17.05.2009

Gentechnik hilft nicht den Entwicklungsländern

Ein beliebtes Argument der Befürworter der grünen Gentechnik lautet, Gentechnik sei nötig um die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen. Ich habe das nie so gesehen. Ich glaube, es ist genau umgekehrt.

Gentechnikforschung ist teuer und in der Regel mit Patenten geknüpft. Über 90% des weltweit verkauften transgenen Saatgutes kommt von der Firma Monsanto, der Kritiker immer wieder das Bestreben nach Kontolle des Weltagrarmarktes vorwerfen. Gentechnikgegner wie die indische Aktivistin Vandana Shiva kritisieren, dass die Art und Weise, wie Monsanto und andere Konzerne ihre Marktmacht ausnutzen, Landwirte in Entwickungsländern in Abhängigkeiten führen, in dem sie durch Verträge und auch durch Techniken, wir die Terminatortechnik jedes Jahr aufs neue gezwungen werden, ihr Saatgut zu kaufen, statt sich - wie es Landwirte schon immer getan haben - einen Teil der Ernte als Saatgut für das Folgejahr zurücklegen. Dies führt nach Ansicht der Kritiker zu einer deutliche Verminderung der Biodiversität.

Eben fand ich mich in einen Artikel des Infodienstes Gentechnik zu diesem Thema bestätigt, der auf den kürzlich veröffentlichten Arbeitsbericht des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag verweist

Ob Gentechnik-Pflanzen wirklich dabei helfen können, die Probleme der armen Länder zu lösen, scheint weiterhin mehr als fraglich. Schon der Bericht des Weltagrarrats hat letztes Jahr klargestellt, dass die beste Lösung für das Hungerproblem eine regional angepasste, nachhaltige Landwirtschaft ist. Der gestern veröffentlichte Arbeitsbericht des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag kommt zu ähnlichen Ergebnissen: "Der Bericht belegt eindringlich, dass selbst nach zwölf Jahren großflächigen Einsatzes von transgenem Saatgut der ökonomische, ökologische und soziale Nutzen nicht zu belegen ist. Daher sollten Forschung und Entwicklung für nachhaltigere und ökologische Alternativen zur Agrogentechnik gestärkt werden", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Denn bei einer ernsthafen Suche nach zukunftsfähigen Agrartechnologien, sollte zunächst nach vorhandenen und absehbaren Lösungsmethoden geschaut werden. "Die Entwicklung einer marktfähigen transgenen Sorte ist langwierig, aufwendig und teuer und kann daher von öffentlichen Institutionen, auf jeden Fall in kleineren Ländern, oder von kleineren Firmen nicht geleistet werden", so heißt es in dem Bericht.

26.03.2009

Video »Gentech Landwirtschaft«

Greenpeace erklärt in einem kurzen Video die Probleme der landwirtschaftlichen Nutzung der Gentechnik.

Nett gemacht, gut verständlich, weiter sagen! (via Twitter)

16.07.2008

Monsanto-kritischer Film von Videoportalen verschwunden

Google löscht Gentechnik-Film

Ich habe doch kürzlich auf die Ausstrahlung des Filmes "Monsanto-mit Gift und Genen" in Arte hingewiesen. Leider hält Arte Filme nur für 7 Tage bereit, aber wie das in solchen Fällen im Internet so ist, findet man derartige Filme dann schnell auf den bekannten Videoportalen, vor allem bei Google Video und Youtube. Auch in diesem Fall konnte man wie berichtet den Film dort finden.

Nun berichtet die Taz von einem "merkwürdigen" Verschwinden des Filmes bei Google und Youtube.

Eine kritische Arte-Dokumentation über den US-amerikanischen Gentechnik-Riesen Monsanto ist von Google und YouTube verschwunden. Der Film „Monsanto – Mit Gift und Genen“ der französischen Journalistin Marie Monique Robin wurde Anfang des Jahres auf Arte ausgestrahlt. Google hat den zweistündigen Film, der auf GoogleVideo online zur Verfügung stand, anscheinend gelöscht. Spekulationen zufolge geschah dies auf Druck der kanadischen Filmgesellschaft. Auch von YouTube wurde der Film entfernt. Eine Erklärung für die Entfernung des Filmes gab es bisher von keiner der beiden Firmen. An einer Verletzung des Urheberrechts scheint es aber nicht gelegen zu haben, da YouTube in solchen Fällen auf der Seite des entfernten Videos einen diesbezüglichen Hinweis schaltet.

Ich wundere mich immer wieder, wie weit der Arm von Monsanto reicht.

Der Film steht inzwischen bei Genfood zur Verfügung, und ich hoffe, da bleibt er auch.

via Monsanto

Übrigens: Videos auf Google Video und Youtube kann man sich auch mit dem Firefox-Plugin VideoDownloadHelper herunterladen. Wenn man das hier so liest, ist das vielleicht gelegentlich eine ganz gute Idee.

