10.02.2008

Verschnupfte Maus

Durch Genveränderungen ist es Forschern gelungen, Mäuse anfällig für Erkältungen zu machen Hausmaus

Die Presse.com berichtet über ein neues perverses Tierexperiment

Die erste erkältete Maus der Welt hat Hoffnungen auf Heilungsmöglichkeiten für die lästige Volkskrankheit geweckt. Wissenschaftern vom Imperial College in London gelang es, eine Maus durch genetische Manipulationen empfänglich für Rhinoviren zu machen, die für die meisten Erkältungen verantwortlich sind und sonst nur Menschen und Schimpansen befallen, wie die Fachzeitschrift "Nature Medicine" am Montag berichtete.
Dadurch würden Experimente an den kleinen Säugetieren möglich, die neue Behandlungsmöglichkeiten für Husten und Schnupfen, aber auch für ernsthaftere Erkrankungen wie Asthma eröffnen könnten.

Ich bin immer wieder fassungslos angesichts solcher Nachrichten. Wie eine medizinische Sensation wird verkündet, dass wieder ein Mal irgendwelche Zauberlehrlinge am Bauplan der Schöpfung herumgefuscht haben und sich dabei auch noch wie die Götter fühlen.

Hoffnungen auf Heilungsmöglichkeiten?? Heiße Zitrone, Lindenblütentee, viel trinken... Die Natur hält eine endlose Zahl von Heilmitteln gegen Erkältungskrankheiten bereit. Und auch die Homöopathie bietet ein reichhaltiges Spektrum an bewährten Mitteln gegen Husten und Schnupfen.

Dumm nur, dass man die in der Regel nicht patentieren lassen kann. Deshalb müssen neue her und zu diesem Zweck müssen mal wieder Versuchstiere dran glauben.

Foto: Wikipedia

27.02.2007

Elektroschocks für Brieftaube

Chinesische Wissenschaftler stellen makaberes Experiment vor

"Schockierend", anders kann ich den Bericht bei Golem nicht nennen, nach dem es chinesischen Wissenschaftlern gelungen sein soll, eine Taube fernzusteuern, indem sie mit Mikroelektroden Gehirnregionen stimulierten.

Die Elektroimplantate würden dabei unterschiedliche Zellgegenden im Hirn des Vogels stimulieren, je nachdem, welche Signale die Wissenschaftler von ihrem Computer ausgesendet haben. Die Signale glichen dabei sehr den Nervenerregungen, die der Körper selbst nutzt, um Bewegungen zu kontrollieren.
Es soll das erste erfolgreiche Experiment bei einem Vogel sein, sagte Forschungsleiter Su Xuecheng. Nun möchten die Forscher das Verfahren weiterentwickeln und hoffen auf praktische Einsatzgebiete in der Zukunft. Wie die aussehen könnten, dazu machten die Chinesen jedoch keine Angaben.

Erschreckend, wie gnadenlos und blind Menschen andere Lebewesen zum Objekt ihrer Experimente degradieren. Forschung an Lebewesen - in der Erwartung, vielleicht mal eine Anwendung dafür zu finden. Kennen solche "Forscher" eigentlich ethische Grenzen?


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