifriger Freundschaftenschließer und Gruppeneinlader gibt, befürchte ich, dass alle, die über meine Einladung zum Eltennetz kommen, über kurz oder lang eine Reihe von Anfragen bekommen, die thematisch überhaupt nichts mit dem Netzwerk zu tun haben. Gerade in der Anfangsphase des Netzes kann das Leute schon abschrecken. Mal schauen. Ich habe ja jetzt ein Referenzmitglied in der Familie, das ich fragen kann.

  2. Schlecht finde ich die Einbindungen von Videolinks und Fotos aus den Alben der Mitglieder auf der Netzwerkstartseite. Das führt dazu, dass dort jetzt Fotos aus meinem Album von der Klimaschutzdemo in Neurath zu sehen sind. Was soll das? Wenn dass nicht irritiert, weiß ich auch nicht mehr. Und ich finde als Admin keine Möglichkeit, das auszublenden. Philipp, das müsst ihr unbedingt abstellen, sonst gehe ich doch noch zu Mixxt.

Was fehlt, ist eindeutig ein Wiki. Für das Elternnetzwerk wäre das eine ganz wichtige Sache.

Mal abwarten. Für August sind ja noch einige Erweiterungen angekündigt. So lange werde ich auf groß angelegte Werbeaktionen noch verzichten. Wer allerdings über diesen Eintrag zu uns stößt und von den Anfangsschwächen absehen kann, ist natürlich herzlich gern gesehen.

19.07.2008

Open Networx

Kaioo-Relaunch mit neuen Funktionen

Kaioo Open Networx Seit gestern zeigt sich das soziale Netzwerk Kaioo in neuer Aufmachung, auf den ersten Blick wirkt alles übersichtlicher und aufgeräumter.

Neu bei Kaioo ist, dass nun jeder die Möglichkeit hat, eigene Netzwerke auf der Kaioo-Plattform zu gründen. Wenn also ein Verein, die Ehemaligen einer Schule oder eine Firma eine Online-Möglichkeit zur Kommunikation suchen, können sie auf Kaioo ihr eigenes Netzwerk gründen, wobei sowohl geschlossene Netzwerke denkbar sind, in die man nur mit Einladung kommt, als auch offene, in denen jede/r Mitglied werden kann.

Etwas ähnliches gibt es ja bereits bei Mixxt, Tribax und noch einigen anderen Anbietern, das besondere bei Kaioo ist aber die Gemeinnützigkeit der Organisation. Kaioo selbst lebt von Spenden und wird Werbeeinnahmen an gemeinnützige Organisationen spenden.

Die Gemeinnützigkeit führt auch dazu, dass es bei Kaioo keine Interessen gibt, mit den persönlichen Informationen der Mitglieder im Netz Geld zu verdienen. Kaioo kann somit glaubwürdig garantieren, dass die Mitgliederdaten nicht an Dritte weitergegeben werden.

Ich habe im Juni auf dem Socialcamp von Philipp Schuch von Kaioo schon einige Einzelheiten erfahren und hatte seitdem auch schon verschiedene Ideen, wie man Kaioo-Netzwerke nutzen kann.

Elternnetzwerk

Vor allem denke ich über ein Netzwerk für Eltern von Kindern mit Behinderung aus NRW nach (und vielleicht auch für andere TeilnehmerInnen, z.B. Pädagogen, die mit unseren Kindern zu tun haben). Das Thema "Gemeinsamer Unterricht" aber auch viele andere Themen könnten dort sicher gut besprochen werden. Ein Portal, das die Kommunikation von Eltern ermöglicht, ohne dass man auf Termine und Veranstaltungsorte angewiesen ist. Ich höre immer wieder, dass Versuche, Eltern von kindern mit Behinderung zusammen zu bringen, sehr schwierig sind, denn wir haben ja eines gemeinsam - wir haben Kinder. Online geht das vermutlich einfacher.

Ich werde es voraussichtlich in den nächsten Tagen einrichten und dann die Information auch hier veröffentlichen.