10.07.2008

»Herr Seehofer, verbieten Sie den Gen-Mais!«

Campact Postkarten-Aktion gestartet

Gerade bei Campact gefunden:

Heute morgen ist unsere Postkarten-Aktion an Landwirtschaftsminister Seehofer gestartet, mit der wir zu Tausenden fordern möchten: "Verbieten Sie den Anbau des Gen-Mais MON810, Herr Minister!"

Der Mais MON810 des multinationalen Konzerns Monsanto ist die bisher einzige kommerziell angebaute Gen-Pflanze in Europa. Österreich, Ungarn, Griechenland, Polen, Frankreich und Rumänien haben den Anbau bereits verboten – zum Schutz von Mensch und Umwelt. Jetzt muss Seehofer diesem Vorbild folgen!

Schleichend verunreinigen die Pollen des Gen-Maises MON810 die gentechnikfreie Landwirtschaft. Sein Insektengift bedroht die Ökosysteme. Und damit nicht genug: Der Risiko-Mais wird verfüttert und landet als Käse, Milch, Eier und Fleisch auf unseren Tellern. Dennoch: Landwirtschaftsminister Horst Seehofer lässt den manipulierten Mais in Deutschland weiter anbauen.

Fordern Sie ein Verbot des Gen-Maises!

12.04.2008

»MONSANTO - Mit Gift und Genen« verpasst?

Obwohl ich darüber gebloggt hatte, habe ich selbst den Film "MONSANTO - Mit Gift und Genen", der neulich bei Arte lief, doch verpasst. Ein Filmarchiv, das Beiträge nur sieben Tage vorhält ist einfach sch...lecht.

Der Konsumblogger weist jetzt darauf hin, dass der Film unter http://nuoviso.de/filmeDetail_giftundgene.htm noch verfügbar ist.

Der Stream kommt übrigen von Google Video Also kann man ihn auch dort direkt ansehen.

Von dieser Seite gelingt auch der Download mit dem Firefox-Plugin VideoDownloadhelper

Bei Arte hat das nämlich neulich überhaupt nicht geklappt. Sorry, ich sehe gerade, dass ich kein Update in den Beitrag gesetzt habe. Jetzt ist es aber sowieso zu spät, weil der Film ja nicht mehr im Arte-Archiv liegt.

Update

Ich habe den Film jetzt auch gesehen. Ich kann ihn nur empfehlen. Der Film zeigt, wie der weltweit größte Saatgut- und Biotechnologiekonzern seine strategischen Geschäftsinteressen ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt durchsetzt. Obwohl ich schon viel über Monsanto gehört und gelesen habe, hat dieser Film es geschaft, mich erneut zu schockieren.

08.04.2008

Risiken der Gentechnik

Heute mal als Linkschleuder.

Zwei Interessante Artikel habe ich eben bei Genfood gefunden:

30.03.2008

Percy Schmeiser erfolgreich gegen Monsanto

Monsanto zahlt Schadensersatz für kontaminierte Maisfelder

Kein Gentechnikgegner ist so bekannt wie Percy Schmeiser, der kanadische Farmer und Träger des alternativen Nobelpreises, der sich seit Jahren mit dem weltweit größten Hersteller von genverändertem Saatgut, Monsanto, anlegt.

Percy und Louise Schmeiser wurden 1998 von Monsanto verklagt, weil sie angeblich patentierten Gen-Raps der Firma Monsanto auf ihren Feldern anbauten, ohne diesen jedoch von dem Saatgut-Untennehmen gekauft zu haben. Es stellte sich heraus, das Schmeisers Felder durch fremdes Saatgut kontaminiert waren. Trotzdem verlangte Monsanto Schadensersatz, bot den Schmeisers aber einen Verzicht an, wenn sie in Zukunft ihr Saatgut von Monsanto beziehen würden. Der Fall ging über mehrere gerichtliche Instanzen. Nachdem sich Percy Schmeiser gegen Monsanto durchsetzen konnte, verklagte er seinerseits Monsanto wegen der Kontaminierung seiner Felder.

In dieser Angelegenheit hat es nun eine aussergerichtliche Einigung zwischen Percy Schmeiser und Monsanto gegeben. Monsanto zahlt Percy Schmeiser Schadensersatz. Bemerkenswert an der Sache ist, dass Monsanto ganz gegen die sonstigen Gewohnheiten auf eine Verschwiegenheitsklausel verzichtet hat.

Die Taz berichtet:

Der Landwirt, der für seinen Kampf gegen die Gentechnik im vergangenen Jahr mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, sieht in der Entscheidung (...) einen Präzedenzfall. "Das Eingeständnis Monsantos, für die Kontamination benachbarter Felder verantwortlich zu sein, öffnet den betroffenen Bauern auf der ganzen Welt nun den Weg für Schadenersatzforderungen an Monsanto."

