30.01.2012

Bündnis lädt zur Unkonferenz ein

Unkonferenz Inklusion 23. -24.03.2012 in Herne Unkonferenz Inklusion 23. -24.03.2012 in Herne

Ich organisiere gerade eine zweite Unkonferenz des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle. Das darf natürlich auch hier nicht fehlen. Hier eine Pressemitteilung, die ich heute verschickt habe.

Presseinformation: Am 23. und 24.03.2012 treffen sich im Herner Stadtteilzentrum Pluto Eltern, Pädagogen und Interessenten aus ganz NRW zu einer außergewöhnlichen Tagung. Das NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" lädt zu einer Unkonferenz zum Thema Inklusion ein. Darunter verstehen die Veranstalter eine kooperative Mitmachkonferenz.

Unkonferenz

Eine Tagesordnung oder Referentenliste sucht man bei dieser Veranstaltung vergeblich. Die Themen werden erst während der Konferenz von den Teilnehmern festgelegt. Jeder der teilnimmt, kann zugleich Referent sein.

"Es gibt inzwischen umfangreiche Erfahrungen mit dieser Konferenzform", erklärt Organisator Michael Baumeister vom NRW-Bündnis. "Unter dem Titel Barcamp oder Open-Space werden Unkonferenzen weltweit seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt." Für Teilnehmer klassischer Konferenzen und Tagungen sind nicht selten die Gespräche in den Pausen oder am Rande der Veranstaltung wichtiger, als die eigentliche Tagesordnung. Unkonferenzen greifen diese Erfahrung auf und rücken die Interessen der Teilnehmer in den Vordergrund.

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03.09.2010

Unkonferenz

Mitmachkonferenz des NRW-Bündnis Eine Schule für alle

Am 13. und 14.11. veranstalte wir vom NRW-Bündnis Eine Schule für alle in Essen eine Konferenz, die in Form einer Unkonferenz oder eines Barcamps stattfinden soll. Die Idee ist übrigens von mir.

Ich habe mit den beiden Socialcamps an zwei vergleichbaren Veranstaltungen teilgenommen und habe diese Form als sehr effektiv und kreativ erlebt. In der Elternbewegung und im NRW-Bündnis sind aber völlig andere Leute mit anderem Hintergrund. Ich bin wirklich mal gespannt, wie sich eine solche Veranstaltung dort realisieren läßt.

Konferenzen und Tagungen der Bündnispartner waren bisher immer gut organisiert und hatten kompetente Referenten. Aber mich hat auch immer irgendwie gestört, dass über neues Lernen und über die Defizite des derzeitigen Schul- und Bildungssystems in Form von Frontalunterricht geredet wurde.

Eine Unkonferenz ist eine kooperative Mitmachveranstaltung. Bei der Unkonferenz gibt es keine vorgegebene Tagesordnung und keine Referentenliste. Jeder Teilnehmern kann auch Referent werden, kann Vorträge halten oder Themen präsentieren. Die Tagesplanung wird zu Beginn jeden Tages von den Teilnehmern gemeinsam aufgestellt. Die Themen werden in Gruppen bearbeitet.

Wir erhoffen uns von der Veranstaltung vor allem neue Impulse und neue Gesprächspartner. Ich denke, diese Tagungsform ist ein guter Beitrag zur Kommunikation und Vernetzung zwichen den Unterstützern.

Jeder, der Interesse hat, ist herzlich eingeladen, teilzunehmen. Teilnahmebeitrag 30 €, ermäßigt 10 €. Anmeldung unter http://www.nrw-eineschule.de/unkonferenz2010

Übrigens: Die Lebenshilfe in Baden Würtemberg hat eine ähnliche Veranstaltung zum Thema Inklusion auch schon einmal durchgeführt. Die Veranstalter berichteten am Telefon sehr positiv davon. http://www.bridge-lebenshilfe.de/kongress/ .

