... der vergangenen Woche aufmerksam geworden.
Zwischen CDU, SPD und Grünen wurde am vergangenen Montag ein gemeinsamer Antrag zur Inklusion in der nächsten Ratssitzung und ein gemeinsames Vorgehen im Schulausschuss vereinbart. Die genaue Formulierung des Antrages soll kurzfirstig erfolgen.
Die Zeitung ist korrekt informiert, ich war bei dem Gespräch auch dabei. Ich habe allerdings keine Ahnung, wer aus der Runde schon die Presse informiert hat.
Vereinbart ist eine Erklärung des Rates, dass Inklusion ein zentrales Anliegen der Stadt ist. Bis zum Schuljahr 2019/20 wird eine inklusionsquote von mindestens 80% angestrebt, schon für 2014/15 sollen es 45% sein. Ausserdem soll es einen kommunalen Arbeitskreis (Plenum) Inklusion geben.
Inklusive Schulbildung in Dorsten
Der Rücklauf auf unsere Anfrage an Dorstener Parteien ist schleppend, lediglich die Linke hat geantwortet, vom CDU-Bürgermeister habe ich immerhin eine Eingangsbestätigung und die Zusage bekommen, Mitte des Monats zu antworten.
bei SPD, FDP, und Grünen habe ich deshalb eben nochmal nachgefragt.
Betr.: Inklusive Schulbildung in Dorsten
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 24.06.2009 haben meine Frau und ich Ihnen und einigen anderen
Parteien in Dorsten per Mail verschiedene schulpolitische Fragen
gestellt. Bis heute haben wir leider weder eine Eingangsbestätigung
noch eine Antwort erhalten.
Ich erlaube mir deshalb, heute noch einmal an unsere Mail zu erinnern,
verbunden mit der Frage ob bzw. wann wir mit einer Antwort rechnen
können.
Auch wenn Sie nicht beabsichtigen, unserer Fragen zu beantworten, wäre es
nett, wenn Sie uns dies kurz mitteilen würden.
Mit freundlichem Gruß
Michael Baumeister
Update 12.08.2009
Vor meinem Urlaub war ich am 22.07. bei Susanne und Günther Fraund von den Dorstener Grünen zum Gespräch eingeladen und hatte die Möglichkeit, sehr ausführlich mit ihnen meine Fragen zu erörtern.
Bürgermeister Lütgenhorst von der CDU hat mich ebenfalls zu einem Gespräch eingeladen, gemeinsam mit dem Schuldezernenten Gerd Baumeister (nicht verwandt). Der Termin steht aber noch aus.
Von der FDP habe ich eine Mail bekomen, dass ich natürlich noch Antwort erhalten werde. Aber die Antwort kam noch nicht.
Von der SPD habe ich noch gar nichts gehört und habe eben noch mal über das Kontaktformular auf der Homepage nachgefragt. Vielleicht hat mich ja der sozialdemokratische Spamfilter geschluckt. Würde mich nicht wundern.
Ich plane, noch mal eine Zusammenfassung zu schreiben, wenn ich von allen Parteien Antworten bekommen habe oder sicher bin, sie nicht mehr zu bekommen.
Update 2
Gerade habe ich eine Antwort von Hans-Willi Niemeyer von der SPD auf meine Nachfrage erhalten. Meine Mails seien dort nicht eingegangen. Ich habe sie nochmals verschickt.
Vorhin haben wir eine Anfrage zum Thema Inklusive Schule in Dorsten an einige lokale Parteien gestellt, die hier bei der Kommunalwahl antreten. Angeschrieben haben wir die CDU, die SPD, die FDP, die Grünen und die Linke.
Ich bin gespannt auf die Antworten. Da ich auf meine Absicht hingewiesen habe, die Antworten zu veröffentlichen, werde ich natürlich alles hier einstellen. Und falls keine Antworten kommen, ist das ja irgendwie auch eine Antwort.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir sind Eltern eines 7-jährigen Sohnes mit Down-Syndrom, der seit
Sommer 2008 den gemeinsamen Unterricht der St.Antonius-Grundschule
besucht.
Wir möchten Ihnen einige schulpolitische Fragen stellen, mit der Bitte,
sie kurzfristig, möglichst per Mail zu beantworten. Wir stellen diese
Fragen verschiedenen Parteien, die in Dorsten an der Kommunalwahl 2009
teilnehmen. Ihre Antworten sollen uns und weiteren Eltern, die für
ihre Kinder den gemeinsamen Unterricht wünschen, Leitlinie für die
Kommunalwahl 2009 sein. Wir gehen deshalb von Ihrem Einverständnis zur
Veröffentlichung ihrer Antworten aus.
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Am vergangenen Montag fand in Dorsten im Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße einen Veranstaltung von SPD und Grünen zum Thema Eine faire Chance für alle Kinder - welche Schulen brauchen wir? statt.
Redner waren die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz und der Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen Dr. Hans-Udo Schneider.
Frau Stotz stellte dar, dass es seit der Einführung der Gesamtschule keine wirkliche Schulreform mehr gegeben habe. Gleichzeitig könne man aber eine schleichende Verschlechterung der Schule in NRW feststellen, die sich besonders auf die Hauptschule auswirke.