Ein wichtiger Sieg, der zeigt, dass Monsantos Strategie, seine Kritiker mit allen Mitteln zum Schweigen zu bringen, nicht aufgeht.

via Monsanto-Blog

27.03.2008

Vertriebsgenehmigung »regelrecht erschlichen«

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 des Unternehmens Monsanto zu verbieten.

Nachdem wie berichtet die Zulassung für die Maissorte MON810 von Monsanto im Mai vergangenen Jahres durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entzogen wurde, liegt sie seit Dezember wieder vor. Monsanto hat nach Ansicht des Bundesamtes die Auflagen erfüllt.

In einer Pressemitteilung erklärt der BUND dazu:

Die Genehmigung, in Deutschland weiterhin Mon 810-Saatgut verkaufen zu dürfen, habe Monsanto Ende 2007 nur unter der Bedingung erhalten, dass es einen geeigneten Monitoringplan vorlege, der die Umweltauswirkungen des Gentech-Maises erfasse. Der vorgelegte Plan erfüllt jedoch laut einer vom BUND in Auftrag gegebenen Rechtsexpertise nicht die erforderlichen Kriterien. Die Aussaat von MON 810 sei deshalb rechtswidrig.
(...)
Zum von Monsanto beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingereichten Monitoringplan sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger: "Offensichtlich hat sich Monsanto die neuerliche Vertriebsgenehmigung für MON 810 regelrecht erschlichen. Nicht nur dass diejenigen, die Monitoring-Daten liefern sollen, von Monsanto gar nicht kontaktiert worden sind. Sie sind auch nicht in der Lage, die erforderlichen Daten zu liefern, die eine klare Aussage über die Umwelteffekte von MON 810 zulassen." Es sei ein Skandal, dass das Bundesamt die Angaben von Monsanto nicht auf ihre Stichhaltigkeit überprüft habe. Ein weiterer Skandal sei, dass Bundesagrarminister Horst Seehofer zu diesem Vorgang schweige. Weiger forderte Seehofer auf, die bevorstehende Aussaat des MON 810-Maises zu stoppen.

13.03.2008

Monsanto, mit Gift und Genen

Auf Arte lief am Dienstag der Dokumentarfilm Monsanto, mit Gift und Genen. Ich habe ihn leider auch verpasst, aber Arte stellt ja alle Sendungen noch 7 Tage Online zur Verfügung.

Wir haben also noch ein paar Tage, ihn zu sehen. Wer das nicht schafft, kann sich das Firefox-Plugin VideoDownloadHelper installieren und die Sendung damit lokal abspeichern.

Update

Der Download von Arte mit dem VideoDownloadHelper gelingt zumindest mir nicht Wie es doch geht, steht in diesem Eintrag

26.01.2008

Die arme Sau

Ein Film über Patente auf Leben, Genfood und die Machenschaften der Gentechnik-Giganten

Die WDR-Produktion ist schon etwas älter, aber ich kannte sie noch nicht. Durch einen Beitrag im sozialen Netzwerk Kaioo bin ich auf den Film aufmerksam geworden und finde ihn so sehenswert, dass ich ihn auch hier empfehlen möchte.

Genforscher des großen amerikanischen Biotechnologie-Konzerns Monsanto haben bestimmte Abschnitte des schweinischen Erbgutes entschlüsselt und beschrieben. Diese wollen sie nun weltweit als Patent anmelden. Im Falle einer Erteilung wäre Schweinezucht nur noch mit der Genehmigung des Konzerns möglich. Das alarmiert die deutschen Züchter.

Ein Film über Patente auf Leben, Gentechnik, die Machenschaften des Gentechnik-Giganten Monsanto und Schweinezüchter, denen ihre Tiere bald nicht mehr gehören sollen, wenn ein Patentantrag von Monsanto vom Europäischen Patentamt angenommen wird.

Nicht neu, aber gut dokumentiert und spannend dargestellt. Ein Film, den man sich anschauen sollte um auch die letzten Zweifel daran zu zerstreuen, wie sehr Gentechnik und Patente auf Leben zur Bedrohung für die Menschheit werden, gerade nachdem gestern in Deutschland die Tür für die grüne Gentechnik wieder ein Stück weiter geöffnet wurde.

Video unter http://video.google.de/videoplay?docid=-5599944742624470002

Weitere Informationen zu Patenten unter:

Und sag' mir noch mal einer, Präzisionszucht (Smart Breeding) sei die gute Gentechnik. Wer nach dem Film noch glaubt, dass die notwendig ist, um Hunger und Elend in der Welt zu bekämpfen, der glaubt auch, dass Hasen bunte Eier legen (mal sehen, wann es da die ersten Patentanträge gibt).

06.01.2008

MON810 darf wieder angebaut werden

Landwirtschafts-Minister Horst Seehofer hat gegen den Rat der Fachbehörde den kommerziellen Anbau des Genmais MON810 wieder freigegeben

In den letzten Wochen war ich ziemlich erkältet und bin kaum mal zum schreiben gekommen. Diesem Blog merkt man das an. Ich hoffe, in den nächsten Wochen wird sich das ein wenig ändern. Jedenfalls darf diese - nun schon etwas ältere - Nachricht hier nicht fehlen.