30.05.2010

Die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen - Inklusive Bildung verwirklichen

Offener Brief des NRW-Bündnisses Eine Schule für Alle an die Fraktionen des neu gewählten Landtages NRW

Inklusionsfest NRW 05.05.2010

z.H. Frau Hannelore Kraft, SPD, Herrn Dr. Jürgen Rüttgers, CDU, Herrn Prof. Dr. Andreas Pinkwart, FDP, Frau Sylvia Löhrmann, Bündnis 90/Die GRÜNEN, Frau Bärbel Beuermann, Die LINKE

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der Landtagswahl in NRW war Bildungspolitik offensichtlich ein wahlentscheidendes Thema. Die Angstkampagne, die von der alten Landesregierung gegen die "Einheitsschule" massiv geschürt wurde, ist ins Leere gelaufen. Die Abwahl der schwarz-gelben Regierung beweist: Die Mehrheit der Bevölkerung in NRW will einen umfassenden Richtungswechsel in der Bildungspolitik.

Darüber freuen wir uns.

Durch das "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" hat sich das Land NRW wie auch die anderen Bundesländer verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu entwickeln. Dies wird die zentrale Aufgabe für die Bildungspolitik der nächsten Jahre in diesem Land sein.

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17.12.2009

Koalitionszwang geht in NRW vor Menschenrecht

Presseerklärung des NRW-Bündnisses »Eine Schule für alle«

Am 16. Dezember 2009 lehnte die Mehrheit der Abgeordneten im NRW-Landtag in namentlicher Abstimmung den Entschließungsantrag von SPD und Grünen zur schulische Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ab.

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention vor einem Jahr gilt auch für NRW, dass niemand wegen seiner Behinderung aus dem allgemeinen Schulsystem ausgeschlossen werden darf. Seitdem warten betroffene Eltern und ihre Kinder sowie Schulen und Lehrer vergeblich darauf, dass die notwendigen schulrechtlichen Änderungen und umfassenden Planungen für eine inklusive Schulentwicklung landespolitisch auf den Weg gebracht werden.

Wie bereits im Schulausschuss des Landtages am 09.12.2009 verhinderte auch jetzt die FDP mit ihrer Blockadehaltung, dass ein überfraktioneller Konsens erzielt werden konnte.

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01.12.2009

Es geht um das »Wie« nicht um das »Ob«

Offener Brief des NRW-Bündnisses »Eine Schule für Alle« an die Landtags-Fraktionen zur BELLA-Studie

Diesen offen Brief haben wir vom NRW-Bündnis Eine Schule für Alle heute an die Fraktionen im Landtag geschickt

An die Fraktionen der Parteien im
Landtag Nordrhein-Westfalen

z.H. Frau Hannelore Kraft, SPD . Herrn Helmut Stahl, CDU . Herrn Dr. Gerhard Papke, FDP . Frau Sylvia Löhrmann, Bündnis 90/Die GRÜNEN

Als Titelthema im aktuellen Amtsblatt Schule veröffentlichte das NRW-Schulministerium am 15.11.2009 einen Beitrag von Ellen Brodesser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt-Universität Berlin, über die sog. BELLA-Studie. Dabei handelt es sich um eine Erhebung, bei der im Mai 2006 die arbeitsrelevanten Basiskompetenzen von Jugendlichen mit Förderbedarf "Lernen" untersucht wurden. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass das Lernen in speziellen Förderzentren in den höheren Klassen generell besser funktioniere als bei integrativer Beschulung.

Die genannte Studie ist in sonderpädagogischen Fachkreisen höchst umstritten (vgl.z.B. die Stellungnahme von Prof. Ulf Preuss-Lausitz im Anhang), im Amtsblatt kommen diese kritischen Stimmen jedoch nicht zu Wort.

Die aktuelle Veröffentlichung im Amtsblatt steht im Zusammenhang mit der derzeit intensiv geführten Debatte um die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die der deutsche Bundestag Ende 2008 ratifiziert hat. Nach der UN-Konvention haben alle Kinder, auch die mit Behinderung, das Recht auf Zugang zu einem inklusiven Schulsystem in der Primar- und Sekundarstufe. Mit der Ratifizierung ist dieser Anspruch in Deutschland geltendes Recht geworden. Das Recht auf Inklusion hat also den Charakter eines Menschenrechtes.