Die meisten Eltern wollten Ihrer Ansicht nach nicht die Hauptschule für ihre Kinder, sonderen würden eine Schule bevorzugen, an der alle Abschlüsse möglich sind. Dies zeige auch die Tatsache, dass in NRW 15000 Abweisungen pro Jahr bei Anmeldungen zur Gesamtschule erfolgen müssen, während nur noch 14% der Eltern die Hauptschule wählten - 1970 waren es 54%, 2007 noch 20%.
Die SPD fordert ein gerechtes beitragsfreies Bildungssystem bis zum Ende des ersten Studiums (Abschaffung der Studiengebühr), alle Schulen sollen Ganztagsschulen werden, keine Abschulung, kein Sitzenbleiben, jedes Kind soll mitgenommen werden. Das Pinzip der schultypspezifischen Lehrerausbildung wird abgelehnt.
Eine Differenzierung soll frühestens ab Klasse 7 erfolgen.
Herr Dr. Schneider möchte keinen Schulkampf, aber er möchte die Debatte um die Schule auch in Dorsten führen.
Zur Zeit werde zu sehr damit gearbeitet, Eltern Angst zu machen, aber "Wer Ängste schürt, hat etwas zu verbergen".
Sein Ziel sei es, Strukturen für die beste Bildung zu schaffen. Dabei bezeichnete er das dreigliedrige Schulsystem als Relikt aus dem letzten Jahrhundert, betonte aber zugleich immer wieder, er wolle den Eltern nichts aufdrängen und auch keine Schulform "platt machen".
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Dorstener SPD und Grüne fragen in einer gemeinsamen Veranstaltung Eltern.
SPD und Grüne Dorsten laden gemeinsam am 25.05.2009 Eltern zu einem Gespräch zur Schulpolitik ein. Als Expertin ist die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz eingeladen.
Ich hatte heute beim Agendamarkt kurz gelegenheit, mit dem gemeinsamen Bürgemeisterkandidaten von SPD und Grünen, Dr. Hans-Udo Schneider über seinen Positionen zur Schulpolitik zu sprechen. Was er sagte, klang für mich recht vielversprechend. Besonders wichtig ist mir, dass er die Position teilt, Kinder mit Förderbedarf sollten in Regelschulen gefördert werden und dass für ihn der Elternwille bei der Entscheidung über den Förderort maßgeblich ist.
Um den beiden Parteien noch mal konkreter auf den Zahn fühlen zu können, ist die Veranstaltung vielleicht eine ganz gute Gelegenheit.
... habe ich eigentlich nicht viel zu sagen. Ich bin nicht in der SPD, es ist also auch nicht mein Problem.
Ich persönlich hielt Wolfgang Clement schon immer für einen arroganten, weltfremden und abgehobenen Politiker, der den Bezug zur Realität längst verloren hatte. Ich mache kein Hehl daraus, dass ich froh bin, dass seine aktive Regierungszeit vorbei ist.
Trotzdem. Das ist keine Art, mit anderen Meinungen umzugehen. Eine Partei, die Konflikte nicht mehr inhaltlich austrägt, hat keine gesundes Verhältnis zum Recht auf freie Meinungsäußerung.
Und mal ehrlich - Glauben die wirklich, irgendjemand in Hessen hätte Frau Ypsilanti nicht gewählt, weil Clement das gesagt hat?
SPD will 14 Jahre alten Beschluß zum Ausschank fair gehandelten Kaffees kippen
In unserer Nachbarstadt Schermbeck wird seit 14 Jahren während der Rats- und Ausschussitzungen fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Auf Initiative der Grünen wurde 1993 beschlossen, den Kaffee aus dem Eine-Welt-Laden der katholischen Gemeinde zu kaufen. Der Kaffee ist - anders als in anderen Städten für die Kommunalpolitiker sogar kostenlos.
Wie die Ruhr-Nachrichten - Dorstener Zeitung in ihrer Papierfassung beute berichten, schmeckt der faire Kaffee den Politikern der SPD aber nicht mehr.
Mit einem Antrag der SPD an den Haupt- und Finanzausschuss soll deshalb nun erreicht werden, dass ein anderer Kaffee während der Ratssitzungen ausgeschenkt wird. Ob benachteiligte südamerikanische Kaffebauern durch den fairen Handel eine Zukunftsperspektive für sich und ihre Familien erhalten, spielt dabei scheinbar keine Rolle.
Welche Kaffeesorte den SPD-Politikern besser schmeckt, wird in dem Artikel leider nicht verraten.
Das Gerücht, dass fair gehandelter Kaffee grundsätzlich nicht schmeckt, hält sich seit Jahren beharrlich. Leider hat das mit der Realität nichts zu tun. Fair gehandelter Kaffee hat inzwischen eine hervorragende Qualität und einen ausgzeichneten Geschmack. Ich bin mir sicher, dass bei dem breiten Sortiment, dass allein die gepa anbietet, auch eine geeignete Sorte für die Schermbecker Ratsherren zu finden sein wird.
Ich empfehle als Filterkaffee den Kaffee Organico, einen "naturmilden aromatischem Röstkaffeee, samtig weich, zart im Geschmack, sehr bekömmlich" und für den Vollautomat (habe die aber sicher nicht) den Bio Caffè Crema.
Mal davon abgesehen: Habe die Schermbecker Kommunalpolitker eigentlich nicht besseres zu tun, als sich mit dem Geschmack des Kaffees bei der Ratssitzung zu befassen?