09.09.2008

Informationsdokument für das Elternnetz ungehindert

Ein Informationsdokument für das Elternnetz Ungehindert liegt jetzt bei Scribd oder hier zum Download

20.07.2008

Elternnetz ungehindert

Neues Netzwerk für Eltern von Kindern mit Behinderung auf Kaioo

Ich habe gestern ja bereits über meine Ideen bezüglich eines Elternnetzes geschrieben, das ich auf der Plattform von Kaioo einrichten wollte.

Elternnetz

Ich habe die Idee jetzt umgesetzt. Unter http://www.ungehindert.kaioo.com können sich Eltern nun registrieren und diesem Netzwerk beitreten. Wer Probleme mit der Registrierung hat, kann sich gern an mich wenden. Ein paar Mitglieder hat das Netzwerk auch schon. Wir freuen über jede und jeden, der/die hinzustößt.

Ich denke, auch wenn es ein Elternnetzwerk ist, sind auch Menschen gern gesehen, die mit unseren Kindern in anderen Zusammenhängen zu tun haben.

Aus der Netzwerkbeschreibung:

Für Eltern von Kindern mit Behinderung ist ein regelmäßiger Austauch und eine gute Vernetzung untereinander sehr wichtig. Um die Interessen unserer Kinder effektiv vertreten zu können, ist es wichtig, dass wir in Verbindung bleiben und uns gegenseitig Informationen und Unterstützung geben können. Dieses Netzwerk bietet Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen und Informationen zu verschiedenen Themen zu erhalten und zu verbreiten.

Das Elternnetz soll kein Verein und keine Konkurenzveranstaltung zu bestehenden Gruppen sein, sondern der Versuch einer Vernetzung mit den Möglichkeiten des Internets.

Bei einem Sozialen Netzwerk handelt es sich um eine Internetplattform, auf der man Kontakte mit anderen angemeldeten Mitgliedern pflegen und Informationen verbreiten und erhalten kann. Dies kann sowohl in Gruppen als auch im Dialog mit einzelnen Mitgliedern erfolgen.

Soziale Netze im Internet haben zur Zeit einen deutlichen Zuwachs, bekannt sind z.B. StudiVZ, SchuelerVZ oder XING. Was liegt da näher, als diese Technik auch für die Vernetzung von Eltern zu verwenden?

Kaioo

Kaioo ist im vergangen Jahr gegründet worden und geht einen Sonderweg. Kaioo ist ein kleiner gemeinnütziger Verein, der sich aus Spenden finanziert. Der Internetdienst bietet die Möglichkeit, eigene Soziale Netzwerke zu gründen und dazu die Plattform und die Technik von Kaioo zu verwenden. Durch die Gemeinnützigkeit hat Kaioo keine wirtschaftlichen Interessen an der Verwertung der Nutzerdaten, und garantiert, dass Daten niemals an Dritte weitergegeben werden.

Noch unausgereift

Ich muß allerdings sagen, zur Zeit tue ich mich noch schwer, für diese Netzwerk offensiv (d.h. über die Möglichkeiten diese Blogs hinaus) die Werbetrommel zu rühren. So richtig ausgereift ist das System noch nicht.

Zwei Dinge stören mich besonders:

  1. Das Netzwerk ist nicht klar genug von Kaioo abgegrenzt. Eigentlich wird nur über besondere Farben, Logos, und eine Bildleiste deutlich, dass es ein abgegrenztes Netzwerk ist. Netzwerk-Gruppen sind zugleich Kaioo-Gruppen. Mitglieder sind automatisch in verschiedenen Kaioo-Netzwerken. Ich habe vorhin meine Frau genötigt ;-), sich anzumelden und konnte dabei beobachten, wie es läuft, wenn man sich nur für ein Netzwerk anmeldet. Im Grunde gibt es keinen Unterschied und keine Abgrenzung. Meine Referenznutzerin ist z.B. ganz ohne ihr Zutun im Netzwerk Ü30 (??) gelandet.

    Weil es in Kaioo ja eine ganze Zahl eifriger Freundschaftenschließer und Gruppeneinlader gibt, befürchte ich, dass alle, die über meine Einladung zum Eltennetz kommen, über kurz oder lang eine Reihe von Anfragen bekommen, die thematisch überhaupt nichts mit dem Netzwerk zu tun haben. Gerade in der Anfangsphase des Netzes kann das Leute schon abschrecken. Mal schauen. Ich habe ja jetzt ein Referenzmitglied in der Familie, das ich fragen kann.

  2. Schlecht finde ich die Einbindungen von Videolinks und Fotos aus den Alben der Mitglieder auf der Netzwerkstartseite. Das führt dazu, dass dort jetzt Fotos aus meinem Album von der Klimaschutzdemo in Neurath zu sehen sind. Was soll das? Wenn dass nicht irritiert, weiß ich auch nicht mehr. Und ich finde als Admin keine Möglichkeit, das auszublenden. Philipp, das müsst ihr unbedingt abstellen, sonst gehe ich doch noch zu Mixxt.

