01.11.2007

Bioeniergie aus Kolumbien - Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird

Attac-Podcast

Schon seit ein paar Wochen wolle ich die Hördokumentation vom Jenaer Internationalen Studierendenkreis (JISK) empfehlen, die bei Attac Deutschland als Podcast (mp3 - 23MB) erschienen ist:

Cover Bioenergie aus Kolumbien

Bioenergie wird in der EU-Komission als Mittel gegen den Klimawandel und als Beitrag zu mehr energetischer Unabhängigkeit groß geschrieben. Bis 2020 sollen 20% der CO²-Emissionen gesenkt werden (Basisjahr dafür ist 1990) und ein Fünftel der Energie soll aus erneuerbaren Energie bereitgestellt werden.

Erschreckend ähnlich sind die Pläne des kolumbianischen Palmölverbandes FEDEPALMA. Dieser möchte die Flächen für Ölpalmen von 2000 bis 2020 um das siebenfache steigern und den Exportanteil erhöhen - was eine gesteigerte Nachfrage nach Land nach sich zieht.

Die Hördoku beschreibt wie insbesondere in der kolumbianischen Provinz Chocó Land für Ölpalmen gewonnen wird. Bewohner afrokolubianischer Gemeinden sind die Leidtragenden: Tausende von ihnen mussten fliehen, hunderte wurden bereits ermordet.

Die Hördoku ist eine copyleft-Produktion und kann zu nichtkommerziellen Zwecken genutzt werden. (Kontakt: simonwoyte@gmail.com)

Update

Dazu passend habe ich gerade einen Artikel mit dem Titel Kein Palmöl in den Tank! bei Greenpeace gefunden.

17.06.2007

Bananen gegen Gewehre

Jahrelange Finanzierung rechter Paramilitärs in Kolumbien durch das Unternehmen Chiquita Brands

Telepolis berichtet heute

Über mehrere Jahre hinweg hat der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Chiquita Brands eine Untergruppierung des terroristischen Paramilitärverbandes "Vereinigte Selbstverteidigung Kolumbiens" (AUC) mit Millionenmitteln unterstützt. Das gaben Vertreter des Unternehmens Mitte März im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens in den USA zu. Von 1997 bis 2004 hat der Bananen-Produzent demnach 1,7 Millionen US-Dollar (1,3 Millionen Euro) an die "Bäuerliche Selbstverteidigung von Córdoba und Urabá" (ACCU) gezahlt. In den USA soll der Konzern deswegen nun 25 Millionen Dollar (18,9 Millionen Euro) Strafe zahlen. Angehörige der Opfer des paramilitärischen Terrors haben vor US-Gerichten Klage gegen das Agrarunternehmen eingereicht. So wollen sie verhindern, dass das Verfahren eingestellt wird.


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