Am 18.04.2007 wurde wie berichtet der Maissorte MON810 vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wegen des Fehlens eines Monitoring-Planes die Zulassung für den Anbau in Deutschland entzogen.

Den geforderte Monitoring-Plan hat die Firma Monsanto inzwischen vorgelegt. Wie Greenpeace darstellt, ist dieses Monitoring aus Sicht des Bundesamt für Naturschutz (BfN) allerdings völlig unzureichend. Von der Zulassung wurde vom BfN deshalb abgeraten.

Trotzdem liegt seit dem 06. Dezember 2007 die Zulassung für diese Maissorte nun wieder vor.

Greenpeace-Expertin Ulrike Brendel:

"Seehofer hat die Einwände der Fachbehörde schlicht ignoriert und handelt völlig widersprüchlich. Im April schränkt er den Anbau von Gen-Mais ein, jetzt akzeptiert er einen lächerlichen Überwachungsplan und genehmigt den Anbau. Er muss sich entscheiden, ob er die Interessen der Verbraucher und der Umwelt oder die der Gentechnik-Firmen vertreten will."

S. auch http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/naturschutzamt_krit... http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/zulassungen/dossier-mon-810-mais.html

Dazu passend: Eine Campact-Aktion ruft Bürger auf, ihre Abgeordneten zum Einsatz für den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft aufzufordern

16.10.2007

Reformieren kann man ein solches System nicht

Schweden soll die Verfassung ändern, weil Greenpeace Einsicht in Informationen über gentechnisch veränderten Mais von Monsanto erhalten hat

Ich tue mich ja schon immer sehr schwer mit der EU.

Erst kürzlich hat wie berichtet der Europäischer Gerichtshof erklärt, regionale Anbauverbote genveränderter Produkte seien unzulässig, gentechnikfreie Zonen also nicht rechtlich durchsetzbar.

Berichte, wie ich sie jetzt wieder bei Telepolis lesen konnte, sind auch nicht gerade dazu angetan, an meiner Haltung zur EU etwas zu ändern:

Anlass ist die Akteneinsicht von Greenpeace in Dokumente über den Monsanto-Konzern.
Laut Dagens Nyheter erhielt die schwedische Regierung ein Schreiben der EU-Kommission, in dem sie dazu aufgefordert wird, sich an EU-Recht anzupassen. Das aber ist nur möglich, wenn Schweden das in der Verfassung verankerte Öffentlichkeitsprinzip aufgibt.
Das Öffentlichkeitsprinzip machte es möglich, dass Greenpeace Einsicht in Informationen über gentechnisch veränderten Mais des Saatgutkonzerns Monsanto bekam. Die EU-Kommission sieht darin einen Verstoß gegen die EU-Richtlinie zu genveränderten Organismen.

Der Artikel verweist auf eine interessante und kritische Auseinandersetzung von Jony Eisenberg in der TAZ darüber, wie die EU von Lobbyisten und Multis instrumentalisiert wird. Sein Fazit:

Reformieren kann man ein solches System nicht. Das ist die wahrhaft traurige Perspektive für Europa: Die EU in der Form, in der wir sie vorfinden, muss zerschlagen werden.

03.10.2007

Alternativer Nobelpreis geht an Gentechnikgegner

Percy und Louise Schmeiser erhalten gemeinsam mit anderen den Alternativen Nobelpreis

"...for their courage in defending biodiversity and farmers' rights, and challenging the environmental and moral perversity of current interpretations of patent laws."

Percy und Louise Schmeiser Ich finde, es gehört eine Menge Überzeugung und auch Mut dazu, sich mit dem Konzern Monsanto, dem weltweit größten Anbieter von Gentechnik-Saatgut, anzulegen.

Auf das Grundstück von Percy und Louise Schmeiser fiel 1997 von einem vorbeifahrenden Lastwagen Saatgut für 'Round-up Ready'-Raps der Firma Monsanto und keimte dort.

Monsanto verklagte Percy und Louise Schmeiser deshalb 1998 wegen Patentverletzung auf Schadensersatz im Umfang von 400.000 kanadischen Dollar, weil sie unerlaubt patentiertes Saatgutes von Monsanto angebaut hätten. Gleichzeitig bot Monsanto an, die Klage zurück zu ziehen, wenn die Schmeisers in Zukunft ihr Saatgut bei Monsanto bezögen.

Was sich zunächst einmal wie eine Posse anhört, die an Absurdität kaum noch zu überbieten ist, wurde zu einem Rechtsstreit, der bis vor den obersten kanadischen Gerichtshof gelangte. 2004 wurden dort alle Forderungen von Monsanto gegen die Schmeisers abgewiesen.

In einem noch laufenden Verfahren klagen Percy und Louise Schmeiser inzwischen ihrerseits gegen Monsanto, um Schadensersatz für die Kontaminierung ihrer Felder zu erhalten.

