06.10.2008

Steinhuder Meer

Ach ja, wen es interessiert. Wir waren in der vergangenen Woche in Mardorf am Steinhuder Meer. Es war schön, die ersten beiden Tage konnten wir auch noch die Sonne genießen, dann wurde es etwas regnerischer. Trotzdem ließ sich die Zeit vertreiben, so waren wir im Dinopark Münchehagen, im Wisentgehege in Springe, in der Rattenfängerstadt Hameln und in Hannover.

Zum Wochenende haben wir dann noch einen Abstecher zur Familie in Brandenburg gemacht und am Samstag stand ein kinderfreier Berlin-Tag auf dem Programm.

Bilder gibt es dieses mal nicht.

04.07.2008

Zeit

Jetzt habe ich mir mal ein wenig davon genommen und mich noch mal in mein neues Borkumer Stammcafé verzogen. Antje ist mit den Kindern wieder im Spielhaus, heute mal wegen trübem Wetter, obwohl es sich inzwischen doch in Richtung möglichem Strandwetter entwickelt hat. Aber nun wollten die Kinder natürlich auch wie versprochen ins Spielhaus gehen.

Zeit ist gerade mein Thema und eigentlich ist sie das auch schon länger. Wenn ich mal eine Auszeit haben, wird mir klar, wie wenig ich eigentlich dazu komme, die Dinge zu tun, die ich tun will.

Urlaub ist immer so eine Zeit, sich so etwas klar zu machen. Ich verbringe viel zu viel Zeit auf der Fahrt. Täglich zwei Stunden mehr Fahrzeit als zu der Zeit, als ich noch in Essen gewohnt habe. Das ist einfach zu viel. Das sind 10 überflüssig vertane Stunden in der Woche. Selbst wenn ich ein Notebook habe und auf der Zugfahrt manchmal zum Scheiben komme

Daran muß ich was ändern.

Ich habe noch nie so viel Zeit gebraucht, wie dieses mal, um im Urlaub Erholung zu finden. Morgen ist schon Halbzeit.

02.07.2008

Borkum im Sommer

Heute haben wir uns entschieden, nicht über Mittag an den Strand zu gehen. Antje ist mit den Kindern im Spielhaus und ich bin allein losgezogen, um zumindest mal kurz online zu gehen. Ich sitze in einem schönen, wenn auch vollen Café mit freiem WLan. Heute Nachmittag, wenn es sich etwas abgekühlt hat oder zumindest die Schatten länger werden, werden wir dann doch noch zu unserem Strandkorb gehen. Borkum ist bisher wirklich mein liebster Ferienort. Selbst jetzt im Sommer ist es hier vergleichsweise ruhig und auch nicht so überlaufen. Noah macht gute Fortschritte beim Radfahren. In den vergangenen jahren waren wir immer im Frühjahr oder im Herbst hier, dieses Mal ist es das erste Mal im Sommerurlaub. Mir ist es schon ein wenig zu heiß. Aber man kann nicht alles haben.

29.07.2007

Nie wieder Usedom

Eine Familie mit einem behinderten Sohn wurde am Ferienort abgewiesen

Gegen behinderte Kinder im Alter unseres Sohnes hat normalerweise niemand etwas.

Gelegentlich ärgern wir uns mal über eine dumme Bemerkung. Z.B. konnten wir jetzt im Urlaub sehr deutlich das Gespräch eines ältere Paares verstehen: "Komm hier weg, der Junge da hat vorhin schon den ganzen Marktplatz zusammengeschrien". Aber das kann man wegstecken (Geschrien hatte er tatsächlich).

Schlimmer erging es der Familie Löffler aus Bönen in Westfalen, die aufgrund der Behinderung ihres Sohnes kurz nach ihrer Ankunft am Urlaubsort zur Abreise aus der gebuchten Ferienwohnung auf Usedom gezwungen wurde.

Kobinet verweist am 26.07.2007 auf einen Bericht im Westfälischen Anzeiger.