Berufliche Nutzung

Auch im beruflichen Zusammenhang sehe ich Nutzungsmöglichkeiten.

Dabei ist mir allerdings noch nicht so recht wohl, denn auf Kaioo habe ich mein Profil, in dem ich auch Informationen über mich und meinen Vorlieben (Bücher, Filme) veröffentliche.

Klar, im Grunde steht das auch der Welt offen, es ist aber noch was anderes, wenn jemand, der mich aus dem beruflichen Kontext kennt, zufällig auf Kaioo entdeckt, dass ich Star Trek mag, als wenn diese Information immer in dem Profil auftaucht, mit dem ich im beruflichen Zusammenhang kommuniziere.

Ich kann mir natürlich einfach ein zweites Kaioo-Profil anlegen und das im beruflichen Rahmen nutzen, besser wäre es aber wohl, wenn ich gezielt die Sichtbarkeit verschiedener Informationen für verschiedene Netzwerke einstellen könnte.

Das Problem der Abhängigkeit im Web 2.0

Eine zentrale Frage bleibt allerdings immer. Sollte man überhaupt mit derartigen Aktivitäten auf fremde Anbieter zurückgreifen, oder ist es ein zu großes Risiko? Ist nicht "selber Hosten" die richtige Entscheidung, weil Kaioo natürlich jederzeit den Laden dichtmachen und sämtliche Netzwerke schließen kann?

Robert Basic ist kürzlich in einem interessanten Artikel auf diese Frage eingegangen, und auch der Schockwellenreiter denkt über die Einschränkungen der Freiheit im Cyberspace nach. Wie Robert Basic in seinem Artikel schreibt, ist die Exportierbarkeit von Daten wichtig. Ich habe dazu bei kaioo noch keine Informationen. Bleibt zu hoffen, dass diese Möglichkeit rasch kommt.

Gerade bei Experimenten, wie dem beschriebenen Elternnetz, wäre selber hosten aber ein viel zu großer Aufwand, solang nicht klar ist, ob ich mit dieser Idee überhaupt auf Resonanz stoße. Insofern muss ich die Risiken wohl in Kauf nehmen. Wie das im beruflichen Kontext entschieden wird, weiß ich es noch nicht. Auch da eignet sich Kaioo natürlich gut dazu, erste Erfahrungen zu sammeln.

Fazit

Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann, ist Kaioo ein guter Start in eine neue Ära gelungen. Verbesserungen sind sicher noch möglich, trotzdem: Kaioo ist auf dem richtigen Weg.

Update

Wir haben uns eben für den Namen "Elternnetz ungehindert" entschieden. Jetzt werde ich mich mal daran machen, noch ein paar Details zu überlegen (Logo, Begrüßungstext, Design) und dann können wir auch schon mit der Umsetzung auf Kaioo loslegen.

13.02.2008

Top 10 Webanwendungen

Hier habe ich mal die Webseiten bzw. Anwendungen zusammengestellt, die ich zur Zeit am intensivsten nutze.
  1. Bloglines
    Ein Online-Feedreader. Ich nutze seit etwa 2 Jahren nur noch Bloglines für alle RSS-Feeds, vor allem, weil es online verfügbar ist. Wenn ich im Büro Artikel gelesen habe, werden sie mir zu Hause nicht wieder als neu angezeigt.

  2. Wikipedia
    Dazu muß eigentlich nichts mehr gesagt werden

  3. Sevenload
    Sevenload stellt Speicherplatz für Bilder und Videos zur Verfügung. Social-Community inbegriffen. Ich benutze Sevenload vor allem, um Bilder online zu stellen, und sie dann in meine Seiten einzubinden.
    Videos habe ich zur Zeit nicht online. Obwohl verbreiteter verwende ich bewußt nicht Flickr, weil Flickr zu Yahoo gehört und die mir zu eng mit den chinesischen Behörden zusammenarbeiten

  4. Zoho.com
    Umfangreiche Online Office-Suite. Textverarbeitung, Planer, Tabellenkalkulation, Wiki. Man kann Dokumente für sich selbst erstellen, mit anderen gemeinsam darauf zugreifen oder sie im Internet freigeben. Teilweise ein wenig buggy aber weitgehend funktionsfähig. Nutze ich eigentlich täglich.