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24.08.2009

Festival: Jeder ist anders jeck!

Der Köllner Mittendrin e.V. lädt ein, zum »Eine-Schule-für-Alle-Festival« am 05.09.2009 im Trude-Herr-Park

Am Samstag, 5. September 2009 steigt das "Eine Schule für Alle"-Festival im Kölner Trude-Herr-Park (13 bis 19 Uhr) unter dem Motto:

Jeder ist anders jeck!

Zwei Jahre nach dem Kölner Ratsbeschluss zur Verdoppelung der Plätze im Gemeinsamen Unterricht, eine Woche nach der Kommunalwahl und acht Monate vor der Landtagswahl denken wir:

Wenn die Politik nicht vorankommt, dann werden wir die "Schule für Alle" jetzt herbeifeiern!

Das Festival "Jeder ist anders jeck" ist ein familientaugliches Musikspektakel, umsonst und draußen, bei dem Kinder und Erwachsene mit Behinderung ganz selbstverständlich dabei sind und dazu gehören.

21.06.2009

Neue Chance für Philipp

Rechststreit in Gießen mit Vergleich beendet

Kürzlich ging die Klage der Eltern des 14-jährgen Philipp Koch aus Lahntal bei Marburg gegen das Land Hessen durch die Medien.

Philipp hat das Down-Syndrom. Während der Grundschulzeit konnte er am gemeinsamen Unterricht teilnehmen, doch die Weiterführung des Gemeinsamen Unterrichts an einer integrativen Gesamtschule lehnte das Schulamt ab. Dagegen klagten die Eltern und beriefen sich dabei auf das Recht auf inklusive Schulbildung, das Kinder mit Behinderung entsprechend der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung haben.

In der vergangenen Woche hat die Familie und das Land Hessen vor dem Verwaltungsgericht Gießen einen Vergleich geschlossen. Philipp soll danach erneut sonderpädagogisch begutachtet werden. Wenn das Gutachten ergibt, dass eine Förderung im Gemeinsamen Unterricht möglich ist, so kann Philipp an die Regelschule wechseln.

Das freut mich für Phlipp. Ich habe mich gestern mit zwei Müttern, die ebenfalls Kinder mit Behinderungen haben, darüber unterhalten. Wir waren uns einig, wir alle hätten einen solchen Vergleich für unsere Kinder auch getroffen, ohne wenn und aber.

Was ich hier schreibe, soll also keinesfalls als Anmaßung gegenüber den Eltern von Philipp verstanden werden.

Auch kenne ich den Sachverhalt nur aus den Medien. Trotzdem, bei mir bleibt ein Beigeschmack.

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13.06.2009

Hoffnungen auf UN-Konvention - Teilhabe behinderter Menschen stärken

Gerade gefunden: Am 02.05.2009 brachte das ZDF eine Ausgabe der Sendung "Menschen - das Magazin", die die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung zum Thema hatte. Die Sendung gibt es auch Online. In 15 Minuten erfährt man eine Menge über die Inklusive Schule, Barrierefreiheit und die Konsequenzen, die sich aus der UN-Konvention ergeben.

12.06.2009

Elternwahlrecht für Gemeinsamen Unterricht

Warum ein Elternwahlrecht das Bildungssystem auf den Kopf stellen würde und warum es trotzdem notwendig ist

Die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung hat der Debatte um den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf neuen Schwung gegeben, gleichzeitig wird aber immer deutlicher, dass die Umsetzung nicht einfach mit einem geringfügigen Ausbau des gemeinsamen Unterrichts getan ist.