Die Vermieterin der Unterkunft habe den Löfflers nahe gelegt, sich woanders einzuquartieren. Der Grund war die Behinderung ihres Sohnes Martin. Martin Löffler ist 27 Jahre alt, schwerstbehindert und spricht nicht. Schon im Januar habe Reinhard Löffler dem Bericht zufolge die Unterkunftsbroschüre der "Sonneninsel" studiert und war im Ort Bansin fündig geworden. Er rief die Wohnungsbesitzerin an und teilte ihr seinen Buchungswunsch mit. "Ich habe ihr natürlich auch gesagt, dass Martin schwerbehindert ist, und es stellte kein Problem dar", wird der 58-Jährige im Westfälischen Anzeiger zitiert. Nachdem am Telefon geklärt wurde, dass Martin sich mit und ohne Rollstuhl im Haus würde bewegen können, wurde der Termin abgemacht: zwei Wochen in den Sommerferien.
Als die Familie Löffler nach einer strapaziösen elfstündigen Autofahrt am Samstag endlich in Bansin eintraf, wurde sie dem Bericht zufolge zunächst freundlich begrüßt. Nach dem Einzug in die Ferienwohnung habe die Vermieterin den Löfflers Vorwürfe gemacht, dass diese ihnen verschwiegen hätten, dass ihr Sohn so schwer behindert ist, dass er gewindelt werden muss. Die Vermieterin befürchtet Verunreinigungen ihres Hauses, zudem sieht sie sich nicht in der Lage, die Windeln zu entsorgen. Also teilte sie dem Bericht zufolge Reinhard Löffler mit, er möchte die Wohnung am nächsten Tag räumen. "Wir haben noch versucht, auf die Schnelle eine andere Bleibe zu finden, aber die Insel war ja voll", sagt der Vater. Am späten Sonntagabend treffen sie - gedemütigt und tief getroffen - wieder zuhause ein.

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass solche Fälle bekannt gemacht werden (wozu ich hier meinen Beitrag leiste) und dass eine solche Diskriminierung Konsequenzen hat. Eine angemessene Konsequenz wäre z.B., wenn die Kurverwaltung auf Usedom auf einen solchen Fall mit dem Ausschluss aus der Vermittlung an Touristen reagieren würde.

Behinderter Menschen dürfen nicht vom persönlichen Wohlwollen von Leuten wie dieser Vermieterin abhängig sein.

Inzwischen gibt es eine Menge Solidaritätsbekundungen und auch Angebote für Alternativ-Urlaube für die Familie. Auch andere Vermieter auf Usedom zeigen sich solidarisch

Und wieder ein Urlaub vorbei

Nach einer Woche zurück vom Edersee

Nach einer Woche sind wir zurück aus dem Urlaub. Es war eine ruhige Woche, in einer schönen, etwas verschlafenen Unterkunft in Selbach, in der Nähe von Waldeck am Edersee. Edersee Ich fand die Region für Familien mit kleinen Kindern eigentlich nicht optimal - zum Radfahren ist es zu hügelig und der See hatte gerade einen so hohen Wasserstand, dass alle Badestellen überschwemmt waren. (Zum Ausgleich sind wir mal zum Diemelsee gefahren. Dort gab es gute Bademöglichkeiten).

Die Unterkunft war dagegen wirklich schön - ein altes Gutshaus mit einem riesigen Garten und perfekten Spielmöglichkeiten (Ohne Auto ist man allerdings ziemlich eingeschränkt). Erholt haben wir uns trotzdem. Ich hatte viel Zeit zum Lesen (Der neue Harry Potter kam ja gerade rechtzeitig) und auch zum Fotografieren.

Gutshaus in Selbach am Edersee spielende Kinder Familienfoto als Schatten Familienfoto
Außerdem gibt es eine Reihe recht netter Städtchen in der Umgegend. Besonders gefallen hat mir Fritzlar, wo mich allerdings die Batterie meiner Kamera in Stich gelassen hat.

22.05.2007

Ein schöner Urlaub

'strandspiel' von walhus 'auf der bank' von walhus Schade, dass die Woche auf Borkum schon vorbei ist. Wir hätten es alle gut noch etwas länger ausgehalten.


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