  5. Technorati
    Die Blogsuchmaschine

  6. Kaioo
    "Die erste ECHTE Social Community im Internet" Man kann ein Profil anlegen, Bilder zeigen, in Gruppen diskutieren, Freundschaften schließen und noch einiges mehr. Schluckt eine Menge Zeit, wenn man ernsthaft mitmacht.

  7. Lufee
    Filtert Nachrichten. Ermöglicht es, Nachrichten zu speziellen Themen im Internet zu finden und (per RSS) zu verfolgen. Gute Ergänzung zu Google News.

  8. Ask.com
    Wer beim Suchen nicht nur von Google und Yahoo abhängig sein will, sollte mal Ask.com probieren.

  9. RapidShare
    Mal schnell eine große Datei weiter geben? Dateien bis 200MB lassen sich kostenlos hochladen. Wer den Download-Url kennt, kann darauf zugreifen.
    Nachteil: Man braucht einen Browser. Mit wget klappt es nicht.
    Bei der kostenlose Version verzögert ein Countdown den Download. Damit kann man aber - finde ich - gut leben.
    Natürlich ändert die Tatsache, dass die Weitergabe von Dateien mit RapidShare möglich ist, nichts am Urheberrecht der Dateien.

  10. Mein eigener Bookmarker 'screen-08-02-12_16-06-57' von walhus
    Ist eigentlich mein wichtigstes Onlinewerkzeug. Selbst programmiert. Speichert zuverlässig Bookmarks, Links und Notizen und ermöglicht mir den Zugriff darauf von überall her.
    Hätte ich diesen Bookmarker nicht, würde ich vermutlich Mister Wong verwenden, um meine Bookmarks online nutzen zu können.

26.01.2008

Die arme Sau

Ein Film über Patente auf Leben, Genfood und die Machenschaften der Gentechnik-Giganten

Die WDR-Produktion ist schon etwas älter, aber ich kannte sie noch nicht. Durch einen Beitrag im sozialen Netzwerk Kaioo bin ich auf den Film aufmerksam geworden und finde ihn so sehenswert, dass ich ihn auch hier empfehlen möchte.

Genforscher des großen amerikanischen Biotechnologie-Konzerns Monsanto haben bestimmte Abschnitte des schweinischen Erbgutes entschlüsselt und beschrieben. Diese wollen sie nun weltweit als Patent anmelden. Im Falle einer Erteilung wäre Schweinezucht nur noch mit der Genehmigung des Konzerns möglich. Das alarmiert die deutschen Züchter.

Ein Film über Patente auf Leben, Gentechnik, die Machenschaften des Gentechnik-Giganten Monsanto und Schweinezüchter, denen ihre Tiere bald nicht mehr gehören sollen, wenn ein Patentantrag von Monsanto vom Europäischen Patentamt angenommen wird.

Nicht neu, aber gut dokumentiert und spannend dargestellt. Ein Film, den man sich anschauen sollte um auch die letzten Zweifel daran zu zerstreuen, wie sehr Gentechnik und Patente auf Leben zur Bedrohung für die Menschheit werden, gerade nachdem gestern in Deutschland die Tür für die grüne Gentechnik wieder ein Stück weiter geöffnet wurde.

Video unter http://video.google.de/videoplay?docid=-5599944742624470002

Weitere Informationen zu Patenten unter:

Und sag' mir noch mal einer, Präzisionszucht (Smart Breeding) sei die gute Gentechnik. Wer nach dem Film noch glaubt, dass die notwendig ist, um Hunger und Elend in der Welt zu bekämpfen, der glaubt auch, dass Hasen bunte Eier legen (mal sehen, wann es da die ersten Patentanträge gibt).

