04.07.2007

EU verfehlt Millenniumsziele

Nach Ansicht der Welthungerhilfe richtet die Europäische Union ihre Entwicklungshilfe nicht an den Millenniumszielen aus

In einer Erklärung vom 26.06. stellt die Welthungerhilfe fest, dass die EU ihre Entwicklungshilfeprogramme nicht genügend an den UN-Millenniumszielen ausrichtet.

Wie der heute in Brüssel vorgestellte Bericht mit dem Titel "The EU?s contribution to the Millennium Development Goals ? Halfway to 2015: Mid-term Review" zeigt, wird das Ziel, 20 Prozent der EU-Entwicklungshilfe für die medizinische Grundversorgung und für die Grundschulbildung bereitzustellen, nicht erreicht. Der Anteil der EU-Hilfe für die Grundschulbildung sank sogar von 4 Prozent im Jahr 2000 auf nur 2,7 Prozent im Jahr 2005.
Die Untersuchung zeigt, dass nur zwei von 61 EU-Programmen für die Länder Afrikas, der Karibik und des pazifischen Raums dem Bereich Gesundheit Priorität einräumen. Bei der Bekämpfung von HIV/Aids lassen sich so gut wie keine Bemühungen feststellen, und Bildung hat nur in fünf der 61 Programme Priorität. Die EU ist weltweit der größte Geber von Entwicklungshilfe.

Nach Ansicht der EU-Expertin der Welthungerhilfe, Birgit Dederichs-Bain, geht es der EU bei Ihren Maßnahmen viel mehr um Ihrer eigenen Interessen als um tatsächliche Armutsbekämpfung. Als Beispiel wird die "Government Facility" für Entwicklungsländer genannt, ein Instrument um Entwicklungsländer für zusätzliche Finanzierung zu qualifizieren und bei dem es im Wesentlichen darum geht, afrikanische Länder "zu Maßnahmen gegen Migration, für Handelsliberalisierung und Terrorismusbekämpfung zu bewegen"


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