Das US-Institut American Enterprise Institute (AEI) zahlt Geld für Gegengutachten zum Klimabericht
Das der Ölindustrie nahestehende American Enterprise Institute (AEI) hat Forschern 10.000 US-Dollar versprochen, die wissenschaftliche Ergebnisse vorlegt, die den gerade vorgelegten Bericht des Weltklimarates widerlegen oder zumindest in Zweifel ziehen.
Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Irgendwie passt das zu den Berichten, nach denen amerikanische Wissenschaftler von der US-Regierung unter Druck gesetzt wurden, Begriffe wie "Erderwärmung" und "Klimawandel" zu meiden:
Fast die Hälfte von über 300 befragten Wissenschaftlern, die für verschiedene Behörden der Regierung gearbeitet haben, berichteten demnach über Manipulationsversuche in den vergangenen fünf Jahren.
Sie seien gedrängt worden, Begriffe wie "Klimawandel" oder "Erderwärmung" aus ihren Texten zu entfernen.
Der Weltklimarat warnt vor dramatischen Klimaveränderungen und die Bundesregierung hat sofort reagiert. Als Sofortmaßnahme will man jetzt erst einmal forschen.
Die Frankfurter Rundschau berichtet am 03.02.2006
Als Reaktion auf den Report kündigte die Bundesregierung ein Aktionsprogramm zur Klimaforschung an. In den nächsten drei Jahren sollen dafür 255 Millionen Euro vor allem zur Entwicklung von "innovativen, intelligenten technologischen
Lösungen" zur Klimabeobachtung und -anpassung zur Verfügung gestellt werden.
Als hätten wir alle Zeit der Welt.
Aber so kann man unpopuläre Entscheidungen gut auf die Zeit nach der nächsten Bundestagswahl verschieben.
Nach dem Bericht des UN-Klimarates vom 02.02.2007 kann wohl niemand mehr sagen, wir seien nicht für den Klimawandel verantwortlich. Und was zu tun ist, ist ebenfalls bekannt: die Produktion von CO2 drastisch verringern. Das tut man am Besten, in dem man weniger fossile Brennstoffe verbraucht.
Hier fallen mir schon eine Menge Dinge ein, die man recht kurzfristig angehen könnte. Es fehlt nur der politische Wille