Für ihren Mut, Biodiversität und die Rechte der Farmer zu verteidigen und gegen die moralischen Perversionen des geltenden Patentrechtes zu kämpfen erhalten Percy und Louise Schmeiser jetzt den Alternativen Nobelpreis. Sie teilen Ihn mit Christopher Weeramantry, Dekha Ibrahim Abdi und der Firma Grameen Shakti

Ich gratuliere.

S. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Alternativer_Nobelpreis.

Auch die Farmblogger haben einen interessanten Artikel zum Thema.

Foto: http://www.rightlivelihood.org/

17.06.2007

Weitere Monsanto-Mais-Sorte schädigt bei Ratten Herz und Nieren

Die Gen-Mais-Sorte NK603 ist in Deutschland als Lebens und Futtermittel zugelassen. Französiche Wissenschaftler konnten jetzt Schädigungen bei Ratten feststellen, die diesen Mais gefressen hatten.

Greenpeace berichtet am 15.06.2007, dass die französischen Expertengruppe CRIIGEN (Committee for Independent Research and Information on Genetic Engineering) bei Ratten Schädigungen an Herz und Nieren feststellen konnte, die mit der Mais-Sorte NK603 der Firma Monsanto gefüttert worden war. Der Mais NK603 ist gentechnisch so verändert, dass er gegen das Spritzmittel Roundup der Firma Monsanto resistent ist. Die selbe Expertengruppe hatte im Frühjahr eine Studie vorgestellt, in der sie Vergiftungssymptome und Nierenschäden bei Ratten feststellte, die mit der Gen-Maissorte MON 863 gefüttert worden waren - eine ebenfalls für den Verzehr zugelassenen Sorte der Firma Monsanto.

"Wer diesen Gen-Mais zulässt, macht Verbraucher zu Versuchskaninchen", sagt Christoph Then, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Der von uns vorgestellte Report zeigt, dass die Risikoprüfung von Gen-Saaten in der EU nicht funktioniert. Die zum Teil manipulierten Angaben der Industrie werden nicht wirklich überprüft. Es findet keine unabhängige Risikoforschung statt."
(...)
Greenpeace fordert einen Stopp der Zulassung und des Anbaus von Gen-Pflanzen in der EU, eine vollständige Neuorganisation der Europäischen Zulassungstelle EFSA (European Food Safety Authority) und wesentlich höhere Anforderungen an die Risikoabschätzung von Gen-Saaten.

Und wieder mal mussten Ratten für die Versuche herhalten. Ob Hugh Grant (der Präsident von Monsanto, nicht der Schauspieler) und seine Leute ihren Mais wohl selber essen. Vielleicht sollten die Wissenschaftler mal ... lassen wir das.

09.06.2007

... Es sieht so aus, als könnte die Firma für ausreichende Abstände sorgen

Trotz Anordnung wird in Borken nicht der Genmais untergepfügt, sondern der Mais auf den Nachbarfeldern.

Im April 2007 wurde der Verkauf des Genmais MON 810 in Deutschland untersagt, bis die Saatgutfirma Monsanto einen entsprechenden Monitoringplan vorlegt. Bei MON 810 handelt es sich um eine Maissorte, die gentechnisch so verändert wurde, dass sie ein Gift produziert, das den Maiszünsler tötet - einen Schmetterling, der sich in der Maispflanze einnistet und sie schädigt. Umweltschützer befürchten, dass dieses Gift nicht nur den Maiszünsler tötet, sondern auch andere Insektenarten schädigen kann. Diese Befürchtungen veranlassten das Bundesamt für Verbraucherschutz letztlich, den Verkauf zu untersagen.

Grundsätzlich gilt dieses Verbot nur für den Verkauf von Saatgut. Auf schon bestehende Maispflanzungen dieser Sorte hat es zunächst einmal keine Auswirkung. Anfang Mai forderte allerdings das Bundessortenamt in Hannover die Firma Monsanto auf auf, ein Feld in Borken umzupflügen, auf dem die Firma Mais der Sorte MON 810 anbaut. Der Grund dafür war, das der gesetzliche Mindestabstand zu konventionellen Maisfeldern nicht eingehalten sei. Es folgte ein langes Hin- und Her aber der Mais blieb. Unter dem Titel "Genmais ist resistent" schilderte die TAZ am 24.5.2007 die Vorgänge in Borken

Inzwischen hat Monsanto in Borken das Problem auf eine ganz besondere Art gelöst. Wie die Borkener Zeitung am 02.06 berichtet, bleibt der Versuchanbau mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestehen.

Die Sortenfördergesellschaft, die als Bewirtschafter der Versuchsfläche auftritt, hat benachbarte Flächen angepachtet, um den geforderten Mindestabstand von 150 Metern einzuhalten. Gestern wurde begonnen, diese Felder zu bearbeiten.

