Ist schon länger her, dass wir zu Konzerten gegangen sind. Gestern spielten im Ramirez in Schermbeck Stoppok und Worthy und das war ein unbedingter Anlass, mal wieder unsere Kinderbetreuerin (Babysitter wäre inzwischen wohl der falsche Begriff) zu engagieren.
gehört zu den Musikern, die ich seit etwa 25 Jahren immer wieder und vor allem bei Konzerten gehört habe. Das letzte Konzert liegt allerdings auch schon wieder einige Jahre zurück. Man merkt ihm die 30jährige Routine auf der Bühne schon an. Stoppok ist ein herausragender Gitarrist mit einer sehr markanten Stimme, die Stücke sind eine gelungen Mischung aus Witzigem und Nachdenklichem. Er kommt souverän an und er hat zu jedem Beitrag aus dem Publikum die passende Antwort. Da verzeiht man ihm auch mal den einen oder anderen vergessenen Text.
Großartig ist auch das Zusammenspiel mit dem Bassisten Reggie Worthy, der für meine Begriffe ruhig mit noch mehr eigenen Stücken hätte vorkommen dürfen. Worthy ist nicht nur ein grandioser Bassist sondern hat auch gesanglich einiges zu bieten.
Hier ein recht aktuelles Video von Stoppok mit dem wirklich schönen Stück durch den Beton, leider ohne Worthy.
SPD will 14 Jahre alten Beschluß zum Ausschank fair gehandelten Kaffees kippen
In unserer Nachbarstadt Schermbeck wird seit 14 Jahren während der Rats- und Ausschussitzungen fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Auf Initiative der Grünen wurde 1993 beschlossen, den Kaffee aus dem Eine-Welt-Laden der katholischen Gemeinde zu kaufen. Der Kaffee ist - anders als in anderen Städten für die Kommunalpolitiker sogar kostenlos.
Wie die Ruhr-Nachrichten - Dorstener Zeitung in ihrer Papierfassung beute berichten, schmeckt der faire Kaffee den Politikern der SPD aber nicht mehr.
Mit einem Antrag der SPD an den Haupt- und Finanzausschuss soll deshalb nun erreicht werden, dass ein anderer Kaffee während der Ratssitzungen ausgeschenkt wird. Ob benachteiligte südamerikanische Kaffebauern durch den fairen Handel eine Zukunftsperspektive für sich und ihre Familien erhalten, spielt dabei scheinbar keine Rolle.
Welche Kaffeesorte den SPD-Politikern besser schmeckt, wird in dem Artikel leider nicht verraten.
Das Gerücht, dass fair gehandelter Kaffee grundsätzlich nicht schmeckt, hält sich seit Jahren beharrlich. Leider hat das mit der Realität nichts zu tun. Fair gehandelter Kaffee hat inzwischen eine hervorragende Qualität und einen ausgzeichneten Geschmack. Ich bin mir sicher, dass bei dem breiten Sortiment, dass allein die gepa anbietet, auch eine geeignete Sorte für die Schermbecker Ratsherren zu finden sein wird.
Ich empfehle als Filterkaffee den Kaffee Organico, einen "naturmilden aromatischem Röstkaffeee, samtig weich, zart im Geschmack, sehr bekömmlich" und für den Vollautomat (habe die aber sicher nicht) den Bio Caffè Crema.
Mal davon abgesehen: Habe die Schermbecker Kommunalpolitker eigentlich nicht besseres zu tun, als sich mit dem Geschmack des Kaffees bei der Ratssitzung zu befassen?