Inklusive Schule

Die Konvention fordert ein inklusives Schulsystem und nicht umsonst mauern konservative Bildungspolitker, ist doch inzwischen klar geworden, dass die konsequente Umsetzung von Inklusion gleichbedeutend mit der Auflösung des differenzierenden Schulsystems wäre. Nicht ohne Grund sind die Reaktionen auf den Bericht über das deutsche Schulsystem von Vernor Muñoz, dem UN-Sonderbeauftragten für das Recht auf Bildung so scharf, ja teilweise diffamierend.

Im Gegensatz zu einer integrativen Schule, die Kinder eingliedert, die normalerweise aus den gesellschaftlichen Zusammenhängen ausgegrenzt sind und für die eigentlich der Unterricht in Sondereinrichtungen vorgesehen ist, beschreibt Inklusion ein Schulsystem, in dem Kinder mit Behinderung selbstverständlich in die örtliche Regelschule gehen, ohne Antrag, ohne pädagogische Begutachtung und ohne Mittelvorbehalt. Ein Inklusives Schulsystem braucht kein Elternwahlrecht, weil keine Ausggrenzung in Sonderschulen erfolgt.

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27.05.2009

Eine Schule für alle in Dorsten

Am vergangenen Montag fand in Dorsten im Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße einen Veranstaltung von SPD und Grünen zum Thema Eine faire Chance für alle Kinder - welche Schulen brauchen wir? statt.

Redner waren die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz und der Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen Dr. Hans-Udo Schneider.

Frau Stotz stellte dar, dass es seit der Einführung der Gesamtschule keine wirkliche Schulreform mehr gegeben habe. Gleichzeitig könne man aber eine schleichende Verschlechterung der Schule in NRW feststellen, die sich besonders auf die Hauptschule auswirke.

Die meisten Eltern wollten Ihrer Ansicht nach nicht die Hauptschule für ihre Kinder, sonderen würden eine Schule bevorzugen, an der alle Abschlüsse möglich sind. Dies zeige auch die Tatsache, dass in NRW 15000 Abweisungen pro Jahr bei Anmeldungen zur Gesamtschule erfolgen müssen, während nur noch 14% der Eltern die Hauptschule wählten - 1970 waren es 54%, 2007 noch 20%.

Die SPD fordert ein gerechtes beitragsfreies Bildungssystem bis zum Ende des ersten Studiums (Abschaffung der Studiengebühr), alle Schulen sollen Ganztagsschulen werden, keine Abschulung, kein Sitzenbleiben, jedes Kind soll mitgenommen werden. Das Pinzip der schultypspezifischen Lehrerausbildung wird abgelehnt. Eine Differenzierung soll frühestens ab Klasse 7 erfolgen.

Herr Dr. Schneider möchte keinen Schulkampf, aber er möchte die Debatte um die Schule auch in Dorsten führen. Zur Zeit werde zu sehr damit gearbeitet, Eltern Angst zu machen, aber "Wer Ängste schürt, hat etwas zu verbergen".

Sein Ziel sei es, Strukturen für die beste Bildung zu schaffen. Dabei bezeichnete er das dreigliedrige Schulsystem als Relikt aus dem letzten Jahrhundert, betonte aber zugleich immer wieder, er wolle den Eltern nichts aufdrängen und auch keine Schulform "platt machen".

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20.05.2009

Regelschule als erster Förderort diskutiert

Heute fand wie berichtet im Landtag NRW eine Anhörung zum Thema gemeinsamer Unterricht statt. Ich werde in den nächsten Tagen versuchen, noch ein paar Sätze dazu zu schreiben, heute ist es mir aber zu spät dazu, deshalb hier nur ein kurzer Hinweis auf einen Kobinetartikel.

Der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags will heute um 14 Uhr Experten zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen mit der Fragestellung "Regelschule als erster Förderort" anhören. Das NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" fordert aus diesem Anlass als sofortige Maßnahme, dass Eltern ein verbindliches Schulwahlrecht bekommen. "Es muss endlich Schluss sein mit Zwangsüberweisungen zur Sonderschule", sagt Bündnissprecherin Uta Kumar.