Noch am Donnerstag hatte die Bezirksregierung als Umweltaufsicht dem Unternehmen Monsanto als ausführender Firma mit einer Verfügung gedroht. Darin sollte die gentechnisch veränderten Sorten binnen vier Tagen entfernt werden. Als ein Vermessungstrupp der münsterschen Behörde gestern nochmals die örtlichen Gegebenheiten überprüfte, kam die Überraschung. "Unsere Leute erfuhren, dass sich die Saatzüchter mit einem benachbarten Landwirt geeinigt hätten", berichtet Pressesprecherin Sigrun Rittrich. Ihr Fazit gestern Abend: "Es sieht so aus, als könnte die Firma für ausreichende Abstände sorgen." Der Verfügung sei so der Boden entzogen. "Das zu bewerten, ist nicht unsere Angelegenheit."

Wie die Borkener Zeitung am 06.06.2007 berichtet hält NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) das Unterpflügen der Genmais-Pflanzen nun nicht mehr für notwendig.

Das Netzwerk "Borken ohnen Genmais" findet deutliche Worte zu den Vorgängen:

Eine Perversion ersten Grades! Der Giftmais bleibt stehen, obwohl die BezReg das Blühen und den Pollenflug verhindern wollte. Das Gift geht in den Boden, obwohl das Bundesamt für Verbraucher- schutz und Lebensmittelsicherheit bescheinigt (vgl. 9.5.), dass davon Gefahren ausgehen und Risiken bestehen.

Verkehrte Welt! Jetzt muss politisch gehandelt werden.

09.05.2007

Bundesamt für Verbraucherschutz verbietet Verkauf von MON810

Verkauf von Saatgut durch Monsanto nur nach Vorlage eines entsprechenden Monitoringplan erlaubt

Gegner des Genmaisanbaus haben immer wieder gegen unkalkulierbare Risiken protestiert, die mit dem Anbau der insektenresistenten Maissorte MON810 verbunden sind.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat nun mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass die Abgabe von Saatgut diese Sorte an Dritte nur erfolgen darf, wenn die Saatgutfirma Monsanto einen entsprechenden Monitoringplan vorlegt.

Das bedeutete faktisch ein Verbot von MON810, denn die Firma Monsanto hat bislang keinen Monitoringplan vorgelegt.

Siehe dazu:

http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/gen_mais_ade/ http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/archiv/09.05.2007/3251440.asp http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/zulassungen/dossier-mon-810-mais.html

07.05.2007

Patent auf Gen-Sojabohnen zurückgezogen

Europäisches Patentamt (EPA) zieht ein 1994 erteiltes Patent auf Gen-Soja vollständig zurück

Wie Greenpeace berichtet, hat das das Europäische Patentamt (EPA) in München am Donnerstag ein bereits 1994 erteiltes Patent auf Gen-Soja vollständig zurückgezogen.

Sehr zum Missfallen des US-Gentechnikgiganten Monsanto. Denn der wollte am Donnerstag vor der Beschwerdekammer des EPA seinen Monopol-Anspruch auf alle Gen-Sojabohnen der Welt durchsetzen. Damit hat das EPA im Grunde eine fehlerhafte Patent-Erteilung in der Vergangenheit zugegeben. Jetzt kommt es darauf an, dass in Zukunft solche Patente von vornherein nicht mehr erteilt werden.

Bereits 60 Prozent des weltweit angebauten Sojas ist nach Greenpeace-Angaben gentechnisch verändert, 90 Prozent davon wird durch Monsanto beherrscht. Durch ein solches Patent wäre mit Monsanto ein einziger Konzern in die Lage geraten, weltweit die Kontrolle über das angebaute Soja auszuüben.

Auch dieser Fall belegt, wie Firmen das Patentrecht missbrauchen, um sich die Natur systematisch anzueignen. Patentiert werden nicht wirkliche Erfindungen, sondern Entdeckungen und selbst ganze Lebewesen. Greenpeace fordert daher ein Verbot von Patenten auf Pflanzen und Saatgut, Tiere, Menschen und ihre Gene.

23.04.2007

Mit Genmais aus der Tortilla-Krise

Mexikanischer Bauernverband und Monsanto streben Aufhebung des Anbau-Moratoriums für Genmais an

Wie Transgen jetzt berichtet, hat der Nationale Verband der Maisanbauer Mexikos und der Konzern Monsanto eine Vereinbarung über die kontrollierte Markteinführung von genetisch verändertem Mais erzielt.

Hintergrund ist die erhebliche Nachfrage nach Mais für Biosprit auf dem Weltmarkt. In Mexiko hat sie zu einem so drastischen Preisanstieg geführt, dass ein Teil der Bevölkerung sich den Mais für ihr Grundnahrungsmittel, die Tortilla nicht mehr leisten kann.

Seit 1998 gibt es in Mexiko ein Moratorium, das den Anbau von gentechnisch verändertem Mais verbietet. Mexiko ist das Land mit der grössten Artenvielfalt an Teosinte, der Urform des wild wachsenden Mais. Der Grund für das Moratorium war die Befürchtung, genveränderte Organismen konnten die wild wachsenden Arten kontaminieren.