Was fehlt, ist eindeutig ein Wiki. Für das Elternnetzwerk wäre das eine ganz wichtige Sache.

Mal abwarten. Für August sind ja noch einige Erweiterungen angekündigt. So lange werde ich auf groß angelegte Werbeaktionen noch verzichten. Wer allerdings über diesen Eintrag zu uns stößt und von den Anfangsschwächen absehen kann, ist natürlich herzlich gern gesehen.

03.04.2008

Web 2.0 für sozialpolitische Gruppen

Auf der Rückfahrt vom zweiten Tag der re:publica in Berlin (ich übernachte in Brandenburg, habe also etwa 50 Minuten Zugfahrt) hatte ich Zeit, ein paar Gedanken zu verfassen - zumindest so lange, bis mein Notebook-Akku ganz leer war.

Heute stand ein wesentlicher Teil der re:publica für mich unter dem Motto: Web 2.0 für Projekte und NGOs.

Zwei Veranstaltungen befassten sich mit dem Thema, ein Panel in sehr allgemeiner Form und ein Workshop speziell mit dem Internetkonzept von Greenpeace.

Für NGOs und politische Organisationen bietet das Web 2.0 eine Menge Chancen. Große Bedeutung hat die Möglichkeit, Zielgruppen zu erreichen, die man über die klassichen Wege nicht erreicht. Das hat zwei Aspekte. Internet-affine Gruppen nutzen zunehmend die digitalen Medien zur Kommunikation, statt sich über die klassischen Formen zu organisieren. Die Möglichkeit, zeitversetzt und ortsunabhängig zu kommunizieren, bietet einen breiten Raum für Beteiligung. Daneben bietet vor allem die Interaktion - also der 2.0-Faktor - entscheide Vorteile. User-generated Content bringt echten Mehrwehrt gegenüber den klassischen Internetauftritten dieser Organisationen.

Für große Organisationen also eingentlich ein "must". Was aber bringt Web 2.0 für die kleinen. Kann die kleine lokale Eine-Welt-Gruppe tatsächlich von Web 2.0 profitieren? Wenn es sich nicht um eine Gruppe handelt, in der die Nutzung des Internets, aber auch des Mitmachwebs weit verbreitet ist, wird es schwierig. Mein Traum ist ja schon länger, Web 2.0 als Erweiterung für die traditionenllen Gruppenarbeit zu nutzen. Erste Ansprachen der Akteure führten dabei vor Ort in Dorsten allerdings nicht zu viel Begeisterung. Das Medium Blog z.B. ist weitgehend unbekannt und wird mit unüberwindlichen Hürden assoziiert.

Helfen Projekt-Portale wie mixxt? Ich kann nur spekulieren. Zunächst einmal werden solche Portale die Barrierern nicht auflösen, die mit der Nutzung von Web 2.0-Services verbunden sind. Vorurteile werden hier vermutlich noch mehr zum tragen kommen, allein schon dadurch, dass eine Anmeldung zu diesem Portal erforderlich ist.

Hinzu kommt, dass die Fülle der Angeboten unüberschaubar ist. Allein an den ersten beiden Tagen der Re:publica 2008 bin ich mit drei Leuten ins Gespräch gekommen, die Geschäftsideen vertraten, die irgendwie damit zu tun hatten, soziale oder politische Projekte zu vernetzen und Plattform für solche Projekte zu sein.

Ein Projekt auf einer solchen Plattform zu betreiben ist sicher ganz nett, wie aber erfolgt die Vernetzung, wenn sich später herausstellt, dass das eigene Projekt bei mixxt, ein anderes, vergeichbares vielleicht im Rahmen von Facebook und ein drittes auf einem selbst gehosteten Forum oder Portal läuft - jeweils mit eigene Profilen und als closed-shop?

Würde mich mal interessieren, was es dazu für Ideen gibt. Zur Zeit tendiere ich stark in die Richtung, Inhalte so weit wie möglich selbst zu hosten und nur dann - wenn nötig - in anderen Communities einzustellen. Aber wo und wie läuft die Kommunikation. Betreibt eine Gruppe ein eigenes Blog und stellt Content aus diesem Blog in sozialen Netzen oder anderen Communities ein, so werden ja Antworten nicht im Blog sonderen dort landen - ein unlösbares Problem?

Mein vorläufiges Fazit: Für kleinere, lokale Gruppe ist eine breite Nutzung kaum denkbar, wenn diese nicht über einzelne, sehr Internet-affine Menschen geschieht. Wichtig ist, dass Web 2.0-Aktivitäten nicht im closed-shop erfolgen. Alleine auf einem sozialen Netzwerk zu agieren, versperrt mit Sicherheit Chancen für eine spätere Vernetzung.

Meine alte Idee, die Vernetzung über ein Gruppen-Blog zu organisieren, erscheint mir hingegen nach wie vor recht vielversprechend.


Tags

Alle Tags

Impressum

RSS

Creative Commons License

Blogroll

Archiv

556 Einträge