Nachdem Greenpeace, BUND, WWF und die Bildzeitung zur Aktion Licht aus aufgerufen haben, ist eine Gruppe von Organisationen, darunter Nabu, die Grüne Liga Campact, die Taz, Wir Klimaretter, jetzt.de, Attac, die BUND-Jugend, NaJu und Robin Wood der Ansicht
Es ist schön, Zeichen zu setzen. Aber um das Klima wirklich noch zu retten, müssen wir mehr tun: Unseren Ausstoß an Treibhausgasen dauerhaft senken und politischen Druck machen. Sie können dabei mithelfen. Jetzt!
Nabu weist auf jahrelange Genforschung an Äpfeln im Freilandkäfig hin
Am Institut für Obstzüchtung Dresden-Pillnitz forscht man bereits seit Jahren nach Möglichkeiten, Äpfel gentechnisch zu verändern. Der NABU berichtet am 27. September 2007:
In Dresden wird schon seit einigen Jahren von der Öffentlichkeit unbeachtet zu gentechnisch veränderten Obstsorten geforscht. Schon heute gibt es die Gen-Äpfel in sogenannten "Freilandkäfigen".
2003 wurde bereits ein Antrag auf Aussetzung von Obstgehölzen in Pillnitz gestellt. Dieser wurde allerdings - nach zahlreichen Einsprüchen, u.a. auch vom Pomologen-Verein e.V. sowie dem NABU - vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zunächst abgelehnt. Doch die Forschungen zur Gentechnik gingen jedoch dessen ungeachtet in Pillnitz weiter.
Ein ausführlicher Bericht (PDF) von Hans-Joachim Bannier vom Pomologen-Verein e.V. setzt sich mit den Risiken auseinander und die sind erheblich.
Neben einer Reihe von für Gentechnische Landwirtschaft typischen Risken schreibet Hans-Joachim Bannier:
Völlig außen vor bleibt in ihren Risiko-Betrachtungen die Tatsache, dass die gentechnisch
veränderten Äpfel selbst in viel größerem und völlig unkontrollierbarem Ausmaß das GVO-
Erbgut in die Welt tragen werden, wenn sie denn jemals für den Markt produziert werden
sollten, d.h. im Supermarkt und in unserer Küche landen (aber genau dafür wird ja alle
Grundlagenforschung zur Gentechnik betrieben!).
Vielleicht sollten die Dresdener Forscher mal bei den amerikanischen Gentechnikunternehmen, allen voran Monsanto in die Lehre gehen. Die können ihnen erklären, wie man soche Problem löst.
Für mich war die erste Frage, wozu man denn überhaupt gentechnisch veränderte Äpfel braucht. Aber bei der Lektüre des o.g. Berichtes wurde schnell klar: der Weltmarkt für Äpfel wird von 4 Sorten beherrscht. Biodiversität und Züchtung wäre eigentlich die richtige Antwort auf die Ausbreitung von Krankheiten, aber bei diesem begrenzten Markt scheint das nicht so einfach zu sein.
Kirchen, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen haben sich zu einer Allianz zusammengeschlossen.
über 40 Organisationen darunter die evangelische und katholische Kirche, Entwicklungsorganisationen, Umweltverbände und weitere Organisationen haben sich heute zu einer Klima-Allianz zusammengeschlossen, darunter der Evangelische Entwicklungsdienst, Brot für die Welt, die Diakonie Katastrophenhilfe, Misereor, der BUND, die DUH, Greenpeace, NABU der WWF sowie Germanwatch, WEED und attac.
Weitere Unternehmen, Gewerkschaften und Organisationen sind dazu eingeladen, sich dem Bündnis anzuschließen.
Auf der Homepage der Klima-Allianz heißt es:
Insgesamt über 40 Organisationen veröffentlichten am 24. April 2007 einen gemeinsamen Aufruf für eine entschlossenere Klimapolitik.
Erstmalig in Deutschland tritt damit ein breites Bündnis an, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen.
(...)
Die Bundesregierung muss nach Auffassung der Klima-Allianz zusätzliche Finanzmittel zur Armutsbekämpfung und für Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern aufbringen. Der Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttosozialeinkommen müsse bis 2015 auf 0,7 Prozent erhöht werden. Dies sollte durch die Einführung einer Flugticketabgabe unterstützt werden. Die CO2-Zertifikate beim Emissionshandel sollten umgehend versteigert werden, nicht erst nach 2012, wie derzeit von der Bundesregierung vorgesehen. Ihrer internationalen Verantwortung müsse die Bundesregierung auch beim bevorstehenden G8-Gipfel und bei den Klimaverhandlungen gerecht werden.
Mögliche Risiken neuer genmanipulierter Maissorten für Natur und Umwelt wurden nicht geprüft
In einer Presseerklärung weist der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am 17.04.2007 auf den Protest der Bevölkerung gegen die Aussaat von gentechnisch verändertem Mais durch den US-Konzern Monsanto hin.
In sechs Bundesländern wolle Monsanto neue genveränderte Maissorten sowie die Dosierung der zugehörigen Breitbandherbizide testen. Dabei seien auch Standorte in unmittelbarer Nähe von Schutzgebieten vorgesehen.
Aus Sicht des NABU-Vorsitzenden Tschimpke sind diese Tests riskant und dürfen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nicht genehmigt werden.
"Die möglichen Risiken dieser neuen genmanipulierten Maissorte für
Natur und Umwelt wurden nicht geprüft" (...) Der Anbau des Monsanto-Maises in Verbindung mit dem Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels in Schutzgebieten sei ein Skandal. Der Mais ist toxisch für Schmetterlinge und Käfer. "Seltene Arten wie Gelbbauchunke, Kammmolch, Eremit (Juchtenkäfer) sowie der großer Feuerfalter werden rücksichtslos gefährdet"