Allerdings, so Tansgen konnte bisher nicht experimentell bestätigt werden, dass Gene des gv-Maises sich dauerhaft in den regionalen Landrassen etablieren.

Die Vereinbarung sieht vor, in diesem Jahr mit Freilandversuchen zu beginnen, bei denen mögliche Umweltauswirkungen von gv-Mais überprüft werden. Im nächsten Jahr soll ein Probeanbau folgen, jedoch noch kein Saatgut verkauft werden. Wenn sich keine Nachteile zeigen, könnte der Anbau von gv-Mais in Mexiko 2009 beginnen. Der Druck auf mexikanische Regierung, gv-Mais zu erlauben, hatte sich in letzter Zeit erhöht, da aufgrund der wachsenden Nachfrage auf dem Weltmarkt die Maispreise stark gestiegen waren und zu einer Verteuerung der Mais-Lebensmittel geführt hatten. Durch den Anbau von gv-Mais soll die nationale Maiserzeugung gesteigert werden.

S. auch http://www.biosicherheit.de/de/aktuell/549.doku.html

22.04.2007

Verleiht Genmais keine Flügel!

Imker wehren sich gegen Verunreinigung von Honig durch gentechnisch veränderten Mais

Eben gefunden: Pressemitteilung von Mellifera e.V.

In diesem Frühjahr klagen Imker gegen die Aussaat des gentechnisch veränderten Mais der Firma Monsanto. Der Genmais MON 810 hat keine Zulassung als Bestandteil von Lebensmitteln. Da Bienen ihren Eiweißbedarf zu einem großen Teil aus Maispollen decken, besteht die Gefahr der Verunreinigung des Honigs durch den Genmais. Dagegen wehren sich die Imker. Sie weisen darauf hin, dass der Flugradius von Bienen mehrere Kilometer beträgt und sich nicht auf gentechnikfreie Flächen beschränken lässt.

Noch mehr Informationen unter http://www.bienen-gentechnik.de/

19.04.2007

NABU unterstützt Protest gegen Freisetzung von gentechnisch verändertem Mais

Mögliche Risiken neuer genmanipulierter Maissorten für Natur und Umwelt wurden nicht geprüft

In einer Presseerklärung weist der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am 17.04.2007 auf den Protest der Bevölkerung gegen die Aussaat von gentechnisch verändertem Mais durch den US-Konzern Monsanto hin.

In sechs Bundesländern wolle Monsanto neue genveränderte Maissorten sowie die Dosierung der zugehörigen Breitbandherbizide testen. Dabei seien auch Standorte in unmittelbarer Nähe von Schutzgebieten vorgesehen.

Aus Sicht des NABU-Vorsitzenden Tschimpke sind diese Tests riskant und dürfen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nicht genehmigt werden.

"Die möglichen Risiken dieser neuen genmanipulierten Maissorte für Natur und Umwelt wurden nicht geprüft" (...) Der Anbau des Monsanto-Maises in Verbindung mit dem Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels in Schutzgebieten sei ein Skandal. Der Mais ist toxisch für Schmetterlinge und Käfer. "Seltene Arten wie Gelbbauchunke, Kammmolch, Eremit (Juchtenkäfer) sowie der großer Feuerfalter werden rücksichtslos gefährdet"

09.04.2007

Nachfrage nach Mais für Biosprit treibt Gentechnik an

Monsanto verzeichnet Absatzsteigerung um 47 Prozent

Wie die österreichische Zeitung Die Presse am 05.04.2007 berichtet, führt die anhaltende Nachfrage nach Mais für Biosprit in den USA zu einer deutlichen Steigerung des Absatzes von Saatgut für gentechnisch veränderten Mais bei der US-Firma Monsanto.

Monsanto-Chef Hugh Grant hat Dienstagabend berichtet, dass der Gewinn im abgelaufenen Quartal um 23 Prozent gestiegen ist. Hauptgrund: Der Absatz von Gen-Mais-Saatgut ist um 47 Prozent gestiegen - und zwar wegen des Biosprit-Booms in den USA. In Amerika wird immer mehr aus Mais hergestellter Ethanol dem Benzin beigemischt. In Bälde wird das auch in Europa so sein.
(...)
Großer Renner ist derzeit "Triple-stack"-Mais: Dieser ist unempfindlich gegen zwei Schadinsekten und gegen das Unkrautvertilgungsmittel Roundup Ready. Farmer, die Mais im großen Stil anbauen - in den USA auf Feldern mit 4000 und mehr Hektar -, sparen sich dadurch Arbeit und Spritzmittel, sie haben höhere Gewinne. Während es selbst in den USA bei Gen-Mais als Nahrungsmittel Ressentiments gibt, hat niemand etwas dagegen, diese Pflanzen für Biosprit zu verwenden. 52 Prozent des US-Mais sind gentechnisch verändert.

