12.08.2009

Vergleich der Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2009

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL e.V.) hat eine Synopse der Parteiprogramme zur Bundestagwahl erstellt mit der die Programme auf ihre behindertenpolitischen Elemente hin vergleichen zu können.

27.05.2009

Eine Schule für alle in Dorsten

Am vergangenen Montag fand in Dorsten im Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße einen Veranstaltung von SPD und Grünen zum Thema Eine faire Chance für alle Kinder - welche Schulen brauchen wir? statt.

Redner waren die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz und der Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen Dr. Hans-Udo Schneider.

Frau Stotz stellte dar, dass es seit der Einführung der Gesamtschule keine wirkliche Schulreform mehr gegeben habe. Gleichzeitig könne man aber eine schleichende Verschlechterung der Schule in NRW feststellen, die sich besonders auf die Hauptschule auswirke.

Die meisten Eltern wollten Ihrer Ansicht nach nicht die Hauptschule für ihre Kinder, sonderen würden eine Schule bevorzugen, an der alle Abschlüsse möglich sind. Dies zeige auch die Tatsache, dass in NRW 15000 Abweisungen pro Jahr bei Anmeldungen zur Gesamtschule erfolgen müssen, während nur noch 14% der Eltern die Hauptschule wählten - 1970 waren es 54%, 2007 noch 20%.

Die SPD fordert ein gerechtes beitragsfreies Bildungssystem bis zum Ende des ersten Studiums (Abschaffung der Studiengebühr), alle Schulen sollen Ganztagsschulen werden, keine Abschulung, kein Sitzenbleiben, jedes Kind soll mitgenommen werden. Das Pinzip der schultypspezifischen Lehrerausbildung wird abgelehnt. Eine Differenzierung soll frühestens ab Klasse 7 erfolgen.

Herr Dr. Schneider möchte keinen Schulkampf, aber er möchte die Debatte um die Schule auch in Dorsten führen. Zur Zeit werde zu sehr damit gearbeitet, Eltern Angst zu machen, aber "Wer Ängste schürt, hat etwas zu verbergen".

Sein Ziel sei es, Strukturen für die beste Bildung zu schaffen. Dabei bezeichnete er das dreigliedrige Schulsystem als Relikt aus dem letzten Jahrhundert, betonte aber zugleich immer wieder, er wolle den Eltern nichts aufdrängen und auch keine Schulform "platt machen".

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16.05.2009

Eine faire Chance für alle Kinder - welche Schulen brauchen wir?

Dorstener SPD und Grüne fragen in einer gemeinsamen Veranstaltung Eltern.

SPD und Grüne Dorsten laden gemeinsam am 25.05.2009 Eltern zu einem Gespräch zur Schulpolitik ein. Als Expertin ist die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz eingeladen.

Ich hatte heute beim Agendamarkt kurz gelegenheit, mit dem gemeinsamen Bürgemeisterkandidaten von SPD und Grünen, Dr. Hans-Udo Schneider über seinen Positionen zur Schulpolitik zu sprechen. Was er sagte, klang für mich recht vielversprechend. Besonders wichtig ist mir, dass er die Position teilt, Kinder mit Förderbedarf sollten in Regelschulen gefördert werden und dass für ihn der Elternwille bei der Entscheidung über den Förderort maßgeblich ist.

Um den beiden Parteien noch mal konkreter auf den Zahn fühlen zu können, ist die Veranstaltung vielleicht eine ganz gute Gelegenheit.


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