"Das Schulgesetz ist unverzüglich den völkerrechtlichen Verpflichtungen der UN-Konvention anzupassen. Danach haben alle Kinder ein Recht auf wohnortnahe inklusive Bildung in einer Schule für alle", so Kumar. Die Umsetzung dieses Rechts dürfe nicht länger unter dem Finanzvorbehalt des Landeshaushalts stehen oder abhängig gemacht werden von der Entscheidung der Schulaufsicht, von der Zustimmung des Schulträgers oder von der Bereitschaft der Schulen. Die dafür notwendigen Unterstützungsmaßnahmen müssten angemessen und in ihrer Qualität hochwertig sein.

hier gibt es die Pressemitteilung zum Download

15.05.2009

»Eingewiesen wie in eine Anstalt«

Interview mit Hans Wocken

Ich bin gerade auf ein Interview mit dem Hamburger Lernbehindertenpädagogen Prof. Dr. Hans Wocken in der Frankfurter Rundschau aufmerksam geworden.

Kürzlich habe ich ja seinen Vortrag vom Fachtag des NRW-Bündnisses Eine Schule für Alle hier veröffentlicht.

Hans Wocken setzt sich für die Abschaffung der Sonderschulpflicht und für ein verbindliches Wahlrecht der Eltern beim Schulbesuch ihrer Kinder ein. Die derzeitige Situation sieht er trotz der Ratifizierung der UN-Konvention kritisch

Erstens müssen Eltern ein wirklich verbindliches Wahlrecht bekommen. Sie und nicht irgendeine Expertenkommission, wie jetzt in Baden-Württemberg geplant, sollen entscheiden, wo ihr Kind unterrichtet wird. Zweitens müssen die Bundesländer dann auch die Ressourcen für den gemeinsamen Unterricht zusichern. Es darf nicht sein, dass Eltern für ihr behindertes Kind zwar die allgemeine Schule wählen können, es dann aber keine Unterstützung durch Sonderpädagogen gibt.
[...]
Zwar wird in dieser Frage seit der Ratifizierung der UN-Konvention, die das gemeinsame Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern vorsieht, in vielen Kultusministerien herumgedruckst und die Realität verharmlost und beschönigt. Aber Fakt ist: Kinder werden in Sonderschulen eingewiesen wie in eine Anstalt. Da gibt es einen förmlichen Beschluss einer Behörde, der den Eltern sagt: Ihr Kind hat sonderpädagogischen Förderbedarf und muss deshalb die Sonderschule besuchen. Das gilt in allen Bundesländern: Sonderschule ist nicht freiwillig, sondern Pflicht!

Unnötig zu betonen, dass er mir damit aus der Seele spricht.

10.05.2009

Verpflichtung zum Systemwechsel

Noch ein Beitrag zum Thema »Eine Schule für alle«. Dr. Brigitte Schumann stellt die deutschen Schulverhältnisse auf den Prüfstand des Völkerrechts und kommt zu dem Fazit, dass das gegliederte deutsche Schulsystem unvereinbar mit der Inklusion ist. Sehr lesenswert!

Hier der Beitrag zum Download (PDF, 2,9MB)

Gebraucht wird: Eine Schule für alle!

Vortrag von Prof. Wocken zum Nachhören

Bei der Fachtagung des NRW-Bündnisses Eine Schule für Alle am 21.03.2009 war für mich der herausragende Beitrag der Vortrag von Prof. Dr. Hans Wocken zum Thema »Teilhabe statt Ausgrenzung - Gebraucht wird: Eine Schule für alle!«

Ich habe den Vortrag mitgeschnitten und Herr Prof. Wocken hat inzwischen der Veröffentlichung zugestimmt. Hier gibt es seinen Vortrag zum Download oder zum direkt anhören. Zum besserern Handling habe ich die Aufnahme in drei Teile von jeweils ca 20 Min aufgeteilt.