29.11.2007

Warum ich gegen Gentechnik bin

Ich habe diesen Text geschrieben um eine Kaioo-Gruppe zu gründen. Ich will ihn meinen Leserinnen und Lesern hier nicht vorenthalten.

Ich habe gerade im Netzwerk Kaioo die Gruppe "Leben ohne Gentechnik" gegründet. Wer Lust hat, sich dort zu beteiligen, ist herzlich eingeladen. Dies ist die Gruppenbeschreibung:

Der überwiegende Teil der Verbraucher in Deutschland will keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Es ist aber kaum möglich, genveränderte Produkte völlig zu meiden. Bei tierischen Produkten muß nicht gekennzeichnet werden, wenn die Tiere genverändertes Futter bekommen haben. Verunreinigungen von pflanzlichen Nahrungsmitteln, wie sie z.B. durch Pollenflug entstehen, müssen erst ab 0,9% gekennzeichnet werden. Selbst bei Bio-Produkten wird diese Kennzeichnungsgrenze mit der neuen EU-Biomarktverordnung eingeführt. Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Nahrungsmittel, die mit gentechnisch veränderten Bestandteilen verunreinigt sind, auf den deutschen Markt gelangen.

Naturschutzverbände kritisieren zu Recht, dass die Auswirkungen der sog. grünen Gentechnik auf die ökologischen Systeme nicht hinreichend geprüft werden.

Befürworter der grünen Gentechnik behaupten gern, Gentechnik sei nötig, um die Ernährung der Weltbevölkerung sicher zu stellen. Das ist falsch. Hunger ist auch heute noch immer ein Verteilungsproblem und kein Mengenproblem.

Durch Gentechnik werden Bauern in Entwicklungsländern abhängig von den Gentechnikkonzernen. Seit es Ackerbau gibt legen Bauern einen Teil der Ernte als Saatgut für das kommende Jahr zurück. Der Einsatz der Terminator-Technologie führt dazu, dass sie nun jedes Jahr neues Saatgut kaufen müssen.

Zudem führt Gentechnik zur Reduzierung der angebauten Sorten und verhindert Biodiversität.

25.11.2007

Arsen vergiftet Millionen

Die größte Massenvergiftung in der Geschichte der Menschheit findet in Bangladesh statt

Seit kurzem habe ich wie berichtet ein Profil im sozialen Netzwerk Kaioo (das ist sowas wie SchuelerVZ oder StudiVZ für Große). In diesem Netz bin ich auf eine Gruppe gestoßen, die sich mit der Vergiftung eines großen Teiles der bengalischen Bevölkerung durch Arsens im Trinkwasser. Da Kaioo seinen Gewinne an soziale Organisationen spenden wird, erhoffen sich die Beteiligten Hilfe für ein Projekt der Deutsch-Bengalische Gesellschaft Augsburg e.V.

Seit 1971 wurden in Bangladesh mit Hilfe von Entwicklungsorganisationen und mit Unterstützung von Unicef 10 Millionen Rohrbrunnen für die Trinkwasserversorgung und die Bewässerung in der Landwirtschaft gebohrt. 97% der Bevölkerung haben Zugang zu solchen Brunnen.

Als Anfang der 80er Jahre zunehmend Hauterkrankungen auftraten, wurde festgestellt, dass es sich um schwere Arsenvergiftungen handelt. Das Wasser, das aus flachen Grundwasserleitern gefördert wird, ist in Bangladesh häufig mit natürlich vorkommendem Arsen versetzt. Heute ist bekannt, dass ein hoher Anteil der Brunnen mehr als 50 Mikrogramm Arsen pro Liter Wasser enthalten, davon 5-10% mehr als das sechsfache. Eine Lösung besteht in der Nutzung von Regenwasser, das aber nicht ganzjährig zur Verfügung steht und in der Nutzung von Filtern, sog. Drei-Tonkrug-Filtersystemen. Die Finanzierung solcher Filtersysteme ist eines der wichtigsten Ziele dieser Organisation.