29.03.2007

Genmais MON863 auf den Philippinen nicht mehr zugelassen

Phillipinische Regierung entzieht die Zulassung für potentiell gesundheitsgefährlichen Genmais. Keine Reaktionen in Europa.

Wie Greenpeace heute berichtet, ist der Genmais MON863 auf den Philipinen nicht mehr erwünscht. Die Importgenehmigung wurde zurückgezogen.

Die Bürger der EU warten hingegen noch immer auf Reaktionen auf die unabhängige Studie französicher Wissenschaftler vom März 2007. Nach dieser Studie ist der genveränderte Mais MON863 der Fa. Monsanto potentiell gesundheitsschädlich. Ratten wiesen nach der Fütterung mit MON863 Schädigungen von Leber und Nieren auf.

23.03.2007

Erleichterung der Zulassung von genveränderten-Pflanzen in Brasilien

Präsident Lula da Silva unterzeichnete ein Gesetz, das die Zulassung von genveränderten Pflanzen erleichtert.

Wie Transgen heute berichtet, steht Brasilien vor der Zulassung weiterer gentechnisch veränderter Pflanzen.

Nach langen öffentlichen Diskussionen unterzeichnete der sozialistische Präsident Lula da Silva ein Gesetz, das die Zulassung von gv-Pflanzen erleichtert. Bei Abstimmungen der Zulassungsbehörde CTNBio (Nationale technische Kommission für biologische Sicherheit) genügt künftig eine einfache Mehrheit, nicht mehr wie zuvor eine Zweidrittel-Mehrheit. Die Minderheit gentechnik-kritischer Experten und Regierungsbeamter hatte bis dahin Zulassungen blockieren können. Bisher ist in Brasilien nur der Anbau von gv-Sojabohnen erlaubt.
Nun wird damit gerechnet, dass schon bald gv-Mais folgt. Mehrere Zulassungsanträge der Agro-Unternehmen Monsanto, Bayer CropScience und DuPont stehen vor der Entscheidung. Genehmigt wurden auch Freisetzungsversuche mit gv-Zuckerrohr, die einen höheren Zuckergehalt aufweisen und von einer brasilianische Firma entwickelt wurden. Noch nicht freigeben wurde hingegen gv-Baumwolle. Diese wird jedoch bereits illegal angebaut. Die Flächen sollen 100.000 Hektar betragen.

22.03.2007

Gewappnet für den Klimawandel

Monsanto und BASF wollen trockentolerante Pflanzen entwicklen

Wie Transgen heute berichtet, haben die Konzerne Monsanto (St. Louis, USA) und BASF (Ludwigshafen) eine Zusammenarbeit vereinbart.

Kooperieren wollen die beiden Unternehmen bei Forschung, Entwicklung und Vermarktung von neuen Pflanzen mit erhöhten Erträgen und einer gesteigerten Toleranz gegenüber Trockenheit. Die Vereinbarung bezieht sich auf die Kulturarten Soja, Mais, Raps und Baumwolle.

Das wird vermutlich ein einträgliches Geschäft, denn als Folge des Klimawandels wird in den nächsten Jahren das Wasser vor allem in den ärmeren Regionen knapp werden, die bereits heute unter Überbevölkerung und Wassermangel leiden.

So läßt sich prima Profit mit dem Klimawandel machen.

18.03.2007

Greenpeace stellt eine Studie französischer Wissenschaftler über Genmais vor

Danach ist der Genmais MON863 für Ratten schädlich. Trotzdem darf er als Lebens- und Futtermittel in die EU eingeführt werden.

Der Genmais MON863 der Firma Monsanto stellt nach einer von Greenpeace am 13.03.2007 vorgestellten Studie ein potentielles Gesundheitsrisiko dar:

Der Gen-Mais des Konzerns Monsanto ist seit Jahren im Gerede, weil er, an Ratten verfüttert, zu Vergiftungssymptomen und Schädigungen von Leber und Nieren führte. In die EU darf er trotzdem als Lebens- und Futtermittel eingeführt werden. Daran halten die EFSA und die nationalen Zulassungsbehörden fest - auch das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz.

Greenpeace gelang es 2005 per Gerichtsbeschluß die Offenlegung der Risikobewertung von Monsanto für die Zulassung für den europäischen Markt zu erwirken. Diese wurde jetzt von der unabhängigen Expertengruppe CRIIGEN (Committee for Independent Research and Genetic Engineering) bewertet.

Es gibt erhebliche Mängel in der statistischen Auswertung der Studie, wie sie von Monsanto vorgelegt wurde, sagt Gilles-Eric Séralini von der Universität in Caen, der das französische Wissenschaftlerteam CRIIGEN leitet. "Neben den Schäden an Leber und Nieren wurden auch die Gewichtsveränderungen der Tiere nicht ausreichend untersucht. Weitere wichtige Daten, beispielsweise über Veränderungen des Urins der Tiere, ließ Monsanto unter den Tisch fallen."


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