Leider ist die Qualität etwas dürftig. Die Aufnahme ist mit einem Zoom H2 entstanden, das ich auf das Redepult gestellt habe. Leider ist Herr Wocken nicht am Pult stehen geblieben, sondern ist während des Vortrages die ganze Zeit auf und ab gelaufen, was die Präsentation zwar lebhafter, die Aufnahme aber ziemlich ungleichmäßig gemacht hat. Ich hoffe, man kann trotzdem alles verstehen.

22.01.2009

Fachtagung des NRW-Bündnisses »Eine Schule für alle«

Schule der Zukunft auch für das Ruhrgebiet

Vom NRW-Bündniss "Eine Schule für Alle" kommt gerade noch mal die Bitte, auf die Fachtagung Schule der Zukunft auch für das Ruhrgebiet hinzuweisen, die am Samstag, 21.03.2009, 10:00 bis 16:00 Uhr in der VHS-Essen, Burgplatz 1 stattfindet.

Habe ich zwar in diesem Blog schon getan, aber es können sich für die Veranstaltung immer noch InteressentInnen anmelden.

Also Los! Es wäre schade, wenn das wichtige Thema nicht in angemessenem Umfang repräsentiert würde. Denn "Eine Schule für Alle" ist eine Schule, in der Kinder mit Behinderung ganz selbstverständlich dabei sind.

So eine Fachtagung ist nicht nur für Leute gedacht, die sich im beruflichen Zusammenhang mit dem Thema befassen! Gerade wir Eltern von Kindern mit Behinderungen sind die eigentlichen Fachleute für die Belange unserer Kinder. Wenn wir ihre Bedürfnisse nicht artikulieren und öffentlich machen, wer soll es dann tun?

Die Chancen stehen gut. Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung gibt es erstmals ein klares Recht auf inklusive Schulbildung und im Wahljahr 2009 gibt es auch gute Möglichkeiten, auf die politischen Entscheidungsträger Einfluß zu nehmen.

Überlassen wir die Interessen unserer Kinder also nicht denen, die ihre eigenen Interessen haben!

Auch auf eine andere Veranstaltung sei hier nochmal hingewiesen:

Menschenrecht auf Bildung: Wer darf dabei sein?
Mittwoch, 18.02.2009, 19:00 Uhr
VHS-Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen

14.12.2008

Schulen integrationsfähig machen

Elternvereine legen Eckpunktepapier vor

16 Elternvereine aus NRW haben in der vergangenen Woche ein Eckpunktepapier für eine zukunftsfähige Schulpolitik vorgelegt. Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2009 fordern sie konkrete Reformschritte auch von den Kreisen und Kommunen: »Bildungspolitik ist Ländersache. Doch gute Schulen werden vor Ort in den Kommunen und Kreisen gemacht.«

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07.12.2008

Schule der Zukunft: Welche Schule brauchen unsere Kinder?

Gerade habe ich nochmal einen Hinweis auf die Veranstaltungsreihe Welche Schule brauchen unsere Kinder? bekommen, die vom NRW-Bündniss "Eine Schule für Alle" durchgeführt wird.

Auf zwei interessante Veranstaltungen möchte ich hier hinweisen:

Menschenrecht auf Bildung: Wer darf dabei sein?
Mittwoch, 18.02.2009, 19:00 Uhr
VHS-Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen
Fachtagung Schule der Zukunft - auch für das Ruhrgebiet
Samstag, 21.03.2009, 10:00 bis 16:00 Uhr
in der VHS-Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen

»Gegensätze, die nicht nötig und auch nicht berechtigt sind«

Letzte Woche habe ich über die Veranstaltung Mit der Gesamtschule zu einer Schule für alle berichtet. Es freut mich, dass Ingrid Wenzler, die Referentin dieser Veranstaltung, jetzt Stellung zu meinem Beitrag genommen hat.

Weil der Blogbeitrag schon recht weit nach unten gerückt ist, hier noch mal ein Hinweis auf den Kommentar.

29.11.2008

Mit der Gesamtschule zu einer Schule für alle?