In der Kaioo-Gruppe fand ich folgende Information:

Seit Juni dieses Jahres arbeiten wir an einer Lösung der Arsen-Problematik in Bangladesh. Dass Bangladesh zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, ist nichts Neues, auch nicht die Tatsache, dass es nahezu jährlich von massiven Überschwemmungen heimgesucht wird. Die ländliche Bevölkerung hat sich darauf eingestellt, und die Fruchtbarkeit des massiv überbesiedelten Landes ist von diesen Überschwemmungen abhängig. In den letzten Tagen wurde Bangladesh wieder von einem schweren Wirbelsturm heimgesucht, der weite Teile der Bevölkerung betroffen hat. Bei der Überschwemmung im letzten Jahr waren etwa 50 Millionen Menschen betroffen, die deutsche Bundesregierung hat eine Hilfszahlung von 500.000 Euro geleistet, (das ist 1 Cent pro Opfer). Das gravierendste Problem, das Bangladesh hat, ist das extrem arsenhaltige Grundwasser. Der Arsengehalt erreicht teilweise 600 mg / m3, WHO und BRD setzen einen Grenzwert von 10 mg / m3. Der Arsengehalt ist natürlichen Ursprungs, also nicht selbst verursacht. Von den 81 Millionen Handbrunnen, die die ländliche Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen, sind ca. 60% massiv mit Arsen verseucht. Durch das verseuchte Trinkwasser wird die gesamte Bevölkerung langsam aber sicher vergiftet. Es kommt zu einem massiven Befall mit Hautkrebs (wurde anfangs für Lepra gehalten) und anderen Krebserkrankungen. Ab einem gewissen Stadium ist der Prozess nicht mehr umkehrbar. Wir haben ein Konzept entwickelt, das uns ermöglicht, mit relativ kostengünstigen Filtern dieses Problem flächendeckend zu lösen, wir benötigen aber für den Beginn des Projektes mindestens 100.000 Euro. Dieses Geld kann nur über Spenden beschafft werden. Ist das Projekt einmal angelaufen, können auch Gelder der WHO und Darlehen der Weltbank mit einbezogen werden.

Wer das Projekt unterstützen möchte kann sich bei Kaioo anmelden und der Gruppe "Arsen vergiftet Millionen" beitreten oder sich über die Seite http://www.deutsch-bengalische.org/ informieren.

Weitere Informationen

Telepolis hat auf dieses Problem Ende 2004 in einem Artikel aufmerksam gemacht. Ansonsten liefert eine Google-Suche eine Menge zusätzlicher Informationen und wenn es nicht immer nur Google sein soll: man wird auch bei Ask.com fündig.

20.11.2007

Kaioo - Soziales Netzwerk für wohltätige Zwecke

Kaioo will die generierten Gewinne gemeinnützigen Projekten überweisen

Logo kaioo.com - Beta Soziale Netzwerke sind ja im Moment "in". Netzwerke wie MySpace, Facebook und Xing haben innerhalb weniger Jahre Millionen von Nutzern gewonnen. Allein die tägliche Neuzugänge bei MySpace könnten locker eine Kleinstadt bevölkern. Ich fand das in der Vergangenheit zwar recht bemerkenswert, konnte aber solchen Netzwerken persönlich nicht viel abgewinnen.

Über Heise bin ich gestern auf Kaioo aufmerksam geworden.

Kaioo will die generierten Gewinne gemeinnützigen Projekten überweisen und bezeichnet sich daher als "erstes echtes soziales Netzwerk". Dabei können nach Angaben des Projekts auch die Kaioo-User mitbestimmen, für welche wohltätigen Zwecke oder an welche gemeinnützigen Organisationen das Geld gehen soll.

Das könnte ja vielleicht eine gute Sache weden. Ich habe mir gestern bei Kaioo ein Profil erstellt und mir vorgenommen, dort wenigstens gelegentlich mal reinzuschauen. Ich werde berichten.


Tags

Alle Tags

Impressum

RSS

Creative Commons License

Blogroll

Archiv

530 Einträge