Greenpeace fordert zur Unterstützung eines Appells an Bundeskanzlerin Märkel auf
Setzen Sie sich für einen konsequenten europäischen CO2-Grenzwert bei Pkw ein!
In Brüssel sabotiert die Bundesregierung auf Druck der Autoindustrie gezielt eine EU-Regelung, die Standards für den Bau sparsamerer und klimafreundlicherer Fahrzeuge setzen soll. Unterstützen Sie deshalb unseren Appell an die Bundeskanzlerin:
Für konsequenten Klimaschutz und gegen die weitere Förderung von Spritfressern.
via Twitter
Beitrag zur Blogparade
Der Konsumblog veranstaltet eine Blogparade und stellt 7 Fragen zu Konsum und Umwelt.
Hier meine Antworten:
1. Gibt es Produkte, die Du bewusst meidest, wenn ja, welche und
warum?
Nestlé - aus alter Gewohnheit.
Bei Milchprodukten und Schokolade haben wir zwischenzeitig in der
Greenpeace-Gentechnik-Broschüre
auch Produkte entdeckt, die wie bisher
gekauft haben. Seither kaufen wir die nicht mehr.
Seit 2 Jahren kaufen wir nur noch fair gehandelten Kaffee und Honig.
2. Hat es in den letzten 3 Jahren Ereignisse gegeben, die Dein
Konsumverhalten verändert haben?
Seit Anfang 2007 befasse ich mich näher mit dem Thema Gentechnik.
Seither achte ich bei Lebensmitteln darauf, dass bei tierischen
Produkten die Tiere nicht mit gentechnisch verändertem Futter ernährt wurden.
Dabei zeigt sich aber bereits, wie schwierig das ist,
weil transgene Bestandteile im Futter ja nicht deklariert werden
müssen. Das neue "Ohne Gentechnik-Siegel" halte ich übrigens für unzureichend.
Ich denke nicht, das sich das wirklich durchsetzen wird.
Nachdem ich von dem "Geschäft" zwischen dem gemeinnützigen
Unternehmen Loofah-Art in Paraquay, und dem Konzern
Lidl gelesen habe, habe ich
beschlossen, nicht mehr bei Lidl zu kaufen.
Früher haben wir hin und wieder dort eingekauft.
Der derzeitige Skandal um die Bespitzelung von MitabeiterInnen
bestätigt mich darin, sowie auch der gerade vorgestellte
Oxfambericht "Endstation Ladentheke".
Seit einem Jahr haben wir von einem nahe gelegenen Bio-Bauernhof eine
Bio-Kiste abonniert. Das führt dazu, dass bei uns jetzt mehr
Biogemüse auf den Tisch kommt.
3. Welche Ereignisse zum Thema Umwelt und Konsum haben Dich am
stärksten beeindruckt oder empört?
Das rapide Abschmelzen der Antarktischen
Eisschelfe hat mich sehr schockiert, ebenso ie weltweite Nahrungsmittelverteuerung als Folge unseres
Energieverbrauches (Biosprit, Tortillakrise, derzeitige
Lebensmittelkrise).
Als sehr problematisch habe ich das Inkrafttreten der EU-Bioverordnung im vergangen Jahr angesehen, in der eine Kontaminierung von
Bioprodukten mit 0,9 % transgener Organismen toleriert wird.
4. Welche konkreten Entwicklungen im Bereich Umwelt oder
Verbraucherschutz beunruhigen Dich?
Besonders beunruhigen mich Überlegungen im Bereich Geo-Engeneering.
Hier wird deutlich, welche maßlose
Selbstüberschätzung
einige Wissenschaftler heute antreibt und wie wenig
Verantwortung für die Schöpfung verbreitet ist.
Beunruhigend finde ich auch die Verbreitung der Gentechnik und den Machenschaften der
Biotechnikunternehmen, allen voran Monsanto.
Erschreckend fand ich Berichte über Urwald-Rodungen und die Vertreibung
einheimischer Bewohner aus Urwaldregionen in Südamerika für die
Produktion von Palmöl.
Überhaupt beunruhigt mich die verbreitete Denkweise, wir könnten eine
ökologisch intakte Welt schaffen bzw. erhalten, ohne an das Kernthema
des Konsumverhaltens zu gehen.
Ich glaube, alle Ansätze, unsere ökologische Probleme in den Griff zu
bekommen, bzw. alternative Energien zu erzeugen damit wir so
weitermachen können, wie bisher, statt Verbrauchs- und Konsumverhalten
drastisch zu ändern, werden langfristig gravierende Folgen haben.
5. Was hat sich in den letzten 3 Jahren im Sinne der Nachhaltigkeit
zum Besseren gewendet?
Bis auf wenige Ausnahmen wird der Klimawandel heute als ein vom Menschen
verursachtes Phänomen verstanden.
Die Vertreter der "Klimaschwankungen gab es schon immer und sind ein
natürliches Phänomen"-Fraktion werden kaum noch ernst genommen.
6. Hast Du Ideen für Politiker und Konsumenten, um das Verhältnis von
Umweltschutz, Konsum und Lebensqualität zu verbessern.
Unternehmensinteressen wird noch immer eine zu hohe Bedeutung für
politisches Handeln zugestanden.
Gerade im Bereich Gentechnik ist politisches Handeln in Deutschland
zu sehr von einem aussichtslosen Versuch getragen, Kompromisse
zwischen der Biotechniklobby und den Verbrauchern zu finden.
Hier ist ein schnelles Umdenken erforderlich.
Verbraucher sind gefordert, sehr genau darauf zu achten, was sie
kaufen. Politiker sind gefordert, sich zu entscheiden, wer des Volk
ist, das sie vertreten.
7. Was kritisierst Du - wenn überhaupt - an den "Neuen Ökos", an der
"LOHAS-Bewegung"?
Diese Begriffe haben es noch nicht bis in meinen aktiven Wortschatz
geschafft.
Ich sehe auch nicht wirklich eine neue Bewegung.
Allerdings sind die Kommunikationsmöglichkeiten der Bewegungen besser
geworden, insbesondere durch Web 2.0.