Veranstaltungsreihe »Welche Schule brauchen unsere Kinder«

Am vergangenen Donnerstag war ich bei einer Veranstaltung mit dem Titel, "Mit der Gesamtschule zu einer Schule für Alle", die im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Welche Schule brauchen unsere Kinder?" von der GEW, der Aktion Menschenstadt, der LAGA und dem Kinderschutzbund NRW durchgeführt wurde.

Die Besucherzahl war etwas enttäuschend, überwiegend waren Lehrer anwesend, (naja, fand ja auch im GEW-Haus statt, was will man erwarten), ich war der einzige, der als Vater eines Kindes mit Behinderung teilnahm.

Wie gesagt, es ging um die Gesamtschule. Als Referentin war Ingrid Wenzler von der gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule eingeladen, eine entschiedene Verfechterin der Gesamtschule, die anhand vieler Zahlen und Vergleiche belegte, dass die Gesamtschule nicht so schlecht ist, wie ihr Ruf.

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24.10.2008

Schlaue Kinder ­- Schlechte Schulen

Kam heute per Mail von der LAG Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen:

Christian Füller
Schlaue Kinder ­- Schlechte Schulen


"Auf dem Stundenplan steht Lernen, aber die Praxis heißt Aussieben. Unser Schulsystem braucht den Fehler ­ weil es selbst der Fehler ist."

Autorenlesung und Diskussion

Mo, 3.11. 2008 Köln Bezirksrathaus Mülheim, Wiener Platz 2, 20 Uhr

Di, 4. 11. Bonn Mensa der Bertolt-Brecht-Gesamtschule, Schlesienstr. 21 -23, 53119 Bonn, 19 Uhr.

Mi, 5. 11. Kamp-Lintfort Mensa auf dem Schulhof der Ebertschule, Auguststraße 109, 47475 Kamp-Lintfort. Mit Kinderbetreuung, 17.30 Uhr

Do, 6. 11. Pulheim Theater im Walzwerk, 20 Uhr

Fr, 7. 11. Aachen KatHO NRW, (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen) Abteilung Aachen, Robert- Schumann-Str. 25, 52066 Aachen., 20 Uhr

Sa, 8. 11. Düsseldorf Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Koetschaustraße, Düsseldorf Stockum ­ Kinderbetreuung, 16 Uhr.

NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" ­ mittendrin e.V., Köln ­ Gemeinsam leben gemeinsam lernen e.V. Bonn - Elterninitiative 4. Gesamtschule Bonn ­ Familiennetzwerk Pulheim e.V. ­ Gemeinsam leben gemeinsam lernen e.V. Aachen ­ triplet e.V., Düsseldorf

Es geht um dieses Buch

Gerade noch gefunden: Podcast SR 2 - Fragen an den Autor

Update

Grrr höre ihm gerade zu - Er sagt auch Down-Kind und Trisomie21-Kind. Das gibt aber Abzüge in der B-Note!!

24.08.2008

Werbung für das »Elternnetz ungehindert«

Ich habe kürzlich ja schon über meine Ideen zum Eltennetz ungehindert, dem Netzwerk für Eltern von Kindern mit Behinderung geschrieben. Logo Elternnetz Ungehindert

Ich habe mich in den letzten Wochen allerdings noch ein wenig schwer getan, über den Rahmen dieses Blogs hinaus Werbung für das Netzwerk zu machen, weil Kaioo noch diverse Bugs und unstimmigkeiten hatte. Zwar sind noch immer nicht alle Probleme behoben, das Team von Kaioo arbeitet aber intensiv daran.

Heute habe ich begonnen, einige Organisationen und Personen anzuschreiben, um auf das Netzwerk aufmerksam zu machen.

Ein Text, den ich verschickt habe, findet sich hier auf Scribd.

Also auch hier noch mal die herzliche Bitte, diese Information so breit wie möglich zu streuen und sich selbst unter http://www.ungehindert.kaioo.com zu registrieren.


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