30.03.2008

Percy Schmeiser erfolgreich gegen Monsanto

Monsanto zahlt Schadensersatz für kontaminierte Maisfelder

Kein Gentechnikgegner ist so bekannt wie Percy Schmeiser, der kanadische Farmer und Träger des alternativen Nobelpreises, der sich seit Jahren mit dem weltweit größten Hersteller von genverändertem Saatgut, Monsanto, anlegt.

Percy und Louise Schmeiser wurden 1998 von Monsanto verklagt, weil sie angeblich patentierten Gen-Raps der Firma Monsanto auf ihren Feldern anbauten, ohne diesen jedoch von dem Saatgut-Untennehmen gekauft zu haben. Es stellte sich heraus, das Schmeisers Felder durch fremdes Saatgut kontaminiert waren. Trotzdem verlangte Monsanto Schadensersatz, bot den Schmeisers aber einen Verzicht an, wenn sie in Zukunft ihr Saatgut von Monsanto beziehen würden. Der Fall ging über mehrere gerichtliche Instanzen. Nachdem sich Percy Schmeiser gegen Monsanto durchsetzen konnte, verklagte er seinerseits Monsanto wegen der Kontaminierung seiner Felder.

In dieser Angelegenheit hat es nun eine aussergerichtliche Einigung zwischen Percy Schmeiser und Monsanto gegeben. Monsanto zahlt Percy Schmeiser Schadensersatz. Bemerkenswert an der Sache ist, dass Monsanto ganz gegen die sonstigen Gewohnheiten auf eine Verschwiegenheitsklausel verzichtet hat.

Die Taz berichtet:

Der Landwirt, der für seinen Kampf gegen die Gentechnik im vergangenen Jahr mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, sieht in der Entscheidung (...) einen Präzedenzfall. "Das Eingeständnis Monsantos, für die Kontamination benachbarter Felder verantwortlich zu sein, öffnet den betroffenen Bauern auf der ganzen Welt nun den Weg für Schadenersatzforderungen an Monsanto."

Ein wichtiger Sieg, der zeigt, dass Monsantos Strategie, seine Kritiker mit allen Mitteln zum Schweigen zu bringen, nicht aufgeht.

via Monsanto-Blog


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